Sonntag bekommt Recep Tayyip Erdogan eine
dringend notwendige Nachhilfestunde in Demokratie: Ohne Angst vor
Repressalien haben zu müssen dürfen in Deutschland Zigtausende
(Deutsch-) Türken demonstrieren – obwohl es der Mehrheit der
Deutschen überhaupt nicht passt, dass sie sich für einen Despoten
starkmachen. Für einen Mann, der 18 000 seiner Landsleute eingesperrt
hat und sie nun auch noch enteignet. Bis hin zu Politikern haben
manche in den vergangenen Tagen
Es gehört schon lange zum gewohnten Bild. Wenn
Unternehmen in der Quartalsberichtssaison ihre Zahlen vorlegen, ist
in beeindruckender Häufigkeit und Regelmäßigkeit in den Schlagzeilen
zu lesen, dass die Erwartungen der Analysten und des Marktes
übertroffen worden sind. Fleißige Datensammler berechnen das
Verhältnis der positiven und negativen Ergebnisüberraschungen und
kommen zu überaus erfreulichen Werten. Daraus schließen dann Medien
Einige Deutsch-Türken flüchten sich in diesen
Tagen in Galgenhumor. Kurz nachdem der Fußballer Bastian
Schweinsteiger seinen Austritt aus der Nationalmannschaft erklärt
hat, meldete sich ein Freund, Eltern aus Anatolien. Schweinsteiger
sei nun endgültig reif für einen Wechsel in die Türkei, sagte er zu
mir. Gerne zu Fenerbahçe Istanbul – schöne Stadt, kaum Steuern.
Außerdem könne Schweinsteiger bei der Gelegenheit gleich erklä
Nach der Poesie des Barack Obama nun also die
Prosa von Hillary Clinton. Nach den mitreißenden Himmelsstürmereien
des ersten Afro-Amerikaners im Weißen Haus nun die abgehangenen
Rezepte der erfahrensten weißen Hausfrau in Amerikas Politik-Küche.
Hillary Clintons Antrittsrede für die Präsidentschaftskandidatur in
Philadelphia stellt Amerika vor eine Abwägung: Ich – oder wir?
Clinton steht für das Gemeinsame. Ihr Konkurrent Donald Trump
verspr
Wirtschaftlich, politisch und militärisch wird man
noch in etlichen Bereichen miteinander kooperieren können. Besser
gesagt müssen. Aber auf einer Ebene muss die Zusammenarbeit mit der
Türkei sofort und komplett enden: im Justizwesen. Der lange Arm von
Erdogan darf nicht bis in deutsche Gerichtssäle reichen. Denn seit im
türkischen Justizapparat eine Grundsäuberung gegen Andersdenkende
erfolgt, kann er nicht mehr als unabhängig betrachtet werden. Er is
Die Razzia gegen das Großbordell "Artemis" wurde
von vielen Berlinern goutiert. Endlich gehen Polizei und
Staatsanwaltschaft mal gegen Auswüchse der Prostitution vor, so
meinten sie. Doch der Großeinsatz könnte zu einer peinlichen Schlappe
für die Staatsanwaltschaft werden. Von den Vorwürfen scheint nach
derzeitigem Sachstand nicht viel übrig zu bleiben. Justizsenator
Thomas Heilmann (CDU) will sich dazu nicht äußern. Richtig ist: Da
Es rumort in der CSU. Der Konflikt mit Kanzlerin Angela Merkel
schwelt ständig unter der Oberfläche und entlädt sich mit
Regelmäßigkeit. Dieses Mal war es Finanzminister Markus Söder, der
seiner Enttäuschung über die jüngsten Äußerungen der CDU-Chefin zu
den Terrorattentaten und zur Flüchtlingspolitik Luft machte. Zu wenig
konkret, sehr schwammig, lautet das Urteil zu de
Ginge es nach den meisten von uns Deutschen (oder Europäern, oder
den meisten freiheitlich-demokratischen, nicht
populisten-freundlichen, nicht autokratischen Staaten der Welt), dann
wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, die Wahl in den Vereinigten Staaten
für beendet zu erklären. Wir hätten jetzt unsere Kandidatin. Hillary
Clinton ist nominiert, hat ihre Nominierung angenommen und könnte
jetzt eigentlich Pr&a
Das Bild vom blutenden Schweinsteiger, der im
siegreichen WM-Finale 2014 gegen Argentinien immer wieder aufsteht,
wird im kollektiven Gedächtnis bleiben. Aber mit eben jenem WM-Finale
begann auch der Abstieg von Schweinsteiger. Für den FC Bayern, seinen
Heimatverein, war er nicht mehr gut genug. Auch in der
Nationalmannschaft gibt es inzwischen deutlich bessere Optionen als
den dauerverletzten Mittelfeldlenker. Schweinsteiger hat das erkannt
und gerade noch rechtzeitig einen saub
Nach den Parteitagen von Republikanern und
Demokraten, die jetzt zu Ende gegangen sind, ist klar: Der Ausgang
des Duells zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wird auch die
Frage beantworten, mit welchem Amerika es die Welt in den kommenden
vier Jahren zu tun bekommt. Ist es das Amerika, das sich der Angst
hingibt und sich einigelt, wie es Trump vorschlägt? Oder ist es das
Amerika, das dem Optimismus Vorrang einräumt, wie es Clinton offenbar
will?