Das Landesarbeitsministerium NRW will prüfen,
ob es nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts seine Verordnung
zur Sonntagsarbeit anpassen muss. "Auch in der NRW-Verordnung gibt es
eine Ausnahme für Call-Center. Deshalb wird genau geprüft werden, ob
eine Änderung sinnvoll ist", sagte ein Sprecher der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Dazu müsse aber
erst die Urteilsbegründung abgewartet werden. "D
Der Streit um die Sonntagsarbeit ist einer der
Schauplätze, auf denen um eine grundlegende Frage gerungen wird: Wie
weit wollen wir die Durchökonomisierung des Lebens noch treiben?
Wollen wir "Freiheit" wirklich nur als Recht auf Produktion und
Konsum ohne Grenzen verstehen? Man muss kein Christ sein, um zu
sagen: Nein, es gibt eine Freiheit nicht nur zu, sondern auch von den
Spielregeln des Hochgeschwindigkeits-Kapitalismus. Wenigstens an
einem Tag in der Woche. So ges
Es ist eine ironische Volte der Geschichte, dass
die Hilfe, mit der der Bund jetzt nun doch den Kommunen unter die
Arme greifen will, ausgerechnet mit Geld aus dem nicht ausgeschöpften
Fluthilfefonds finanziert werden soll. Vor 20 Jahren diente das Bild
von der Flüchtlingsflut zur Einschüchterung der deutschen
Gesellschaft, im neuen Deutschland steht Fluthilfe für
Flüchtlingshilfe.
Die Frauenquote für Aufsichtsräte kommt nun doch
wie geplant – die meisten Deutschen finden das gut. Aber bringt die
Quote auch wirklich mehr Gleichberechtigung?
In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage begrüßen 66 Prozent der
Deutschen grundsätzlich die Frauenquote, nur 30 Prozent lehnen sie
ab. Bei den Frauen liegt der Zustimmungsanteil sogar bei 70 Prozent,
nur 27 Prozent der Frauen sind gegen die Quote.