Welcome – willkommen." Die beiden
Begrüßungsworte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für
Kanzlerin Angela Merkel hatten Symbolgehalt. Sie erinnern an die
deutsche Willkommenskultur vom Herbst, als die Türkei die Flüchtlinge
zu Hunderttausenden nach Europa ließ. Inzwischen funktioniert das
EU-Türkei-Abkommen – zumindest oberflächlich: Der Weg per Boot nach
Griechenland ist weitgehend blockiert. Viele Erwartungen in
Deutsc
Die Präsidentenwahl in Österreich ist
entschieden, aber geklärt ist nichts. Der hauchdünne Ausgang der
Abstimmung hat die politische Zerrissenheit des Landes deutlich
gemacht, deren Überwindung die wichtigste Aufgabe des frischgewählten
Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen sein muss. Ob der Ex-Grüne
es schaffen kann, die tiefe gesellschaftliche Kluft zu überbrücken,
ist leider zu bezweifeln. Zu unvereinbar scheinen die Welten, in
denen
Bayer-Chef Werner Baumann startet mit der
Monsanto-Übernahme eine riskante Wette: Bayer will als Nummer drei
der Agrochemie nicht nur die Nummer eins übernehmen und den teuersten
Deal der deutschen Wirtschaftsgeschichte wagen – Bayer will sich
ausgerechnet den umstrittensten Konzern einverleiben. Hersteller von
Agent Orange und Glyphosat, größter Genpflanzenhersteller der Welt:
Bayer ist auf gutem Weg, sich für 62 Milliarden Dollar ein denkbar
schlechtes Image ein
"Lieber Werner Baumann, do it your way!" Mit
diesen Worten hatte Marijn Dekkers, der zum 1. Mai ausgeschiedene
Bayer-Chef, die handschriftliche Notiz bei der traditionellen
Übergabe des Staffelstabs an seinen Nachfolger versehen. Wie sich
zeigt, ist Baumann durchaus gewillt, einen neuen Weg einzuschlagen.
Mit der 62 Mrd. Dollar schweren Offerte für Monsanto, den weltgrößten
Saatguthersteller, versucht sich Bayer nicht nur an der größten
Akquisition
Viel ist gemutmaßt worden über Angela Merkels
Haltung gegenüber Recep Tayyip Erdogan, viel Bösartiges darunter. Vor
allem, dass sie ihre demokratische Seele dafür verkauft habe, der
Türkei die Lösung des Flüchtlingsproblems zu überlassen. Dass sie
kusche. Wer Angela Merkel kennt, wusste, dass das Quatsch ist. Die
Kanzlerin hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, wenn es
wichtig ist. Das war schon bei Guantanamo gegenüber den USA
Selbst wenn FPÖ-Kandidat Norbert Hofer um
Haaresbreite sein Ziel verfehlt hat, Österreichs neuer
Bundespräsident zu werden, hat er seine Bewerbung zu einem massiven
Misstrauensvotum gemacht. Ein engagierte Europapolitik zählt nunmehr
auch in der Alpenrepublik zu den verflossenen
Selbstverständlichkeiten. Dort stehen nach der jüngsten
Eurobarometer-Erhebung gerade noch 26 Prozent der Bürger
vertrauensvoll hinter der EU. Im Sinn der überwiegenden Stim
Die Bundeskanzlerin bleibt ihrer bekannten Linie
treu. Sie redet mit dem angehenden Alleinherrscher Recep Tayyip
Erdogan, der Journalisten ins Gefängnis sperrt und die Verfolgung
unliebsamer Abgeordneter gesetzlich ermöglicht. Von der Rolle der
Türkei im Syrienkrieg oder dem Krieg der Regierung gegen die Kurden
und der Klagewelle Erdogans gegen Kritiker muss man auch sprechen.
Kurz: Der türkische Präsident kann keinerlei Gemeinsamkeiten mit den
Werten vorweisen, di
Der gute Wille ist zweifellos vorhanden. Allein
das Kapitel zur inneren Sicherheit in der Koalitionsvereinbarung von
Union und SPD erstreckt sich über zehn Seiten, gespickt mit löblichen
Vorsätzen. Der Schutz vor Wohnungseinbrüchen solle verbessert werden,
ist das zum Beispiel zu lesen. Doch die Wirklichkeit sieht leider
ganz anders aus. Nach der aktuellen Kriminalitätsstatik ist die Zahl
der Wohnungseinbrüche auf den höchsten Stand seit mehr als zwei
Jahr
Was war das für ein albernes Kasperletheater?
Da geht nach einer Stunde der groß angekündigte AfD-Islam-Austausch
unversöhnlich zu Ende, und die Gesprächspartner streiten hinterher
schlimmer als zuvor. Was im normalen Leben als Scheitern verbucht
würde, kann aber in diesem Fall als Erfolg gewertet werden. Denn die
Inszenierung ist geglückt, das mediale Interesse gesichert, und vor
den Kameras konnten AfD-Vorsitzende Frauke Petry und Aiman Mazyek,
Zentra