Juso-Vorsitzender Vogt: „Erwarte von der SPD deutlich mehr“/ Vermögensabgabe gegen Staatsschulden

Bonn/Essen, 17. September 2012 – Sascha Vogt hat auf
dem Zukunftskongress der SPD Weichenstellungen zu Euro-Krise und
Rentensystem vermisst. In der Euro-Krise müsse man deutlich machen,
dass man eine andere Politik wolle. "Weil das, was Angela Merkel als
Lügenmärchen erzählt, dass es eine Auseinandersetzung zwischen
fleißigen Deutschen und faulen Griechen ist, nicht stimmt. Weil es
hier um Verteilungsfragen geht. Deswegen erwarte ich gerade in dem
Feld von d

Lausitzer Rundschau: Nicht auf den Leim gehen Rechtsextreme wollen das umstrittene Muslim-Video zeigen

Mit Verweis auf die Kunst- und Meinungsfreiheit
wollen Rechte jetzt also das umstrittene Muslim-Video in Deutschland
öffentlich zeigen und offenbar auch noch einen amerikanischen
Hass-Prediger einladen. Man darf sich von diesen Leuten nicht für
dumm verkaufen lassen. Denn genauso, wie Islamisten in aller Welt den
törichten Film jetzt für ihre Zwecke nutzen und missbrauchen,
versuchen die deutschen Rechtsextremen das auch zu tun. Schäbig ist
das. Schließlich g

Lausitzer Rundschau: Geduld als beste Waffe Zu den Gewaltausbrüchen im Nahen Osten

Der Westen – insbesondere die USA, aber auch die
EU – steht im Nahen Osten vor einer auf den ersten Blick unlösbaren
Aufgabe. Er kann sich auf seine Stärken berufen, auf Religions- und
Meinungsfreiheit, auf Toleranz und den Respekt vor dem menschlichen
Leben. Aber wahrgenommen wird solch eine Mahnung in der muslimischen
Welt als eine neue Form der unerwünschten Belehrung und kulturellen
Dominanz. Die Menschen in Ägypten, Libyen oder dem Irak werden
darüber hinaus

WAZ: Der starke, schwache Papst. Kommentar von Martin Gehlen

Schärfer konnten die Kontraste nicht sein.
Feuerstürme in arabischen Hauptstädten – westliche Botschaften
brennen, Diplomaten in Todesangst vor einem rasenden Mob. Und
inmitten dieses Flächenbrands aus Hass, Gewalt und Chaos der fragile
Besucher aus Rom: Papst Benedikt XVI. Einzig Beirut blieb während der
dreitägigen Visite eine Insel der Ruhe in einem Meer von Aufruhr und
Gewalt. Nebenan in Syrien tobt ein Bürgerkrieg, gleichzeitig blasen
die Radikalen d

Ein neuer Tigerstaat in Sicht? / Wirtschaftsminister Rösler besucht Vietnam

(gtai) Wenn Bundeswirtschaftsminister Rösler
morgen Vietnam besucht, ist die Reise so etwas wie eine Investition
in die Gegenwart und vor allem auch in die Zukunft. In die Zukunft,
weil Vietnam zu den Kandidaten der nächsten Generation von
Tigerstaaten zählt. Die wirtschaftlichen Potenziale sind immens.
Junge Unternehmensgründer nehmen gegenwärtig im Wirtschaftsleben das
Heft in die Hand. Kleine und mittelständische Firmen gewinnen
gegenüber den alten Sta

BERLINER MORGENPOST: Hajo Schumacherüber die EU-Politik und den blutigen Aufruhr in der arabischen Welt

Zufall, dass ausgerechnet in einer Woche, da Europa
einen vergleichsweise großen Schritt gemacht hat, in anderen Teilen
der Welt ein Mob in ideologischer Blindheit mordet und brandschatzt?
Zufall, dass ausgerechnet deutsche Rechtsextreme den
radikalislamischen Bluteifer mit albernen Filmchen anzuheizen
gedenken und gleichzeitig wütend gegen Europa hetzen? Selten wurde in
wenigen Tagen so klar, was auf dem Spiel steht: Eine, vielleicht die
naheliegendste Alternative zu Europa ist

RNZ: „Schicksalstage“ – Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Botschaften/Gewalt

Von Sören Sgries

Erst Libyen und Ägypten, jetzt Tunesien und der Sudan – fast
scheint es, als würde gerade eine zweite Welle des Aufstands durch
den arabischen Raum laufen. Nur, dass sich dieses Mal der Albtraum
der westlichen Welt zu bewahrheiten scheint: Nachdem sich die Völker
von ihren Diktatoren befreit haben, richten sie sich jetzt gegen "den
Westen". Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Freiheit – fallen die zarten
Sprösslinge jetzt der Hasswelle zum

Mittelbayerische Zeitung: Die Saat des Hasses Die islamische und die westliche Welt müssen besonnen auf die jüngsten Ereignisse reagieren. Leitartikel von Christian Kucznierz

Mit dem Sturm auf die deutsche Botschaft im
Sudan hat am Freitag die Welle der Gewalt, die in der vergangenen
Woche losbrach, eine neue Dimension erreicht. Erstens, weil nun auch
Deutschland und nicht mehr nur die USA Ziel der Übergriffe wurde.
Zweitens, weil es diesmal nicht in einem Land geschah, das von dem
Umbrüchen des arabischen Frühlings betroffen war. Es ist eine
beunruhigende Entwicklung, auf die es besonnen zu reagieren gilt.
Denn der im Internet aufgetauchte Film

WAZ: Die Saat der Gewalt. Kommentar von Gudrun Büscher

Wütende Demonstranten in der sudanesischen
Hauptstadt Khartum setzen die deutsche Botschaft in Brand. Sie nehmen
offenbar Deutschland in Sippenhaft für ein unsägliches Video,
produziert von einem Amerikaner, nicht mal 14 Minuten lang, aber
weltweit verbreitet via Youtube, das den Propheten Mohammed verhöhnt.
Es sollte Hass schüren. Das ist gelungen. Doch so einfach ist das
alles nicht. Im Sudan zeigt sich, wie ein Regime die Empörung der
Menschen ausnutzt. Die

Neues Deutschland: Proteste in arabischer Welt: Die längere Liste

Clinton und Westerwelle verstehen die Welt nicht
mehr. Man habe doch den Arabischen Frühling stets unterstützt; und
jetzt diese geballte Ladung Hass auf »alles Westliche« und nur wegen
eines Filmchens, an dem die Regierung ganz unbeteiligt sei … Nein,
sie können das wirklich nicht verstehen. Und sie sind daran sogar
unschuldig – sofern dies die amerikanische/westliche Unfähigkeit
einschließt, das eigene Weltbild auch nur in Nuancen in Frage zu
stell