Noch versucht die AfD im Südwesten ihren Schein
als eurokritische Akademikerpartei zu wahren: Neuer starker Mann im
Südwest-Landesverband ist der nun zum Petry-Vize aufgestiegene
Volkswirtschaftsprofessor Jörg Meuthen. Ein ausgleichender Mann, der
beim Landesparteitag Ende Juli versuchen wird, die tiefen Gräben
zwischen den verfeindeten Flügeln im Südwesten zuzuschütten, um den
Wählern bis zur Landtagswahl in acht Monaten zumindest den Ansatz von
Gesc
Der nächste Streik bei der Lufthansa bahnt sich
an. Viele Kunden werden genervt sein. Langsam – so scheint es –
werden Tarifstreitigkeiten bei der Lufthansa zum Dauerzustand.
Besonders ärgerlich, dass es ausgerechnet zur Urlaubszeit zu
Arbeitskämpfen kommen könnte. Natürlich kann sich die Lufthansa nicht
von einer Gewerkschaft in ihre unternehmerischen Entscheidungen
hineinreden lassen. Die sind Sache des Managements. Doch vielleicht
hätte es genützt, wenn
Eine gute Idee für ein neues Produkt zu haben –
das reicht zumeist nicht. Ohne Startkapital ist in der Regel kaum
etwas zu machen. Doch woher sollen kreative junge Leute, die eine
Innovation auf den Markt bringen wollen, das Geld nehmen? Insofern
ist der Vorstoß der Landesregierung nur zu begrüßen, die Gründung von
Kleinstunternehmen durch Hochschulangehörige finanziell zu fördern.
Die Erfahrung zeigt, dass die Banken dann eher geneigt sind, ihre
Zur&uum
Merkels Abneigung gegen klare Entscheidungen in
Krisenlagen ist im Fall von Griechenland ein Vorteil. Aktuell hat sie
die Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen einem Grexit mit
unabsehbaren Folgen und weiteren unverantwortbaren Finanz-Hilfen für
die Griechen. Warum sollte man da zugreifen? So tarierte Merkel
gestern das politische Kräfteparallelogramm mal wieder so aus, dass
keine schnellen Entscheidungen fallen können. Sie gab sich offen für
neue Vorschläge aus
Der Erfolg von Dirk Hilbert bei der
Oberbürgermeisterwahl in Dresden ist zweifellos in dieser
Deutlichkeit eine Überraschung. Das katastrophale Abschneiden der CDU
auch. Unionskandidat Markus Ulbig scheiterte schon im ersten Wahlgang
mit kläglichen 15 Prozent. Ulbig ist immerhin Innenminister im
Freistaat, wo die Union eigentlich "Staatspartei" ist. Doch die CDU
bekommt in den großen Städten kein Bein auf die Erde. Mit Dresden
verliert die Partei die letz
Schlankere Führungsstrukturen, kürzere
Entscheidungswege, Kontinuität bei den Kundenbetreuern sowie ein
Bekenntnis zu den Filialen und ihren Mitarbeitern in der Fläche: Mit
dieser Strategie will sich die Commerzbank positiv abheben von den
negativen Schlagzeilen wichtiger Konkurrenten, die sich Zug um Zug
aus der Fläche verabschieden. Internet und Präsenz in den Regionen
sind gleich wichtig, sagt man bei dem Kreditinstitut. Und: Dass man
der Konkurrenz keine
Pessimisten in Kiew vergleichen die aktuelle
Situation innerhalb der ukrainischen Regierung mit den Entwicklungen,
die in den Jahren 2005 bis 2007 das vom Westen massiv unterstützte
Regierungsteam aus Präsident Viktor Juschtschenko und
Ministerpräsidentin Julia Timoschenko immer weiter
auseinanderbrachte. Beide waren am Ende derart zerstritten, dass die
bereits damals angemahnten Reformen nicht umgesetzt wurden. Ein
ähnliches Bild liefern der jetzige Präsident Petr
Ein wenig erinnert das, was Kanzlerin Angela
Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel zum griechischen Trauerspiel
sagen, an das aus Kriminalfilmen bekannte Modell "guter Polizist,
böser Polizist". Nur mit nicht immer klar verteilten Rollen. Merkel
lässt, auch jetzt nach dem sonntäglichen Nein der Griechen zur
Fortsetzung des Rettungsprogramms der "Troika", keine Gelegenheit
aus, um nicht die "offenen Türen" für Athen zu beschwören.
Geld ist nur Papier und eine Währung nur ein
Versprechen – auf die Stabilität des Systems, das sie ausgibt. Dieser
Grundsatz gilt auch für den Euro. Wenn nun die Erpressungsmethode von
Alexis Tsipras Erfolg haben sollte, zerbricht die Gemeinschaft, die
die Grundlage der Gemeinschaftswährung ist. Dann verliert der Euro in
der Folge seinen Wert und wird weich. Weil das nicht kommen darf,
muss jetzt Schluss sein mit dem bösen Spiel. Das ist das
Griechisch-Tragische an d
Die Bezahlung der in neuen Regionalgesellschaften
beschäftigten Zusteller wird auch künftig nicht nach dem hoch
dotierten Haustarifvertrag der Post erfolgen, sondern nach den für
die Logistikbranche geltenden, deutlich niedrigeren Vereinbarungen.
Hinzu kommt, dass es, anders als von der Gewerkschaft gefordert,
keine Arbeitszeitverkürzung geben wird und auch die Lohnerhöhung
recht bescheiden ausfällt. Daran ist Verdi nicht unschuldig. Die
Gewerkschaft hat an