Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Machtkampf in Moskau:

Ein Kreml-Herr hat ihm die Macht gegeben, ein
Kreml-Herr hat sie ihm genommen. So ist das Geschäft. Das musste Juri
Luschkow erleben, nachdem er gestern seinen Posten als Moskauer
Bürgermeister verloren hat. Luschkow hat hoch gepokert und verloren.
Er hielt sich für unersetzlich und lehnte bis zuletzt einen
geordneten Rückzug ab. Er wollte die Signale in den Staatsmedien
nicht wahrnehmen, die ihn mit Hetzkampagnen aus dem Amt drängen
wollten. Weil all das nicht fru

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Integration:

Integrationsprobleme sind Minderheitenprobleme.
Die weitaus überwiegende Mehrheit der Einwanderer in Deutschland
kommt zurecht. Und die Einheimischen, wir Einheimischen, kommen mit
ihnen zurecht. Das wird in der Integrationsdebatte zu wenig
berücksichtigt. Migrationsforscher beklagen dies. Die Einwanderer
selbst fühlen ihre Lebensgeschichten entwertet, wenn die sie
aufnehmende Gesellschaft nur auf die schwarzen Schafe blickt.
Gleichwohl bleibt das Problem mit der Minderheit

RNZ: Loyaler Diener – Kommentar zu Schäuble

Natürlich kann Schäuble auch vom Krankenbett
aus einen Teil seiner Amtsgeschäfte erledigen. Dennoch wird nun
unweigerlich die Frage aufkommen, ob der gesundheitlich angeschlagene
Minister seinem durch viele Dienstreisen und lange Sitzungen auch
körperlich anstrenden Job noch gewachsen ist. Für die Kanzlerin kommt
diese Diskussion zur Unzeit. Merkel braucht den erfahrenen und
loyalen Schäuble, der für die Reduzierung der Neuverschuldung keiner
Diskussion au

Rheinische Post: Kreml-Machtwort

Kommentar Von Doris Heimann

Kremlchef Dmitri Medwedew hat zum ersten Mal in
seiner Amtszeit ein Machtwort gesprochen. Nach wochenlangem Tauziehen
warf er Moskaus einflussreichen Bürgermeister Juri Luschkow aus dem
Amt. Die Entscheidung zeigt: Entgegen allen Spekulationen gibt es
keine Rivalität zwischen Medwedew und Putin. Beide ziehen an einem
Strang. Der selbstherrliche Regierungsstil von Luschkow missfiel
Medwedew schon lange, aber darum ging es in Wirklichkeit gar nicht.
Es geht um die Macht. 2012 w&auml

Rheinische Post: Der ewige Stau

Kommentar Von Ulli Tückmantel

Zeit ist relativ. Von der Erfindung des Rades
bis zum ersten Auto dauerte es 4000, vom Bau der ersten Autobahn bis
zum drohenden Verkehrsinfarkt keine 100 Jahre. Der ADAC zählte 2009
in NRW 44.000 Staus. Auf einzelnen NRW-Autobahnen staut sich der
Verkehr bis zu 16.000 Stunden im Jahr. Faktisch ist aus NRW eine
Tempo-30-Zone geworden: Während Autofahrer im Rest der Republik 52
Kilometer in einer Stunde zurücklegen, sind es in NRW nur noch 31,5.
Dem drohenden Zusammenbruch i

Neue Westfälische (Bielefeld): Neue Westfälische, Bielefeld:
KOMMENTAR
Die Deutschen sind in Kauflaune
Nach der Krise ist vor der Krise
NICOLE HILLE-PRIEBE

Für Frauen ist es die normalste Sache der Welt:
Wenn das Wetterhäuschen in Bewegung kommt und die Temperaturen
draußen rauf- (Sommer) oder runtergehen (Winter), haben sie nichts
mehr zum Anziehen. Vor der Krise haben sie sich einfach die
Kreditkarte geschnappt, und dann ging es ab in die City, zum Shoppen.
In der Krise wurde der Kleiderschrank lieber noch mal durchgecheckt.
Wer von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen war, traute sich
nur noch mit Scheuklappen in die

WAZ: Die neue Kaltherzigkeit?
– Kommentar von Petra Koruhn

Angehörige wollen nicht mehr pflegen – so lautet das
Ergebnis einer Studie. Ist das die neue Kaltherzigkeit? Irrtum. Dass
wir nicht mehr mehr waschen und nicht mehr windeln wollen, hat in den
allermeisten Fällen nichts damit zu tun, dass wir lieber auf dem
Egotrip wandeln, als die betagte Mutter zu füttern. Nein, der Grund,
warum wir so kaltherzig erscheinen, ist doch dieser: Wir haben keine
Zeit. Natürlich klingt dieses Argument hohl. Doch es ist ja nicht so,
dass wir un

WAZ: Das Energiekonzept –
Die Stromrechnung der Zukunft
– Kommentar von Jürgen Polzin

Deutschland hat seinen Pfad in die Energiezukunft
gewählt. Es ist ein Weg mit einer Behelfsbrücke und mit einer Vision
als Ziel. Die Brücke, so ist nun entschieden, soll die Atomkraft
sein, die noch knapp 30 Jahre lang Energie liefert. Die Vision: 2050
soll die Wirtschaft nahezu frei von klimaschädlichem Kohlendioxid
sein. Die Häuser und Gebäude, in denen wir leben und arbeiten, sollen
ihre Energie selber erzeugen. Und manche sagen, wir können darauf
wett

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Schäuble

Schäuble muss sich schonen. Und er hat es
verdient, dass man ihm Zeit gibt, gesund zu werden. Dennoch wird er
eine entscheidende Frage beantworten müssen. Die lautet: Wem ist
damit gedient, wenn er sich mit hohem Einsatz, aber krank über die
Runden quält?

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

WAZ: Stuttgart21 oder wie Protest wirkt –
Der laute Kampf der Minderheiten
– Kommentar von Dietmar Seher

Warum wollen die Stuttgarter keinen neuen Bahnhof?
Wegen der Fledermäuse, die im alten Gemäuer zu schützen sind. Wegen
der Mineralquellen, die im Untergrund der Schwabenmetropole durch
Rammarbeiten bedroht sein könnten. Wegen 300 alter Bäume, die wohl
fallen. Ja, und da sind – zweifellos – die Milliarden-Kosten. Der Mix
aus Interessen ist kunterbunt. Der rote Faden beim spektakulären
Aufstand Südwest fehlt. Der einzige gemeinsame Nenner: Man ist
dagegen,