Rheinische Post: Kommentar / Tierische Bedürfnisse = Von Gregor Mayntz

Zoos geht das neue Gutachten für die
Bedürfnisse von Tieren zu weit, Tierschützern nicht weit genug.
Solche Reaktionen verweisen gewöhnlich auf einen akzeptablen
Kompromiss. Es ist immer gut, wenn neue Forschungserkenntnisse die
artgerechte Haltung verbessern helfen, und insofern hat schon die
dreijährige intensive Arbeit der Zooexperten an dem Gutachten dazu
geführt, zugleich den Standard der Tierparks auf den Prüfstand zu
stellen. Doch jeder Katzenlieb

Rheinische Post: Kommentar / Kinder früher testen = Von Christian Schwerdtfeger

Selten sind sich Landesregierung und Opposition
bei einem Thema so einig wie bei der Einführung flächendeckender
Motorik-Tests für Grundschüler. Aber sind diese Untersuchungen auch
wirklich sinnvoll? Sicherlich können sie mögliche motorische
Störungen bei Kindern aufzeigen und dabei helfen, Schäden und
Entwicklungsrückstände zu beheben. Die Tests bringen in Einzelfällen
auch verborgene Stärken eines Kindes zu Tage, die dann wiederu

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Europawahl

Es ist ein krudes Sammelsurium populistischer
Parteien, vor allem am rechten Rand, das sich anschickt, die Idee
eines geeinten Kontinents zu bekämpfen. Dabei dürfte klar sein: Mit
jeder Stimme für die Protestparteien bei der Europawahl werden die
beiden großen Fraktionen, die bürgerliche EVP und die Sozialisten,
enger zusammenrücken. Am Ende wird es eine große Koalition geben. Der
kleinste gemeinsame Nenner wird regieren.

Dabei sind die großen

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Nigeria

So ist Afrika: Die Ehefrau des nigerianischen
Präsidenten Goodluck Jonathan kann Kritik an ihrem Ehemann nur schwer
ertragen. Deshalb hat die First Lady zwei Mütter verhaften lassen,
die die Regierung beschimpft haben. Voller Verzweiflung über die
drohende Versklavung ihrer Töchter hatten sie dem Präsidenten dessen
offenkundige Unfähigkeit vorgehalten.

So ignorant wie die Führungskaste in mehreren schwarzafrikanischen
Staaten mit ihren Subalternen umgeh

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Patienten monieren Behandlungsfehler Das Versagen steckt im System Martin Fröhlich

Die Zahl der Beschwerden von Patienten wegen
möglicher Behandlungsfehler steigt, beklagt der Medizinische Dienst
der Krankenkassen. Er legt damit den Finger in eine viel größere
Wunde, als ihm klar ist. Jede unnötige OP, jede falsche Diagnose,
jeder Fehler bei einem Eingriff – sie alle bringen menschliches
Leiden. Weil die Zeiten der Halbgötter in Weiß aus Sicht der
Patienten vorbei sind, wagen es immer mehr, Behandlungen überprüfen
zu lassen. Das

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Runder Tisch zum Gymnasium Konsens statt Basta BERNHARD HÄNEL

Die Reform der Reform findet wohl nicht statt.
Darauf deuten alle Anzeichen nach der ersten Gesprächsrunde über die
Forderung nach einer Rückkehr zum Abitur nach 9 Schuljahren hinaus.
Ausgerechnet im Schulstreit erprobten NRW wird es wohl zu einer
einvernehmlichen Regelung kommen. Das wäre ein Verdienst von
Schulministerin Sylvia Löhrmann, die es versteht, Konflikte zu
moderieren statt mit Basta-Politik zu entscheiden. Damit war die
Grünen-Politikerin schon e

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Abbau der kalten Progression Entlastung ist überfällig Alexandra Jacobson, Berlin

Mit dem Abbau der kalten Progression verfährt
die Politik ständig nach demselben Motto: Gut dass wir darüber
geredet haben. Mittlerweile ist sogar die SPD oder zumindest deren
Vorsitzender Sigmar Gabriel der Ansicht, dass die heimlichen
Steuererhöhungen ungerecht sind und man dagegen etwas unternehmen
soll. Doch es sieht nicht danach aus, dass aus diesen Erkenntnissen
praktische Politik erwächst. Dass sich der Staat dank der Inflation
ein viel zu großes Tort

Westdeutsche Zeitung: Bayer/Merck = Von Annette Ludwig

Mit dieser Übernahme gelingt Bayer-Chef Marijn
Dekkers ein Quantensprung auf dem Weg zum Weltmarktführer bei
rezeptfreien Medikamenten. Im Milliardenpoker um die Zukunft hat er
sich so wichtige Karten gesichert. Denn Größe ist ein entscheidender
Faktor in diesem Geschäft. Zudem versprechen rezeptfreie Medikamente
konstante Einnahmen und ergänzen damit das als eher riskant geltende
klassische Pharmageschäft. Bayer stärkt mit dem Deal aber auch seine

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Nigeria/Entführungen

Es hat in jüngster Zeit positive Meldungen
gegeben, die ein helleres Bild auf Afrika warfen. Auch die wachsende
Mittelschicht in den Städten gab Grund zur Hoffnung, und sie tut es
gerade in der Krise wieder. Denn es sind die Mitglieder der
Mittelschicht, die nun in Nigeria auf die Straßen gehen und gegen die
konzeptlose Politik der Regierung protestieren. Das gibt immerhin
Anlass zu ein wenig Zuversicht: Afrikanische Zivilgesellschaften
nehmen ein Versagen ihrer Führu