Börsen-Zeitung: Verflixtes siebtes Jahr, Kommentar zur Aktienhausse von Christopher Kalbhenn

Das aktuelle Börsenjahr wird als eines der
spektakulärsten in die Finanzmarktgeschichte eingehen. So viel steht
nach nur etwas mehr als zwei Monaten fest. Strategen werden es
wahrscheinlich auch als verflixtes siebtes Jahr des im März 2009
gestarteten Bullenmarktes in Erinnerung behalten. Denn die
spektakuläre, in ihrem Ausmaß völlig unerwartete Hausse des Dax hat
sämtliche Erwartungen, d.h. auch die kühnsten Prognosen für das
Jahresende, scho

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Bürgermeister tritt nach Neonazi-Anfeindungen zurück Alleingelassen Johann Vollmer

Es ist nicht zu fassen. In Deutschland sieht ein
entkräfteter Bürgermeister seinen letzten Ausweg im Rücktritt, weil
er sich den öffentlichen Pöbeleien, Anfeindungen und
Bedrohungsszenarien durch Neonazis nicht mehr aussetzen will. Weil er
es dulden musste, dass die braunen Kohorten vor seinem Wohnsitz
aufmarschierten – unter dem Deckmäntelchen des Demonstrationsrechts.
Dass Behörden ihre eigenen Staatsvertreter und deren Familien mit
ihren Ängsten so

Rheinische Post: Korrektur – bitte diese Fassung verwenden!! Belastung für den engagierten Sport

Es ist Ausdruck von Hilflosigkeit, wenn die
Gemeinden Flüchtlinge in Sporthallen unterbringen. Handball-,
Volleyball- und Badmintonfelder eignen sich nicht für eine würdige
Versorgung von Menschen, die unter großem Leid ihre Heimat verlassen
mussten. Die Unterbringung dort ist auch eine große Belastung für den
Vereinssport. Betroffen ist ausgerechnet jener Bereich unserer
Gesellschaft, dessen ehrenamtlich tätige Trainer und Übungsleiter
Wesentliche

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Wieder Streit um Rente mit 63 Unfug Alexandra Jacobson, Berlin

Muss man sich allmählich doch Gedanken über den
Zustand der Großen Koalition machen? Wenn ein Ehepaar immer und ewig
über dieselben Themen streitet, dann rät der Fachmann zur
Paartherapie und irgendwann einmal zur Scheidung. Es kann doch
eigentlich nicht wahr sein, dass sich der Wirtschaftsflügel der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion immer noch über die Rente mit 63 nach 45
Beitragsjahren aufregt. Zur Erinnerung: Diese steht im
Koalitionsvertrag. Gemeinsam mit

Schwäbische Zeitung: Kritik und Selbstkritik

Peer Steinbrück ist als Kanzlerkandidat
gescheitert, und er ist zu gescheit, um nicht im hinterher den
Kardinalfehler seiner Kandidatur zu erkennen. Vereinfacht gesagt,
stellte die SPD 2013 ein eher linkes Programm mit einem eher rechten
Kandidaten vor, der eitel genug war, die Kandidatur nicht
auszuschlagen. Steinbrück fügte sich in das Korsett der SPD, tut aber
jetzt munter kund, dass die Rente mit 63 ein Fehler war. Das mag in
der Sache richtig sein, vom Stil her ist es f

Schwäbische Zeitung: Radikale Positionen

Wahrscheinlich ist es an der Zeit, der
Regierung in Athen zu erklären, dass ihre Sorgen – und damit auch die
Probleme Europas – nicht durch Erpressung oder Drohungen zu lösen
sind. Wäre die Lage nicht so dramatisch, man könnte die Sprüche des
griechischen Verteidigungs- wie des Finanzministers als rhetorisches
Rowdytum abtun. Ausweispapiere an Flüchtlinge verteilen, damit diese
dann nach Deutschland reisen könnten, oder die Warnung vor Neuwahlen
beschleun

Schwäbische Zeitung: Ein Gewinn für Stuttgart 21

Die Macht der Fakten bestimmt die aktuelle
Diskussion um Stuttgart 21 und darum, wer denn nun ein Stück weit
abrücken kann von seinen Prinzipien. Angesichts der
Milliardeninvestitionen in dieses Infrastrukturprojekt mit Folgen für
viele Jahrzehnte war es höchste Zeit für mehr Sachlichkeit und
weniger Rechthaberei. Eines sollte dabei nicht übersehen werden. Die
Wahrheit liegt näher bei den Skeptikern als bei den Befürwortern. Die
vor dem Volksentscheid

Schwäbische Zeitung: Ein Gewinn für Stuttgart 21

Die Macht der Fakten bestimmt die aktuelle
Diskussion um Stuttgart 21 und darum, wer denn nun ein Stück weit
abrücken kann von seinen Prinzipien. Angesichts der
Milliardeninvestitionen in dieses Infrastrukturprojekt mit Folgen für
viele Jahrzehnte war es höchste Zeit für mehr Sachlichkeit und
weniger Rechthaberei. Eines sollte dabei nicht übersehen werden. Die
Wahrheit liegt näher bei den Skeptikern als bei den Befürwortern. Die
vor dem Volksentscheid

Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Ein Mann, mit dem Finanzminister Varoufakis und
Premier Tsipras Politik machen wollen, ihr Verteidigungsminister
Panos Kammenos von der nationalkonservativen Partei "Unabhängige
Griechen", sieht es so: Bringt ihr kein Geld zu uns, bringen wir
Europas Flüchtlinge zu euch. Wer das als Fantasie eines
Rechtspopulisten betrachtet, hat sich getäuscht oder nicht richtig
zugehört. Denn auch der stellvertretende Innenminister von der linken
Syriza sagte letzte Woche ni

Mitteldeutsche Zeitung: zu Europa-Armee

Was die Ministerin das "Verflechten von Armeen"
nennt, ist eine sicherheitspolitische Vision aus dem Geist der
knappen Kassen. Aber wenn – wie in dem alten Witz – der Blinde und
der Lahme ihre Fähigkeiten zusammenwerfen, sind sie deshalb schon
eine respektheischende Erscheinung? Aus gutem Grund hat die Nato die
Selbstständigkeit der nationalen Armeen nicht angetastet. Die
Kontrolle der Bundeswehr durch den Bundestag ist der deutschen
Geschichte geschuldet. Sind wir sch