Rheinische Post: Fluggast-Beschwerden bleiben sehr oft wirkungslos

Tausende Beschwerden von Fluggästen beim
Luftfahrt-Bundesamt über Verspätungen und schlechten Service von
europäischen Fluggesellschaften bleiben für die Airlines folgenlos.
Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine
Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe) vorliegt. Demnach
gingen im Jahr 2013 insgesamt 4582 Beschwerden von Fluggästen ein,
d

Badische Neueste Nachrichten: Gesunde Skepsis Kommentar von Udo Stark

Schon seit einiger Zeit hat sich der deutsche
Aktienindex DAX von seinen Höchstständen verabschiedet. Hier hat sich
schon angekündigt, was nun von der Realwirtschaft bestätigt wird: Im
letzten Quartal ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt nicht
gewachsen, im Gegenteil, es ist geschrumpft. Aber gleich wieder
wiegeln die Experten ab: Nur ein Ausrutscher, heißt es im Chor. Denn
jeder hat die Binsenweisheit verinnerlicht, dass in der Wirtschaft
Psychologie die halbe M

Westfalenpost: Wilfried Goebels zum geplanten NRW-Familienbericht

Am politischen Willen, die Familie als Keimzelle der
Gesellschaft zu fördern, mangelt es hierzulande nicht. Bund, Land,
Kommunen, Sozialverbände, Kirchen und Vereine haben über die Jahre
ein dichtes Netz der Hilfen geknüpft. Das Problem:
Programme sind schlecht abgestimmt. Milliarden versickern, weil die
Rechte nicht weiß, was die Linke tut. Der geplante
NRW-Familienbericht kann mehr Klarheit schaffen, weil er erstmals den
Blickwinkel der Betroffenen berücksic

Westfalenpost: Carsten Menzel zum Douglas-Konzern

Das Unternehmen Douglas war einmal das, was treffend
der Ausdruck Mischkonzern beschreibt: Die Marken unter dem
gemeinsamen Konzerndach deckten die Sparten Süßwaren, Mode &
Bekleidung, Schmuck, Bücher und Parfümerie ab. An der Spitze stand
die Hagener Unternehmerfamilie Kreke. Das war einmal. Mit dem
Einstieg der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Advent Ende
2012 begann Schritt für Schritt die Zerschlagung des Konzerns. Eine
Strategie, die der Familie

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Gustl Mollath

Gustl Mollath, bis vor kurzem Deutschlands
berühmtester Psychiatrie-Insasse, ist freigesprochen worden. Zwar
nicht ohne Wenn und Aber, wie er es gehofft hatte. Aber er wird für
die siebeneinhalb Jahre, die er zu Unrecht hinter Anstaltsmauern
weggesperrt worden war, entschädigt. Noch wichtiger an dem
Justizskandal Mollath ist jedoch die Tatsache, dass dieser
merkwürdige Mann dem Rechtssystem weit über Bayern hinaus eine
Lektion erteilt hat. Dafür sollte ihm di

Westfalen-Blatt: zum Thema Sterbehilfe

Der Straßenverkehr lässt sich regeln, das Haus
gegen Blitzschlag versichern, ein Ehevertrag für den Fall eines
Scheiterns der Beziehung formulieren. Aber lässt sich das Sterben bis
ins Detail festlegen? Darum geht es in der Debatte über die
Sterbehilfe. Dass Maßgaben brüchig werden, wenn sie auf eine
unberechenbare Realität treffen, hat der Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche von Deutschland, Nikolaus Schneider, erfahren
müssen. So wie se

Westfalen-Blatt: zum Thema Depression

Mobbing und Armut, Trennung der Eltern und
schulischer Druck – laut Techniker Krankenkasse sind das die
Hauptursachen für eine Depression bei Kindern und Jugendlichen. Nicht
erklären kann das aber, warum sich in Deutschland die Zahl der
Unter-15-Jährigen, die mit einer Depression stationär behandelt
werden, in zwei Jahren verdoppelt hat. Die Gründe dafür liegen unter
anderem in äußeren Umständen. Depression wird nicht mehr tabuisiert,
wird bess

Börsen-Zeitung: Ohnmacht statt Allmacht, Kommentar zur EZB von Mark Schrörs

Die Inflation meilenweit vom Ziel entfernt, die
Wirtschaft zum Stillstand gekommen: Kann es jetzt überhaupt noch
Zweifel geben, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mehr tun und
alle Geldschleusen öffnen muss? Für die Apologeten der Allmacht der
Zentralbanken ist die Antwort klar: Natürlich muss sie! Tatsächlich
aber sind reichlich Zweifel angezeigt – und in mancher Hinsicht wirkt
die EZB eher ohnmächtig statt allmächtig.

Keine Frage: Dass die W

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Prostitutionsgesetz Der Wunsch nach Aufmerksamkeit Monika Kophal

Wenn es um das Thema Prostitution geht, gehen
die Meinungen weit auseinander – auch in der Politik. Da ist die
konservative Union, die das Prostitutionsgesetz verschärfen will.
Etwa, indem das Mindestalter auf 21 Jahre angehoben wird. Natürlich
nur, um die Frauen zu schützen, wie die Unions-Fraktionsvize im
Bundestag Nadine Schön betont. Bundesfamilienministerin Manuela
Schwesig von der SPD hingegen warnt vor zu vielen Regelungen, denn
dadurch könnten die jungen F

Weser-Kurier: Kommentar von Andreas Kölling zum Bruttoinlandsprodukt

Huch, es ist geschrumpft – das
Bruttoinlandsprodukt, das BIP! Es mag eine Delle sein, ein Absturz
ist es – noch – nicht. Der Dämpfer war erwartbar: Ein milder Winter
und die Konsumenten im Rekord-Kaufrausch. Dass so eine Kombi die
traditionellen Wirtschaftszyklen durcheinanderbringt, ist klar. Weil
in den Wintermonaten – anders als in den Jahren zuvor – fast
durchgängig weitergebaut werden konnte, fehlte die sonst üblich
Frühjahrsbelebung in der Branche. Das macht sich