NRZ: Zeit für junges Personal – Kommentar zu den Grünen von Daniel Freudenreich

Die Grünen müssen sich auf eine zähe Debatte um die
Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl einstellen. Daran ändert die
geplante Zweierlösung zunächst einmal nichts. Eine Doppelspitze aus
Jürgen Trittin und Claudia Roth wird vielen Realos in der Partei kaum
vermittelbar sein. Doch nach wie vor ist unklar, wen sie ins Rennen
schicken könnten. Parteichef Cem Özdemir hat schon aus gutem Grund
signalisiert, dass er eher nicht will. Gegen Tritti

Börsen-Zeitung: Schwer zu fassen, Kommentar zum EU-Grünbuch über Schattenbanken, von Detlef Fechtner.

Man könnte meinen, die EU-Kommission habe
gestern bereits alle Probleme mit Schattenbanken gelöst. Verbände und
Ministerien loben, dass EU-Kommissar Michel Barnier endlich jene an
die Leine nimmt, die Bankgeschäfte betreiben, ohne Banken zu sein.
Eigentlich, so scheint es, fehle jetzt nur noch die weltweite
Angleichung der Regelwerke. Von wegen.

Die EU ist noch weit entfernt von klaren und wirkungsvollen
Regeln, die spezifische Risiken von Geldmarktfonds,
Verbriefun

Mitteldeutsche Zeitung: zu Namensschildern für Polizisten

Es spricht nichts dagegen, wenn Polizisten im
Streifendienst mit Namensschild unterwegs sind. Der Polizist ist
ein Beamter, den man mit Namen ansprechen, bei dem man sich für
Hilfeleistungen bedanken und über den man sich auch beschweren kann.
Nicht so leicht fällt die Antwort aus, wenn es darum geht, ob
Polizisten bei Großereignissen wie Demonstrationen leichter
identifizierbar sein sollen. Die Ängste mancher Einsatzkräfte, sie
könnten von radikal

Mitteldeutsche Zeitung: zur Plastiktüte

Die "Jute statt Plastik"-Kampagne ist wieder da.
Dieses Mal ausgelöst vom europäischen Gesetzgeber selbst. Dabei ist
Brüssel an der Plastiktüten-Flut nicht ganz unbeteiligt. Bei der
Reform der Verpackungsrichtlinie wurde nämlich schlampig gearbeitet.
Das Gesetzeswerk differenziert nicht exakt zwischen biologisch
abbaubaren Erzeugnissen, die unter natürlichen Bedingungen in der
Umwelt wieder zersetzt werden, und biologisch verwertbaren Produkten,
die

Mitteldeutsche Zeitung: zu Apple

Geht alles gut, dann könnte Apple tatsächlich noch
viele weitere Jahre hohe Gewinne einfahren. Die Kombination aus
solider Hardware, einem sauberen Betriebssystem und der erfolgreichen
Einbindung von Fremdprogrammen und -medien stimmt. Gerne wird
allerdings übersehen, dass Apple eine einseitige Wette ist: nicht
auf Computer, nicht auf das iPad, sondern fast ausschließlich auf den
weiteren Erfolg des iPhones. Mehr als drei Viertel seines Gewinns
erzielt der Konzern da

WAZ: Die Klaviatur des Kapitalismus. Kommentar von Sven Frohwein

Warum macht er das nur? Apple-Chef Tim Cook könnte
die vielen Milliarden doch einfach nehmen und sie in die Entwicklung
von neuem Elektronikspielzeug stecken – damit der US-Konzern seinen
Technologie-Vorsprung gegenüber der Konkurrenz halten und weiter
ausbauen kann. Mit Mildtätigkeit gegenüber den Anteilseignern hat
Cooks Coup aber nur am Rande zu tun. Das Unternehmen macht sich im
Jahr eins nach Apple-Übervater Steve Jobs schick für weitere
potenzielle Inve

Neues Deutschland: zum SIPRI-Berichtüber Waffenhandel

Der Waffenhandel bleibt eine Wachstumsbranche –
Wirtschaftskrise hin, Finanzkrise her. Auch in den vergangenen fünf
Jahren boomte das Bombengeschäft mit der Gewalt, wie das
Friedensforschungsinstitut SIPRI errechnet hat. Und die deutschen
Waffenschmieden verdienten als weltweit drittgrößter Exporteur
kräftig mit. Ein Weltmarktanteil von neun Prozent macht auch den
Ausverkauf jeglicher Rüstungsexportkontrolle deutlich. Welche
Dimension der florierende Handel