Ausgerechnet die Konrad-Adenauer-Stiftung stellt
eine neue Studie vor, deren Fazit lautet: Kinder profitieren von
berufstätigen Müttern. Dabei ist es doch ein Leitmotiv konservativer
Familienpolitik, dass es dem Nachwuchs schadet, wenn die Mama
arbeiten geht. Zuletzt wurde dieses Thema beim Betreuungsgeld
erbittert diskutiert. Natürlich wirft die Studie Fragen auf. Die
schulischen Leistungen sind besser und die Gymnasialquoten sind
höher, wenn die Mutter berufstät
Wir werden um Ihr Vertrauen kämpfen – das hat der
Volkswagen-Konzern seinen Kunden schriftlich versprochen, kurz
nachdem die US-Umweltbehörde EPA den Abgasskandal ins Rollen gebracht
hatte. Das ist ein paar Wochen her, und seitdem rollt VW unter
Missachtung des Tempolimits von einer Peinlichkeit in die nächste.
Versprechen gebrochen! Es geht jetzt um organisierten Betrug. Das
Unternehmen, das mal größter Automobilhersteller auf dem Globus
werden wollte (das wird
Fakt ist: Der VW-Skandal trifft die deutsche
Wirtschaft ins Mark. Es geht um das "Made in Germany" und die damit
verbundene deutsche Ingenieurkunst, die bislang weltweit für Können
und Vertrauen gleichermaßen stand. Und es geht nicht um irgendein
Unternehmen, sondern um Deutschlands größten Konzern.
Elf Millionen Autos des Volkswagen-Konzerns
sind, nach aktuellem Kenntnisstand, weltweit mit manipulierender
Software unterwegs. Da kommt es auf die 800 000 zusätzlichen
Fahrzeuge, von denen man seit Dienstagabend weiß, kaum noch an –
könnte man achselzuckend und mit einer Portion Sarkasmus die neuesten
Offenbarungen zur Kenntnis nehmen. Sollte man aber nicht. Denn wie
gravierend die Unklarheiten um eine Software beim Dreiliter-Diesel
sind, ist momentan kaum einzuschät
Früher, im Mittelalter, da haben die Menschen
jeden Unfug geglaubt, aber dann kam die Aufklärung, und seither wird
unser Weltbild vom Licht der reinen Fakten beleuchtet. So sieht es
mancher Zeitgenosse – und verkennt, dass die Moderne sich gerne ins
Dämmerdunkel der Höhle zurücksehnt, in der Gerüchte und
Verdächtigungen prächtig gedeihen. Der Vatikan war stets ein
dankbares Objekt für Vorwürfe jeder Art. Dank Film und Fernsehen und
Ko
Hilfloser kann eine Bundesbehörde kaum
auftreten. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat von Verkehrsminister
Alexander Dobrindt den Auftrag erhalten, den VW-Skandal um falsche
Abgaswerte aufzuarbeiten, soll neue Prüfwerte für alle betroffenen
Modelle ermitteln. Eine Farce. Denn auf die Frage, warum dem KBA
die höheren Werte nicht schon früher aufgefallen sind, antwortete ein
Sprecher: »Da befinden sich die Kollegen in einer Phase des
Erkenntnisgewinns.&laqu
"Made in Germany" bleibe ein Gütezeichen, an dem
auch die Vorfälle bei VW nichts änderten, sagt Angela Merkel tapfer.
Doch die neuen Vorwürfe, dass der deutsche Vorzeigekonzern jetzt
neben manipulierten Abgaswerten auch beim zwar für Menschen
unschädlichen, jedoch das Klima stark belastenden Kohlendioxid
geschummelt haben dürfte, könnten den Eindruck nähren, dass Merkel
sich – neben dem Ausmaß der Flüchtlingskrise – in weni
Russische Waffen retten die Menschheit, brüllte
der bei Hofe wohlgelittene rechtsradikale Einheizer Wladimir
Schirinowski am Mittwoch anlässlich des Feiertags der nationalen
Einheit in Russland. Vereint und unbesiegbar, lautete die Parole.
Beruhigend – bald ist die Welt befreit. Solange bomben Assad und
Richtkanonier Putin weiter. Anschwellende Flüchtlingsströme scheinen
sie zu beflügeln. Nur eine Handvoll Ausgebombte verschlägt es nach
Russland, doch selbst
Der alte Werbeslogan von Volkswagen, "er läuft und
läuft", gilt inzwischen auch für den VW-Skandal. Immer neue
Manipulationen kommen ans Tageslicht, jetzt auch bei Benzinern.
Zugute halten muss man dem Konzern, dass er es mit seiner
Aufklärungs- und Transparenzoffensive ernst meint. Die
"Unregelmäßigkeiten" bei den CO2-Werten haben die Wolfsburger selbst
öffentlich gemacht. So vorzugehen, ist freilich ein absolutes Muss.
Ansonsten wir