WAZ: Wer Konzerne kontrolliert – Kommentar von Frank Meßing

Als Doris Schröder-Köpf vor 15 Monaten in den
Karstadt-Aufsichtsrat berufen wurde, rühmte sich der
Warenhauskonzern, die Zahl der weiblichen Aufseher auf 40 Prozent
aufgestockt zu haben. Das stand dem Unternehmen, das gerade ein
Insolvenzverfahren hinter sich gebracht hatte, sicherlich gut zu
Gesicht. Schließlich kaufen viele Frauen bei Karstadt. Doch was
befähigte die Altkanzler-Gattin und gelernte Journalistin überhaupt,
diesen Konzern mit 25.000 Mitarbeit

FDP-Politiker Lindner gegen Korrektur des Schengen-Abkommens

Der Spitzenkandidat der FDP bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl, Christian Lindner, hat sich gegen eine von Deutschland und Frankreich geplante Korrektur des Schengener Abkommens gewandt. "Ich lehne eine solche Renationalisierung europäischer Politik ab", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). "Europa ist das Haus der Freiheiten. Eine zentrale Säule ist die Freizügigkeit. Die systematische Aushöhlung des Schengener A

Westdeutsche Zeitung: Röslers Angriff auf die Ölkonzerne greift viel zu kurz = von Lothar Leuschen

Im ersten Moment klingt der Vorschlag aus dem
Wirtschaftsministerium bestechend: strenge Aufsicht für Ölkonzerne,
Meldestelle für Preiserhöhungen und Preissenkungen. Endlich
unternimmt die Politik etwas gegen die Gier der Ölmultis. Doch schon
auf den zweiten Blick entpuppt sich das Gesetz, wenn es denn
verabschiedet werden sollte, als zahnloser Tiger. Es fällt zwar
schwer, sich auf die Seite derer zu schlagen, die Deutschlands
Autofahrer seit Monaten schamlos

Kölner Stadt-Anzeiger: FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner gegen Korrektur des Schengen-Abkommens: „Ich lehne eine solche Renationalisierung europäischer Politik ab“.

Der Spitzenkandidat der FDP bei der
nordrhein-westfälischen Landtagswahl, Christian Lindner, hat sich
gegen eine von Deutschland und Frankreich geplante Korrektur des
Schengener Abkommens gewandt. "Ich lehne eine solche
Renationalisierung europäischer Politik ab", sagte er dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Europa ist das Haus der
Freiheiten. Eine zentrale Säule ist die Freizügigkeit. Die
systematische Aushöhlung des Sche

HAMBURGER ABENDBLATT: Inlandspresse, Hamburger Abendblatt zum Schengen-Abkommen

Ein Kommentar von Matthias Iken

Wenn nichts mehr geht, geht–s gegen Europa. Nach diesem Motto
kämpfen derzeit auf dem Kontinent Populisten um Stimmen. So war es
vor einem Jahr, als Dänemarks Rechte im Wahlkampf plötzlich die
Schlagbäume niederließ und damit das Schengener Abkommen aushebelte.
Und so ist es nun, wenn der französische Innenminister Claude Guéant
wieder Grenzkontrollen für Europa als Ultima Ratio, als letztes
Mittel, fordert. Am

WAZ: Fahnder statt Grenzer – Kommentar von Dietmar Seher

Es gibt nur wenige Momente, in denen Europäer ein
ganz persönliches, intensives Gänsehaut-Gefühl für das
Nachkriegswunder Europa befällt. Die Fahrt vorbei an einem
überflüssigen, verlassenen, längst verschimmelten Grenzposten gehört
dazu. Sie ist eine historische Zäsur nach einem Jahrhundert
nationalistischer Hassausbrüche, nach Kriegen mit Millionen Toten und
nach Mauer und Stacheldraht. Die Reisefreiheit im 21. Jahrhundert ist
di

Neues Deutschland: Pendeln (be)steuern

Nicht jeder, der kilometerweit mit dem Auto zur
Arbeit fährt, macht das freiwillig. Doch viele sind durchaus gern aus
den Großstädten hinaus ins Umland gezogen. Zur Arbeit und für
Kulturangebote allerdings zieht es auch diese Leute wieder in den
Großstadtmoloch. Bei stagnierender Ölförderung und entsprechend
steigenden Spritpreisen wird das allerdings teuer. Und bei der
Forderung nach erhöhter Steuerentlastung für Berufspendler kennt
Deutschla