WAZ: Die Kriegsgefahr ist gewachsen – Kommentar von Gudrun Büscher

Israel hat – freundlich ausgedrückt – schwierige
Nachbarn. Mit Ägypten und Jordanien gibt es Friedensabkommen, die
nach dem Arabischen Frühling und dem Sturz des ägyptischen
Langzeitherrschers Mubarak aber nicht mehr in Stein gemeißelt sind.
Der Rest der Nachbarschaft hat mit Israel keine Verträge und steht
dem kleinen Land hasserfüllt gegenüber. Einer der größten Feinde des
Landes ist die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon, die vom I

WAZ: Gute Nachrichten aus Europa – Kommentar von Ulrich Reitz

Britische Journalisten haben ihren ganz eigenen
Humor in Bezug auf Deutschland. Da wird schon mal gerne Richtung
"Viertes Reich" verunglimpft, die Gefahr vor der deutschen Herrschaft
über Europa herbei beschworen, was zwar nur der Rückversicherung der
britischen Seele dient, aber für Ärger sorgt. Und dann findet sich am
Wochenende im, "Independent" über einem Leitartikel folgende
Überschrift: "Wenn das das Vierte Reich sein soll, dann la

Märkische Oderzeitung: zu Israel/Syrien:

Jerusalem steckt in der Zwickmühle. Es hat
einerseits keinerlei Interesse, in den Krieg hineingezogen zu werden.
Ein stabiles Syrien unter einem Diktator Baschar al-Assad, und sei er
noch so Iran-freundlich, war allemal berechenbarer als es ein Syrien
nach einem Sieg der stark islamistisch geprägten Opposition wäre.
Andererseits sieht Israel sich durch iranische Hisbollah-Raketen
bedroht.

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Märkische Oderzeitung
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cvd@moz.de

Märkische Oderzeitung: zu Ungarn:

Bezüglich des Antisemitismus ist Ungarn
ein Sonderfall in Europa. Denn während sich in den meisten anderen
Ländern mindestens ebenso viele Menschen für eine Gegendemonstration
gefunden hätten, fanden sich in Budapest gerade mal 50 Aufrechte, die
sich mit den jüdischen Bewohnern des Landes solidarisierten. Aus
Besorgnis darüber, dass es bis in die Regierungskreise hinein immer
wieder zu antisemitischen Ausfällen kommt, hat sich der Weltkongress
ja in

Mitteldeutsche Zeitung: zu Kirchentag

Was aber kann ein solches Großaufgebot der
Frömmigkeit eigentlich bewirken? Natürlich wird es zunächst einmal
den evangelischen Christen selber Bestärkung gegeben haben. Und
die angereiste Prominenz, Kanzlerin Merkel und Bundespräsident
Gauck voran, wird sich einmal mehr der verlässlichen Kraft der
gläubigen Truppe versichert haben. Wohl geht es auch auf dem
Kirchentag um Politik, aber die Debatte bleibt bei aller
Dringlichkeit etwa der s

Mitteldeutsche Zeitung: zu FDP

Nichts illustriert die Probleme der FDP mit dem Zug
der Zeit besser als ihr mühsames Heranrobben an die Frage des
Mindestlohns. Gerade Mal 57 Prozent der Delegierten ihres Nürnberger
Parteitags folgten dem Plädoyer fast der kompletten Führungsriege für
das, zugegeben, ziemlich komplizierte Modell einer "Lohnuntergrenze".
Dass Stundenlöhne von drei Euro pro Stunde ein sittenwidriges
Geschäftsmodell sind – davon war fast die Hälfte des Parteita

Mitteldeutsche Zeitung: zu Sparkurs/Sachsen-Anhalt

Finanzminister Bullerjahn ist offensichtlich auf dem
Kriegspfad. Alles und jedes, was "seinen" Sparplänen entgegensteht,
muss weg. Erst sind es die Hochschulen im allgemeinen, die bluten
sollen, und die Uni-Klinik in Halle im besonderen. Nun ist es Stark
IV. Der eigentliche Skandal ist, dass Ministerpräsident Reiner
Haseloff zu allem Ja und Amen sagt, ohne darüber auch nur mit dem
Kabinett und den Regierungsfraktionen zu reden. Er lässt sich von
Bullerjahn vo

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NRZ: Zeichen von Konfliktscheue – ein Kommentar von THOMAS RÜNKER

Gut, dass es Kirchentage gibt. Wenn sich
Zehntausende Menschen treffen, um tagelang ihren Glauben zu feiern
und darüber zu diskutieren, wie man aus diesem Glauben heraus eine
bessere Gesellschaft gestalten kann, dürfen das auch Nicht- und
Andersgläubige begrüßen. Schließlich propagieren die Christen eine
Welt, in der es für alle gerechter zugehen soll – und das treibt in
den Debatten um Steuerhinterziehung und Managergehälter, aber auch
über

NRZ: Misstrauen angebracht – ein Kommentar von MICHAEL MINHOLZ

Dass die Datenschützer allein die Idee auf die Palme
bringt, Fahrtenschreiber in Privat-Pkw zu installieren, ist keine
Überraschung. Wenn es zum Geschäftsmodell wird, mit persönlichen
Daten zu handeln, ist zumindest Misstrauen angebracht. Man erinnere
sich an den Aufstand, der losbrach, als der Bundestag so nebenbei die
Meldeämter ermächtigen wollte, mit privaten Daten zu handeln. Es ist
sicher nicht jedermanns Sache offenzulegen, wohin er des nachts
unterwegs