Im November 2013 hatte die Ukraine ihre
Unterschrift unter ein Assoziationsabkommen mit der EU zurückgezogen.
Es folgte der Maidan-Aufstand und Russlands Annexion der Krim. Jetzt
wollte die EU zeigen, dass sie sich von Putin nicht einschüchtern
lässt. Doch das Bekenntnis fällt zögernd aus. Zwar wird in der
Ostukraine noch immer gekämpft, es sterben Menschen. Andere Probleme
scheinen aber inzwischen wichtiger. Die mit Abstand am häufigsten
gestellte Frage
Die juristische Debatte, ob das jetzt
beschlossene Tarifeinheitsgesetz verfassungsfest ist, muss in
Karlsruhe geklärt werden. Auf der Sachebene ist die Entscheidung
einfacher: Das Gesetz ist ausgesprochen sinnvoll, denn es schreibt
den alten Grundsatz "Ein Betrieb, eine Gewerkschaft" wieder fest.
Wenn kleine Spartengewerkschaften um mehr Lohn und Einfluss streiken,
bestreiken sie nicht nur ihren Arbeitgeber sondern auch ihre
Kollegen im selben Betrieb. Das neue Gese
Einen Feind schwach zu reden heißt nicht, ihn zu
schwächen. Nicht wenn er in Wirklichkeit stark ist. Neun Monate nach
Beginn der amerikanischen Luftschläge gegen den "Islamischen Staat"
in Syrien und im Irak droht Washington dieser Fehler zum Verhängnis
zu werden. Während die Obama-Regierung die Geländegewinne der
dschihadistischen Besatzer im irakischen Ramadi und aktuell im
syrischen Palmyra herunterspielt und die Öffentlichkeit mit
Durc
Die Leitzinswende in den USA darf nun wohl
getrost zu den Akten gelegt werden – zumindest für Juni ist sie erst
mal vom Tisch. Vielleicht wird es in der zweiten Jahreshälfte noch
eine Chance dafür geben. Wenn es im zweiten Halbjahr noch dazu kommen
sollte, dann aber wohl auch eher in Richtung Jahresende.
Dass die Zinswende im Juni nicht mehr Realität wird, dafür
sprechen zum einen die aktuelle Datenlage und zum anderen die
Äußerungen seitens verschied
Die US-amerikanische Notenbank und ihre Vorsitzende Yellen scheinen in der Realität angekommen zu sein. Wie man dem offiziellen FOMC-Protokoll entnehmen kann setzt sich bei den US-Notenbänkern die Einsicht durch, dass eine Erhöhung des US-Zinssatzes zur Jahresmitte die US-Wirtschaft erheblich belasten würde.
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Iren drauf
und dran sind, Homosexuellen mehr Rechte einzuräumen als das in fast
allen anderen Staaten der Welt der Fall ist, inklusive Deutschland?
Ausgerechnet die katholischen Iren: Erst vor zwei Jahren wurde in
Irland das strikte Abtreibungsgesetz gelockert, seit 1997 sind
Scheidungen erlaubt, seit Anfang der 90er-Jahre der Verkauf von
Kondomen. Allerdings schwindet der Einfluss der Kirche – nicht
zuletzt durch den ungeheuren Missbrauch
Gewerkschaften bilden keine homogene Gruppe. Es
gibt eine Kluft zwischen vielen der großen, im Deutschen
Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Arbeitnehmervertretungen wie
etwa der IG Metall, und kleineren Spartengewerkschaften wie der GDL.
Die Großen nennen die Kleinen schon mal abschätzig
"Standesvertretungen". Sie seien nur Sachwalter einer kleinen Gruppe,
verhielten sich unsolidarisch und schadeten dem Image der
Gewerkschaften generell. Und in der Tat: Das Vor
Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.
Das hat sich beim Kampf gegen die Terrormilizen des "Islamischen
Staates" (IS) wieder bestätigt. Wochenlang war von Erfolgen gegen den
IS die Rede. Angeblich stand die Mördertruppe kurz vor der Auflösung.
Jetzt erobern die gut organisierten Killer zwei strategisch wichtige
Orte im Irak und in Syrien, darunter die Oasenstadt Palmyra, die zum
antiken Weltkulturerbe zählt. Der IS, der in seiner militärischen
F&uu
Der Beschluss für ein Tarifeinheitsgesetz
gestern im Bundestag markiert einen schwarzen Tag in der Geschichte
der sozialen Marktwirtschaft. Mag der Unmut über das Machtbewusstsein
und die zweifelhaften Expansionsmotive der Lokführergewerkschaft groß
sein, der politische Eingriff in die Tarifautonomie birgt ein hohes
politisches Risiko, dessen Wirkung schlimmer sein könnte als der
Streik der Lokführer. Es sind nicht nur populistische
Oppositionspolitiker, sonde
Es ist der Moment, vor dem sich Ärzte fürchten:
wenn sie einem Menschen sagen müssen, dass er an Krebs erkrankt ist.
Mittlerweile enden diese Gespräche nicht immer in lähmendem Schweigen
– bei einigen Krebsarten werden die Therapien deutlich besser;
darüber können Arzt und Patient so bewusst reden, dass in einem
Zimmer, das plötzlich stickig schien, doch das Fenster aufgeht.
Selbst bei Lungenkrebs keimt Hoffnung. Immer mehr versteht die
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