Lausitzer Rundschau: Kein Hauch von Menschlichkeit Russland und Flüchtlingskrise

Russische Waffen retten die Menschheit, brüllte
der bei Hofe wohlgelittene rechtsradikale Einheizer Wladimir
Schirinowski am Mittwoch anlässlich des Feiertags der nationalen
Einheit in Russland. Vereint und unbesiegbar, lautete die Parole.
Beruhigend – bald ist die Welt befreit. Solange bomben Assad und
Richtkanonier Putin weiter. Anschwellende Flüchtlingsströme scheinen
sie zu beflügeln. Nur eine Handvoll Ausgebombte verschlägt es nach
Russland, doch selbst

Lausitzer Rundschau: Er läuft und läuft Neues vom VW-Abgas-Skandal

Der alte Werbeslogan von Volkswagen, "er läuft und
läuft", gilt inzwischen auch für den VW-Skandal. Immer neue
Manipulationen kommen ans Tageslicht, jetzt auch bei Benzinern.
Zugute halten muss man dem Konzern, dass er es mit seiner
Aufklärungs- und Transparenzoffensive ernst meint. Die
"Unregelmäßigkeiten" bei den CO2-Werten haben die Wolfsburger selbst
öffentlich gemacht. So vorzugehen, ist freilich ein absolutes Muss.
Ansonsten wir

Rheinische Post: Kommentar: Wagenburg Volkswagen

Was ist von einem Konzern zu halten, der
erklärt, zwei Milliarden Euro zu brauchen, weil 800.000 Autos mehr
CO2 ausstoßen als bekannt – es aber offenlässt, ob Kunden eine
Entschädigung erhalten für damit verbundenen zu hohen Spritverbrauch.
VW hat auch schon am 2. September gegenüber der US-Regierung
zugegeben, bei Dieselmotoren manipuliert zu haben. Die Bürger
erfuhren das erst 14 Tage später. Dies alles zeigt: VW ist eine
Wagenburg, die aufgebroch

BERLINER MORGENPOST: Mehr als nur Tierschutz – Kommentar von Andreas Abel

Der Senat finanziert eine Professorenstelle an der
Freien Universität, um die Erforschung von Alternativen zu
Tierversuchen zu fördern. Dafür werden zwar nur 400.000 Euro aus dem
Etat von Verbraucher- und Tierschutzsenator Thomas Heilmann (CDU)
genommen, aber immerhin: Es ist ein Zeichen.

Glaubt man namhaften Pharmakologen wie der FU-Professorin Monika
Schäfer-Korting, können wir auf Tierversuche in der medizinischen
Forschung nicht völlig verzichten. Zum

Börsen-Zeitung: Abschied vom Tafelsilber, Kommentar zur Japan Post von Martin Fritz

Déjà-vu an der Tokioter Börse: 1987 wollte der
damalige Regierungschef Yasuhiro Nakasone die Aktie als Anlage in
Japan populär machen. Dafür brachte er den Telekom-Monopolisten NTT
an die Börse. Private Anleger rissen sich um die Papiere. Der
Aktienkurs von NTT stieg rasend, bis die Blase zwei Jahre später
brutal platzte. Eine Generation von privaten Anlegern hatte sich die
Finger verbrannt und kehrte nie wieder an die Börse zurück.

Knap

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: OECD-Bericht zu Gesundheitskosten Politisch gewollt PETER STUCKHARD

In seiner Essenz enthält der OECD-Bericht zwei
Botschaften. Eine alte Kamelle: In einer Gesellschaft, in der
Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, und Diabetes
grassieren, ist das Gesundheitssystem halt teuer. Gelebt, geraucht,
gefuttert und gesoffen und dann auf den Doktor und die segensreichen
Produkte der Pharmaindustrie hoffen. Das kostet. Und eine, die erst
bei genauem Hinsehen deutlich wird: Die höheren Krankenkassenbeiträge
für Arbeitnehmer

Rheinische Post: Kommentar: Spiritueller Missbrauch

Wer erinnert sich noch daran, was Ende Oktober
die Welt der Gläubigen zu bewegen schien? Die Familiensynode, die der
katholischen Kirche das Gefühl von Aufbruch geben und dem Pontifikat
von Papst Franziskus einen Weg in die Zukunft weisen sollte. Selbst
die "Nicht-Ergebnisse" der Synode spielen schon jetzt keine Rolle
mehr. Weil der Vatikan wieder einmal geschüttelt wird von
Verschwendungs-, Luxus- und Finanzskandalen und das Gegenteil von dem
lebt, was seine Angeh&

Rheinische Post: Kommentar: Die Polizei braucht mehr Personal

Die Polizei in NRW hat im vergangenen Jahr
bewiesen, dass sie den kriminellen Banden etwas entgegenzusetzen hat.
Erstmals seit vielen Jahren gingen 2014 die Einbruchszahlen wieder
zurück. Ein Erfolg, der auf akribische kriminalistische Basisarbeit
und enorme Anstrengungen in der Prävention zurückzuführen war. Doch
nun steigen die Zahlen wieder deutlich. Es droht sogar ein neues
Rekordjahr mit den meisten Einbrüchen in der Geschichte des Landes,
sollte sich die Entw