Westfalenpost: Souveränität beweisen Von Torsten Berninghaus

Erdogan polarisiert. Zu Hause in der Türkei schlägt
ihm gerade eine Welle des Protestes wegen seines völlig unangemessen
Umgangs mit dem Bergwerksunglück von Soma entgegen, und auch in
Deutschland werden kritische Stimmen angesichts seines bevorstehenden
Wahlkampfauftritts in Köln immer lauter. Und so stellt sich mancher
die Frage, ob man den türkischen Regierungschef nicht ausladen solle,
statt ihm ein Podium zu geben. Das aber sollte man nicht.

Denn Erdoga

Westfalenpost: Fitness-TÜV ist nur der Anfang Von Wilfried Goebels

Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Computer- und
Fernsehsucht – viele Kinder stolpern durchs Leben, weil ihre
Beweglichkeit nicht trainiert wird. Der "Fitness-TÜV" kann
Testergebnisse liefern, wird das Problem aber allein nicht lösen.
Testen beseitigt den Mangel nicht: Eltern und Schulen müssen mehr
Freiräume und Anreize für Bewegung schaffen.

Der Sportunterricht führt an vielen Schulen ein Schattendasein.
Wer hier spart, schadet der Gesu

Südwest Presse: Kommentar zum Erdoganbesuch

Es spricht nicht gerade für die Weitsicht deutscher
Politiker, wenn eine Woche vor dem Auftritt des türkischen Premiers
in Köln der Chor derer immer größer wird, die eine Absage des Besuchs
fordern. Das Unglück von Soma und die zynische Reaktion Erdogans –
"So was passiert eben" – angesichts von 301 Opfern bestätigt nur, was
jeder bereits zuvor wusste: Der türkische Ministerpräsident hat jeden
Bezug zur Realität und jede Distanz zu

WAZ: Waffenexport: Gabriel ist im Wort – Kommentar von Christian Kerl

Dieser Trend bei den deutschen Rüstungsexporten ist
bedenklich: Weil die Nachfrage nach Kriegsgerät bei der Bundeswehr
und den Verbündeten zurückgeht, versucht die Industrie zunehmend
Waffen in umstrittene Empfängerländer zu verkaufen.

Eigentlich ist der Wirtschaftsminister angetreten, das zu ändern.
Gabriel hat wiederholt einen restriktiven Kurs bei Rüstungsexporten
versprochen. Gut so. Seltsam nur, dass der Zuwachs bei solchen
Waffengeschä

WAZ: Wie im Schlaraffenland – Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Dass die Schweizer überhaupt die Gelegenheit hatten,
über einen Mindestlohn von umgerechnet 18,50 Euro pro Stunde oder
3300 Euro pro Monat ihr Votum abzugeben, wirft ein Schlaglicht auf
die Verdienstmöglichkeiten im Nachbarland. Schon jetzt liegen dort 90
Prozent der Gehälter über 3300 Euro. Wer weniger verdient, ist meist
jung und/oder Berufseinsteiger. Obendrein kommt man schnell aus dem
Niedriglohnsektor hinaus.

All dies machte es den Schweizern leicht, Sorgen

Frankfurter Rundschau: Kommentar der Frankfurter Rundschau: Waffenexporte begrenzen

"Deutschland exportiert mehr Waffen als China,
Japan, Frankreich und England. Zudem liefern die Rüstungskonzerne
ihre hochwertigen Kriegsschiffe und Panzer immer öfter in
Krisenregionen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagt, ab
jetzt werde er restriktiver agieren. Doch schon die gesetzlichen
Grundlagen für Rüstungsexporte sind viel zu ungenau formuliert. Die
Bundesregierung müsste sie deutlich präzisieren und verschärfen, wenn
sie endlich di

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Andreas Brey zu Mindesthaltbarkeitsdatum

Die EU-Agrarminister wollen das
Mindesthaltbarkeitsdatum für bestimmte Lebensmittel in die Tonne
treten. Gut so! Denn es ist ein Irrsinn, dass wir uns vom Datum auf
einer Verpackung vorschreiben lassen, ob wir den Inhalt essen. Der
Mensch kann schließlich etwa zehntausend Gerüche unterscheiden und
Tausende im Gedächtnis behalten. Das dürfte in den meisten Fällen
reichen, um entscheiden zu können, ob ein Lebensmittel noch genießbar
ist. Und wer noch

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zur Ukraine

Während bei uns in Deutschland eine Woche vor
der Europawahl die meisten Bürger immer noch kein Interesse daran
haben, ihre Stimme abzugeben, zeigt sich in der Ukraine, wie
attraktiv die EU offenbar ist. Der Wunsch einiger Menschen dort nach
einer Anbindung an die Europäische Union war stark genug, dass sie
auf die Straßen gingen und am Ende sogar ihr Leben riskierten. Das
Desinteresse vieler Deutscher an der Wahl am Sonntag ist ignorant.
Wer so tut, als ginge Europa

Allg. Zeitung Mainz: Schande / Kommentar zu Rüstungsexporten

Wortreiche Absichtserklärungen gehören zum
politischen Tagesgeschäft. Doch von Zeit zu Zeit kommen Politiker an
den Punkt, an dem sie ihren Worten auch Taten folgen lassen müssen.
Bundeswirtschaftsminister Gabriel ist an einem solchen Punkt
angelangt. Und nun steigen ausgerechnet unter ihm, der doch vehement
gegen Waffengeschäfte zu Felde zieht, die Rüstungsexporte. Er
begründet das zum Teil mit Entscheidungen der Vorgängerregierung, die
er umsetzen

Allg. Zeitung Mainz: Fehlanzeige / Kommentar zur deutschen Kritik an Erdogan

Man darf gespannt sein, ob Angela Merkel die
Aufforderung aus der zweiten und dritten Reihe ihrer Koalition, den
türkischen Ministerpräsidenten am kommenden Samstag nicht in Köln
Wahlkampf machen zu lassen, aufnimmt. Passen würde ihr das schon.
Denn die Art und Weise, wie sich Erdogan zuhause aufführt, lässt die
ansonsten stets um Diplomatie bemühte Kanzlerin sehr vernehmlich mit
den Zähnen knirschen. Wie aber lässt sich ein eindrucksvolles Zeic