Die gesellschaftlich zu lösende Frage der
Vereinbarkeit von Karriere und Familie für Frauen wird ganz ungeniert
in den privaten Bereich der Frau zurückgeschoben: Sie soll an ihrem
Körper herummanipulieren und gesundheitliche Risiken tragen, sie soll
ihr Leben so leben, dass es zu den Anforderungen der Wirtschaft am
besten passt.
Und genau hierin liegt das Frankenstein–sche am Zugriff der
Konzerne auf diesen privatesten Bereich ihrer Mitarbeiterinnen. Er
unterwirft d
Alles kein Problem! Wenn wir nur zusammenhalten,
kann uns die wegen der Ukrainekrise im Raum stehende Drohung aus
Russland, den Gashahn zuzudrehen, wenig anhaben – ganz zu schweigen
davon, dass in Osteuropa wieder jemand erfrieren müsste! So lässt
sich die frohe Botschaft aus Brüssel zusammenfassen. Wohl zeigt
dieser Stresstest, dass nicht überall genug Gas aus anderen Quellen
herbeigeschafft werden könnte, doch wäre das nach Ansicht von
Energiekommissar Oetti
Ein Textilbündnis ohne entscheidende Teile der
Textilindustrie – das wars dann wohl vorerst für das gut gemeinte
Projekt. Schade, denn Bundesentwicklungsminister Gerd Müller liegt
grundsätzlich richtig mit seiner Initiative. Sie soll uns
Verbrauchern möglichst giftfreie Bekleidung bescheren und den
Beschäftigten in den berüchtigten Textilfabriken in Asien erträgliche
Arbeitsbedingungen sowie auskömmliche Löhne. Wer sollte dagegen etwas
einwe
Es wäre natürlich jetzt wieder so einfach, sofort
darauf hinzuweisen, dass wir Konsumenten schon selbst schuld sind.
Schuld, dass massenweise Billigstware gekauft wird, obwohl jedem klar
sein muss, dass eine Hose, die für ein paar Euro verkauft wird, nur
unter üblen Bedingungen hergestellt worden sein kann. Ja, es ist so
einfach. Wenn man es bei dieser Sichtweise belassen will. Man kann
dieses Thema aber auch einmal ganz anders sehen. Der Preis ist
nämlich nicht al
Der mit 5000 Euro dotierte Bibliothekspreis der mittelständischen Wirtschaft für das Land Sachsen-Anhalt geht an die Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek Gardelegen. Die Bibliothek überzeugte die Jury mit einem innovativen Konzept, das junge Menschen mit Hilfe der aktuellen Smartphone-Tablet-Technologie auf eine interaktive "Schnitzeljagd" durch die Bibliothek schickt. Ziel ist es, jungen Lernenden, aber auch Lehrern die Bibliothek als moderne Informationsdienstleiste
Ein überforderter Vorsitzender, ein Obmann mit
einem seltsamen Verhältnis zur Wahrheit, ein Whistleblower, der
Interna der Fraktion in die Welt setzt. Nur dreier grüner Zutaten hat
es gebraucht, um aus der NSU-Enquete in Rekordzeit eine
parteipolitische Witzveranstaltung zu machen und die grüne
Regierungsfraktion in den Krisenmodus zu stürzen. Selbst Zweifler an
der Enquete konnten sich nicht vorstellen, dass sich das Gremium so
schnell selbst demontiert.
Ralf Teckentrup, Chef der drittgrößten deutschen
Fluglinie Condor, hat Berlins Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn scharf
für seine öffentlich geäußerte Vermutung kritisiert, es gäbe ein
"Komplott der Lufthansa und des Frankfurter Flughafens gegen Berlin".
"Herr Mehdorn sollte lieber zusehen, dass aus seinen zweieinhalb
Jahren BER-Verspätung keine fünf Jahre werden. Er ist Airport-Chef,
da darf man erwarten, dass er seine Großku
Die Kämpfe gegen die Terroristen vom
Islamischen Staat verändern auch die deutsche Wahrnehmung der Kurden.
Vor wenigen Monaten noch wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass die
Bundeswehr Waffen an die Peschmerga liefern, also an die bewaffneten
Einheiten der Kurden im Nordirak.
Nun erwägt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der
Tuttlinger Volker Kauder, gar Waffenlieferungen an die kurdische
Arbeiterpartei, die PKK. Doch der Zweck, die effektive Bekäm
Kommentar Die verspätete deutsche Diskussion um
die Sterbehilfe Am Ende geht es um Selbstbestimmung
Ulli Tückmantel
ulli.tueckmantel@wz-plus.de Als das Leben im christlichen
Abendland noch auf das Jenseits ausgerichtet war, beteten die
Menschen: "Vor einem plötzlichen Tod bewahre uns, o Herr!" Alle
Meinungsumfragen ergeben heute das genaue Gegenteil: Die Mehrheit
wünscht sich einen schnellen und schmerzlosen Tod – einen Tod, dem
kein langes Sterben vora
In der Großen Koalition knirscht es. Nicht
wenige Unionspolitiker, die bislang zusahen, wie die SPD ihre
Herzensanliegen durchsetzte, schießen mittlerweile gegen die
Sozialdemokraten. Der SPD dürfte dadurch bewusst werden, dass es eine
Zeit nach der Groko gibt, und dass es auf Dauer besser ist, Senior-
statt Juniorpartner in einer Koalition zu sein.
Die derzeit einzig belastbare Machtoption samt Kanzlerschaft für
die Sozialdemokraten im Bund heißt Rot-Rot-Gr&