Schwäbische Zeitung: König Horst, der Strahlende – Leitartikel

Absolute Mehrheit für die CSU, Alleinregierung:
Horst Seehofer hat es geschafft. Er schreibt sich mit seinem Wahlsieg
in die Annalen seiner Partei ein und stellt sich so auf eine Stufe
mit Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber. 2008 hatten die Bayern die
Christsozialen mit Liebesentzug abgestraft, ihnen ein historisches
Minus von über 17 Prozent beschert und sie zu einer Koalition mit der
FDP gezwungen.

Das ist jetzt alles vorbei. Horst Seehofer braucht keinen Partner
mehr

Westfalenpost: Die Richtung stimmt Von Joachim Karpa

Früher muss es so gewesen sein. Sauerland,
Siegerland und Wittgenstein sind in Berlin und Düsseldorf für ein
Naturreservat am Rothaarsteig gehalten worden. Überheblichkeit ist
den politischen Machtzentralen eigen. Dem ländlichen Raum gehört ihr
Lächeln. Nicht wenige Verantwortliche in der Politik sind mit ihren
Kenntnissen über die drittstärkste Industrieregion Deutschlands in
den Erinnerungen ihrer Kindheit hängengeblieben. Südwestfa

Westfalenpost: Triumph eines Alleinherrschers Von Rolf Hansmann

Es bleibt dabei: In Bayern gehen die Uhren anders.
Hier gewinnt die Partei die Landtagswahl, die am besten das
Mir-san-Mir-Selbstbewusstsein transportiert. Horst Seehofer hat mit
der keinesfalls überraschenden absoluten Mehrheit für die CSU ein
klares Votum für fünf weitere Jahre erhalten. Auch wenn 1918 in
Bayern die Monarchie abgeschafft wurde – der Freistaat wird von einem
Alleinherrscher reagiert, der ein meisterhaftes Gefühl für
Wählerstimmungen und

Allg. Zeitung Mainz: Servus, FDP! / Kommentar zur Bayernwahl

Do legst di nieda! Die CSU stellt nach einer
Legislaturperiode wieder urbayerische Verhältnisse her: absolute
Mehrheit. Und: Servus, FDP! Die Liberalen fliegen aus dem Landtag,
weil es die Wähler nur der CSU zurechnen, dass Bayern glänzend
dasteht. Die Opposition schickt unisono ein deftiges Kreizkruzefix no
amol in den weiß-blauen Himmel: Grüne und Freie Wähler verlieren
nämlich zusammen mehr, als die SPD gewinnt. Deren kleines Plus lässt
Spitzenka

Westdeutsche Zeitung: Bayernwahl hat die Spannung im Bund noch erhöht – Die wahre Siegerin könnte Merkel heißen Ein Kommentar von Martin Vogler

Dank der absoluten Mehrheit der Sitze im
Landtag wähnt Horst Seehofer sich endlich an seinem Lebensziel, an
die Tradition von Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber
anzuschließen. Doch bei allem Stolz darf er nicht verdrängen:
Gegenüber 2008 hat die CSU zwar klar zugelegt. Dennoch hat sie das
zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren.

Doch für die CSU zählt vor allem, dass sie keinen
Koalitionspartner braucht. Sie hätte auch keinen

Allg. Zeitung Mainz: Fein raus / Kommentar zu Syrien

Was auf den ersten Blick wie ein eher
zähneknirschendes Nachgeben des syrischen Präsidenten vor der
massiven Drohung der USA aussieht, ihn mit Bomben und Raketen zur
Räson zu bringen, könnte sich am Ende des Tages als exzellenter
Schachzug erweisen, der dem Regime in Damaskus das Überleben
endgültig sichert. Denn mit der Zustimmung, alle seine Chemiewaffen
unter internationaler Kontrolle abzugeben, kann sich Assad nun der
Welt als einer präsentieren, der

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bayern

Selbstverständlich wird der Instinktpolitiker
Seehofer, der dem Volk so gern und erfolgreich aufs Maul schaut,
alles dafür tun, dass die CSU auch am kommenden Sonntag ein
fulminantes Ergebnis erzielt. Die CDU ist darauf angewiesen, wenn
Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben will. Aber der Münchner wird
eine saftige Rechnung präsentieren, sollte die Union weiter
Regierungsverantwortung tragen. Die umstrittene PKW-Maut für
Ausländer wird er nun erst recht

Rheinische Post: Seehofers Triumph im Bayernland Kommentar Von Reinhold Michels

Die CSU bleibt eine politische
Ausnahme-Erscheinung – in Bayern und auch im übrigen Deutschland. Am
28. September vor fünf Jahren hatte die Partei ihr weiß-blaues Wunder
im Negativen erlebt. Auch der Absturz von knapp 18 Prozentpunkten in
der Wählergunst war damals überproportional, wie beinahe alles an und
in dieser Volkspartei. Der Wiederaufstieg zu alter Kraft und
Herrlichkeit deutlich jenseits der 50-Prozent-Marke ist zwar
misslungen. Aber was gäben andere

Rheinische Post: Fingerzeige für Berlin Kommentar Von Sven Gösmann

Natürlich handelte es sich um eine bayerische
Landtagswahl, es gibt keine Signale, aber Fingerzeige aus dem Süden
für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Der erste Fingerzeig:
Die Union kann die Erwartungen erfüllen, die die Demoskopen schüren.
Horst Seehofer hat eindrucksvoll 40 Prozent plus xx vorgelegt. Angela
Merkel kann ihm möglicherweise nächstes Wochenende mit 40 plus x
nacheifern. Offenbar scheinen in Zeiten matterer parteipolitischer
Untersc

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR CSU siegt, SPD schwach, FDP weg, Grüne sinken Bayerische Botschaften THOMAS SEIM

Horst Seehofer bleibt Ministerpräsi- dent in
Bayern. Diese Gewissheit ist nicht überraschend, denn tatsächlich
hatte kaum jemand damit gerechnet. dass ein Bündnis aus SPD, Grünen
und anderen Parteien die seit Jahren dort herrschende Partei würde
ablösen können. Wohl aber überraschend ist die wiederkehrende
Stabilität der Machtverteilung in dem deutschen Freistaat. Die CSU
kehrt zurück zu der Größe, die ihr über Jahrzehn