Lausitzer Rundschau: Respekt, Herr Hoeneß! Zum Verzicht auf Urteils-Revision und das FCB-Präsidenten-Amt

Uli Hoeneß hat mehr Gespür bewiesen als seine
Anwälte. Der Bayern-Boss lässt es nicht mehr auf eine Revision
ankommen. Respekt, Herr Hoeneß! Der Mann macht endgültig Schluss mit
der Taktiererei und gibt damit auch anderen ertappten
Steuerkriminellen ein Beispiel. Hätte sich Hoeneß freilich stets an
seine Maxime gehalten, wäre ihm der persönliche Absturz erspart
geblieben, wäre es gar nicht erst zu dem spektakulären
Gerichtspr

Rheinische Post: Zumutung für die Unis

Etwas besser als sehr schlecht ist leider noch
nicht gut, sondern immer noch schlecht – das gilt auch für den nur
leicht überarbeiteten Entwurf des NRW-Hochschulgesetzes. Die
Universitäten haben recht mit der Klage, auch die neue Version sei
eine Zumutung. Immer noch spricht aus den 84 Paragrafen ein tiefes
Misstrauen gegenüber den Unis und Fachhochschulen, auch wenn
Ministerin Svenja Schulze noch so oft das Gegenteil beteuert. Das
eigentliche Problem des Gesetzes lieg

Lausitzer Rundschau: Das Ende der Naivität Zu den längerfristigen Folgen der Krim-Krise

Mit dem Referendum am morgigen Sonntag ist der
Anschluss der Krim an Russland kaum noch aufzuhalten. Putin hat sich
mit brachialer Gewalt durchgesetzt, alle Bemühungen um eine
diplomatische Lösung sind gescheitert. Europa wirkt hilflos. Was hier
passiert, ist ein Schock, der noch lange nachwirken wird. Auch bei
uns. Deutschland sei nur noch von Freunden umgeben. So lautete die
freudige Erkenntnis nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Jetzt gebe
es endlich eine Friedensdividende, h

BERLINER MORGENPOST: Fast zu spät für Anstand/ Ein Kommentar von Raik Hannemann

Zuspruch gab es unerwartet reichlich und aus allen
Ecken, als Uli Hoeneß den Verzicht auf eine Revision erklärte. Selbst
die Kanzlerin fühlte sich bemüßigt, ihrem früheren Berater Respekt zu
zollen für die Entscheidung, auf weitere Rechtsmittel zu verzichten.
Aber steht sie damit nicht etwas zu nah bei den Unverbesserlichen,
die Hoeneß sogar beim Verlassen des Gerichtssaals noch applaudierten?

Dass jemand nach dem "Fehler seines Lebens"

Rheinische Post: Hilfe für Hebammen

Es ist aller Anstrengung wert, die
Freiberuflichkeit der Hebammen zu erhalten. So wie die Patienten eine
freie Arztwahl haben, ist es für Schwangere von großem Vorteil, sich
ihre Hebamme frei wählen zu können. Ein Vertrauensverhältnis zwischen
werdender Mutter und Hebamme kann die Umstände der Geburt und die
Fürsorge für das Baby erleichtern und verbessern. Die freiberuflichen
Hebammen stehen allen Frauen zur Verfügung, die in Kliniken,
Geburtsh&

Rheinische Post: Hoeneß-Prozess ändert die Steuermoral

Wie in einem altgriechischen Drama hat die
spektakuläre Verurteilung des Bayernpräsidenten Uli Hoeneß zu einer
Gefängnisstrafe die Wirkung einer Katharsis. Das heißt, sie läutert
eine Gesellschaft, in der viele, wenn auch in ungleich geringerer
Dimension, Teile ihrer Einkünfte nicht versteuert haben. Das dürfte
jetzt eher zur Ausnahme werden. Und damit vollzieht sich ein Stück
größere Steuergerechtigkeit. Denn mit der Strafe fü

BERLINER MORGENPOST: Diesem Schritt gebührt Respekt/ Ein Kommentar von Jochim Stoltenberg

Ein wie reuiger Sünder Uli Hoeneß wirklich ist, das
weiß nur er allein. Aber mit seiner Erklärung, auf alles weitere
juristische Taktieren zu verzichten, hat er das einzig noch
verbliebene Richtige getan. Er hat in der bittersten, allein von ihm
zu verantwortenden Niederlage seines Lebens doch noch einmal Größe
gezeigt und sich ohne quälende Verlängerung in das Unvermeidliche
gefügt. Um im sportlichen Bild zu bleiben, hat der frühere
Nat

Allg. Zeitung Mainz: Die Bayern AG – Kommentar von Friedrich Roeingh zu Uli Hoeneß

So sind sie nun mal, manche Medien: Bis Freitag
wurde Uli Hoeneß plattgemacht. Sein Verzicht auf die Revision und die
Annahme der Haftstrafe macht ihn für manche schon wieder zum Helden.
Wird das gefallene Vorbild bereits zum neuen Vorbild? Gemach, gemach.
Hoeneß hat zum letztmöglichen Zeitpunkt den Ausstieg aus einer völlig
verunglückten Verteidigungsstrategie gefunden. Seine Ämter als
Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender von Bayern München h

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Hoeneß

Ein Jahresumsatz von mehr als 430 Millionen
Euro, ein Umlaufvermögen von 135 Millionen, sportlich so erfolgreich
wie nie zuvor in der 114-jährigen Vereinsgeschichte: Das ist das
Lebenswerk von Uli Hoeneß. Unersetzbar aber ist selbst einer wie er
nicht. Auch deshalb überwiegt hinter den Kulissen die Erleichterung
die Betroffenheit. Weil Zig-Millionen-Sponsoren wie Audi, VW, Telekom
und Adidas Hoeneß stets wider jegliche unternehmerische Regeltreue
verteidigt haben

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Streit um Doppelpass im Bundesrat Vertragstreue alexandra Jacobson, Berlin

Zur Staatsbürgerschaft gibt es im
Koalitionsvertrag eine klare Regelung. Die doppelte
Staatsbürgerschaft gilt nur für Kinder von Zuwandern, die in
Deutschland aufgewachsen sind. Das mag man für überholt und furchtbar
falsch halten. Aber so ist es nun mal verabredet. Politische
Bündnisse basieren auf Kompromissen. In einer Zeit wo die Koalition
aus CDU, CSU und SPD noch nicht rund läuft, spricht viel dafür, diese
Regelung umzusetzen. Warum nun zwei SPD