Es war ein Doppelsieg der Taliban: Zunächst griff
eine Gruppe ihrer Kämpfer das Parlament in Kabul an, tötete fünf
Menschen und versetzte die ganze Volksvertretung in Angst und
Schrecken. Wenig später nahmen die radikal-islamischen Aufständischen
einen weiteren Distrikt im Norden das Landes ein. Auf dem Platz im
Herzen des Archi-Distrikts wehte die Fahne der Taliban, ausgebrannte
Fahrzeuge der afghanischen Polizei waren die einzige Spur, die von
der Zentralreg
Die Sorge vor einem neuen "Kalten Krieg" darf
nicht dazu führen, dass innerhalb der Nato einige, darunter die
Deutschen, die Augen vor dem Auslöser der Eskalation verschließen:
Russlands Einverleibung der Krim und seine aktive Verstrickung in den
Ostukraine-Konflikt. Das militärisch-aggressive Verhalten Moskaus
zwingt zu einer Neubewertung der Sicherheitslage, vor allem in den
osteuropäischen Nato-Staaten. Sie brauchen mehr Schutz als bisher,
sonst ist d
Je länger die Regierung am Hindukusch auf sich
alleine gestellt ist, umso stärker drängt sich die Frage auf, was die
westlichen Militärs von 2001 bis 2014 eigentlich getan haben. Sie
schufen afghanische Sicherheitskräfte von rund 330 000 Mann, die
Kabul gar nicht finanzieren kann. Sie halfen bei der Ausbildung von
Spezialkräften, denen die Talibanmilizen nichts entgegenzusetzen
haben. Aber die Elitesoldaten erhielten Trainingshubschrauber, die
bei kleinstem Tr
Fregatten und U-Boote gegen Nussschalen: Die EU
sagt den Schleusern, die für viel Geld verzweifelte Menschen aus
Syrien oder Libyen wie Vieh auf abgetakelten Schiffen
zusammenpferchen und vor Italiens Küste ihrem Schicksal überlassen,
den Kampf an. Erst sollen Wege und Strategien der Banden
ausgeforscht, dann die Schiffe selbst zerstört werden. Mit dieser
Politik will die EU Schleuser abschrecken und gegenüber der eigenen
Bevölkerung, die zu viele Einwandere
Verteidgungsministerin Ursula von der Leyen war
eine der ersten, die gemerkt haben, dass Pentagon-Chef Ashton
Charter bei seinem Antrittsbesuch in Deutschland Tacheles redet.
Über die Situation in der Ukraine, die Verstärkung der
konventionellen Verteidigungsbereitschaft der osteuropäischen
Nato-Staaten und die Erwartungen an die transatlantischen Partner.
»Ash« wie ihn Insider nennen, ist dafür gefürchtet, zu reden, wie
ihm der Schnabel gewachse
Was auch immer die Behörden sich gedacht haben,
als sie Ahmed Mansur bei der Ausreise aus Deutschland festnahmen: Es
ist gut, dass dieser Fehler nun revidiert wurde. Mansur war wegen
einer Tat verurteilt worden, die er nicht verübt haben will. Das
mögen die meisten Angeklagten behaupten. Aber Mansur hatte nicht
einmal Gelegenheit, sich zu verteidigen. Die Verurteilung zu 15
Jahren Haft erfolgte in Abwesenheit – von derselben Justiz, die
Todesurteile in einer Frequenz ausspri
Die griechische Schuldenkrise beherrscht seit
Monaten die europäische Tagesordnung – und noch immer zeichnet sich
keine Lösung ab. Doch die Sorgen vor einem Grexit und den
unabsehbaren Folgen für die EU verstellen den Blick auf die Probleme,
die sich in der Union der 28 Mitgliedsländer auftürmen.
Da sind die Briten, die sich von Europa abkoppeln wollen und in
spätestens zwei Jahren über einen EU-Austritt abstimmen – ein
Alleingang Großbritanniens
Kritik und Lob kam vonseiten des Vorsitzenden des
Zentralrats der Muslime an der Verhaftung des Star-Reporters von
Al-Dschasira, Ahmed Mansur: "Viele haben Vertrauen in den Rechtsstaat
verloren, nur so kann ich mir die Hysterie und auch echte Angst
erklären, dass einige dachten, der Journalist Ahmed Mansur wird
ausgeliefert, das hat mich nachdenklich gemacht", sagte Aiman Mayzek
dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). "Fraglich finde ich,
dass er
Sigmar Gabriel kann seine SPD in Sachen
Vorratsdatenspeicherung nur mit Mühe und Not unter Kontrolle bringen,
Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ist mit seiner Maut richtig
auf die Fresse geflogen, die CDU tut beim Thema »Ehe für alle« alles
dafür, um ihren Ruf als piefige Provinzpartei zu stärken. TTIP,
Asylpolitik, Gewehre, die nicht geradeaus schießen können,
NSA-BND-Affäre, Erpressung Griechenlands, Ukraine-Konflikt…
Baustellen ha
Montag, 29. Juni 2015, 23.15 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung
Der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier agiert in einer Welt
voller Krisen, Konflikte und Kriege: Flüchtlingsdramen im Mittelmeer,
die drohende Griechenland-Pleite, der ungebremste Terror der IS, die
Machtkämpfe um die Ost-Ukraine. Steinmeier ist am Montag, 29. Juni,
23.15 Uhr, in der Gesprächssendung "Vis-à-vis" (Erstausstrahlung) zu
Gast bei Frank A. Meyer. In einem pers&oum