Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Daimler

Der Autobauer hat ein Machtspiel mit seinen
Betriebsräten provoziert, das er nur verlieren konnte: Während der
Wirtschaftskrise haben die Arbeitnehmervertreter zahlreiche
Einschnitte für die Beschäftigten mitgetragen; umso weniger wollen
sie nun Abstriche hinnehmen. Weil sich Arbeitszeitregeln nun mal
nicht von heute auf morgen ändern lassen, hätte der Betriebsrat die
Auseinandersetzung noch wochenlang aussitzen können. Das Unternehmen
dagegen war zu ein

Lausitzer Rundschau: Vier gewinnt nicht immer Die deutsche Nationalmannschaft eilt von einem Trauma zum nächsten

Von wegen "Vier gewinnt"! Die deutsche
Fußball-Nationalmannschaft hat mit dem 4:4 gegen Schweden ein Spiel
für die Geschichtsbücher abgeliefert – leider. Weil sich das Team von
Bundestrainer Joachim Löw leider für die famose Leistung
einschließlich der 4:0-Führung nach einer Stunde nicht belohnt hat.
Und weil damit leider auch keine Ruhe rund um die DFB-Elf und ihren
Trainer einkehren wird. Muss man sich also ernsthafte Sorgen um diese
Mannsch

Lausitzer Rundschau: Ein Satz mit x . . . Steinbrück-Effekt für die SPD schon wieder verpufft

Ein Satz mit x – das war wohl nix. Anders als von
den Genossen erhofft hat sich der Kanzlerkandidaten-Coup für Peer
Steinbrück und seine SPD nur bedingt ausgezahlt. Zwar herrscht jetzt
Ruhe an dieser parteipolitischen Front. Doch laut Umfrage sinkt der
Stern Steinbrücks beim Wähler schon wieder, bevor er überhaupt
richtig aufgegangen ist. Das hat natürlich etwas mit der von der
schwarz-gelben Koalition bärbeißig geführten Debatte über die

Rheinische Post: Schavan gewinnt wieder Oberhand = Von Eva Quadbeck

Wenn Politiker im Kreuzfeuer der Kritik stehen,
gehen oft die Nerven mit ihnen durch. Nicht selten ist es am Ende der
Umgang mit der Krise und nicht die Krise selbst, der sie zum
Rücktritt zwingt. Bei Ex-Bundespräsident Christian Wulff war das so –
die Drohungen auf der Mailbox des "Bild"-Chefredakteurs waren der
Anfang vom Ende. Bildungsministerin Annette Schavan zeigt sich
bislang äußerst nervenstark. Wenige Tage nach dem für sie sicherlich
schlimmsten M

Börsen-Zeitung: Hoffnungsloser Fall, Kommentar zur HSH Nordbank von Bernd Wittkowski

Der Nächste, bitte! Am Dienstag verlässt CEO
Vikram Pandit die Citigroup, am Mittwoch – sicher: ein, zwei Nummern
kleiner – haut Paul Lerbinger als Vorstandsvorsitzender der HSH
Nordbank in den Sack, und heute ist ein neuer Tag. Im Fall der HSH –
die Firma wurde außer für Hamburg-Schleswig-Holstein bei Gründung
auch schon mal als Kürzel für "Heide Simonis– Hausbank" gedeutet –
sind Eigentümerkreise nun schnell dabei, Lerbinger Versäu

Rheinische Post: EU-Gipfel-Spiele = Von Birgit Marschall

Die Länder der Euro-Zone müssen ihre Finanz-
und Wirtschaftspolitik untereinander stärker koordinieren, um die
Schuldenkrise dauerhaft zu überwinden. Immerhin hat sich diese
Meinung in Euro-Land weitgehend durchgesetzt. Doch über Wege hin zu
diesem Ziel gehen die Meinungen weit auseinander. Nicht gut ist, dass
die Gegensätze zwischen der kleinen Ländergruppe um Deutschland und
dem viel größeren "Club Med" um Frankreich wieder wachsen,

Rheinische Post: Mehr Eigentümer = Von Gregor Mayntz

Eigener Herd ist Goldes wert – das Sprichwort
stammt aus der Zeit vor dem Auf- und Ausbau des Sozialstaates. Doch
angesichts unklarer Zukunft bei Währung, Beschäftigung und Renten
gehen immer mehr Deutsche auf Nummer sicher. Aktuell liegt die
Eigentumsquote bei 46 Prozent, in wenigen Jahren wird jeder Zweite
keine Miete mehr zahlen. Das zeigt eine Veränderung unserer
Gesellschaft. Eigenverantwortung verdrängt Versorgungsmentalität.
Aber sie führt auch zu eine