EU-AML/KYC: Seminar zur Umsetzung des 6. EU-AML-Pakets in Compliance und Geldwäscheprävention

EU-AML/KYC: Seminar zur Umsetzung des 6. EU-AML-Pakets in Compliance und Geldwäscheprävention
 

Neue EU-AML-Anforderungen in bestehende Strukturen überführen

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die regulatorischen Anforderungen zunächst präzise zu bestimmen und ihre Auswirkungen auf bestehende Abläufe zu analysieren. Dazu gehören Gap-Analysen ebenso wie Anpassungen der schriftlich fixierten Ordnung, die Abstimmung von Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen erster und zweiter Verteidigungslinie sowie mögliche Auswirkungen auf IT-Systeme und Prozesse.

Für die praktische Umsetzung des 6. EU-AML-Pakets spielt zudem das interne Kontrollsystem (IKS) eine wichtige Rolle. Prozessinhärente Risiken müssen identifiziert, Kontrollen zugeordnet und mögliche Kontrolllücken oder Redundanzen erkannt werden. Gleichzeitig sind risikobasiert gesteuerte Überwachungshandlungen des Geldwäschebeauftragten und eine revisionssichere Dokumentation zu berücksichtigen.

KYC, Sanktionen und Automatisierung zusammendenken

Die Umsetzung der EU-AML-Anforderungen betrifft auch die Ausgestaltung von KYC-Prozessen. Die erforderliche KYC-Tiefe ist risikobasiert festzulegen – von vereinfachten über allgemeine bis zu verstärkten Sorgfaltspflichten. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Prozesse in Vertrieb und Backoffice effizient organisiert und durch Automatisierung, externe Provider oder den Einsatz von KI unterstützt werden können.

Eine weitere Schnittstelle entsteht zwischen KYC und Sanktionsanforderungen. Betroffen sein können Kunden, Produkte, Transaktionen und interne Prozesse. Kundenscoring einschließlich Sanktionsrisiken sowie die Entwicklung eines Client-Lifecycle-Managements gehören deshalb zu den Themen, die im Seminar im Zusammenhang mit der Geldwäscheprävention behandelt werden.

Inhalte des Seminars zum 6. EU-AML-Paket

Im Seminar werden unter anderem folgende fachliche Themen behandelt:

Analyse der neuen EU-AML-Anforderungen und erforderliche Vorbereitungsmaßnahmen
Anpassung der schriftlich fixierten Ordnung im AML-/KYC-Kontext
Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems mit GwG-Relevanz
risikobasierte Bestimmung der KYC-Tiefe und Automatisierung von KYC-Prozessen
Verzahnung von Sanktionsanforderungen und Geldwäscheprävention
Dynamisierung von Compliance-Risikoanalyse und Compliance-Risikostrategie
Anforderungen an Dokumentationsstandards und revisionssichere Umsetzung
Datenanforderungen und Geldwäscheprävention im regulatorischen Berichtswesen

Damit adressiert das Seminar sowohl regulatorische als auch organisatorische und prozessuale Fragestellungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Überführung regulatorischer Vorgaben in tragfähige Prozesse, Kontrollen und Strukturen – auch unter Bedingungen knapper Ressourcen und regulatorischer Unsicherheit.

Relevant für Compliance, Geldwäscheprävention und Risikomanagement

Das Thema richtet sich insbesondere an Compliance- und Geldwäschebeauftragte und deren Mitarbeitende sowie an Fachkräfte aus Anti-Financial-Crime, Recht, Business Management und Interner Revision. Ebenfalls angesprochen sind Beratende und Prüfende sowie Personen, die sich aus Compliance-, Advisory- oder Risikomanagement-Perspektive mit Geldwäscheprävention und KYC beschäftigen.

Als Referenten wirken Jens Dieckerhoff und Peter D. Metzker von der Commerzbank AG mit. Dieckerhoff verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bankwesen und beschäftigt sich unter anderem mit regulatorischen Regelwerken, Sanktionsmaßnahmen sowie Geldwäsche- und KYC-Prozessen. Metzker verfügt über mehr als 25 Jahre Bankerfahrung mit Schwerpunkten im Compliance- und Revisionsumfeld sowie bei regulatorischen Anforderungen, Prüfungen, Sanktionen und Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Termin der Online-Veranstaltung

Das Seminar „EU-AML/KYC: Komplexität proaktiv managen – 6. EU-AML-Paket: Was ist jetzt zu tun?“ findet am 9. Dezember 2026 von 9:30 bis 17:30 Uhr als Online-Veranstaltung statt.