Rheinische Post: Was die Bahn bremst Kommentar Von Klaus Peter Kühn

Die Erkenntnis, dass hinter ständigen
Verspätungen auf einer bestimmten Bahnstrecke System steckt,
verringert den Ärger der Reisenden nicht wirklich, aber es lässt
Hoffnung auf Abhilfe keimen. Dem Beseitigen von Mängeln geht eben das
Aufspüren voraus. Es bleibt deshalb ein Rätsel, warum die Deutsche
Bahn nicht selbst ihre Pünktlichkeitsdaten offensiv ausgewertet hat.
Sie ermöglichte damit Datenjournalisten ein Bravourstück mit dem
"Zug

Rheinische Post: Stichwahl nötig Kommentar Von Detlev Hüwel

Noch ist nicht entschieden, wer in
Frankfurt/Main Nachfolger von Oberbürgermeisterin Petra Roth wird.
Die CDU-Politikerin hat sich Respekt und Anerkennung weit über die
Stadt- und Parteigrenzen hinaus erworben. Sollte ihr Parteifreund
Boris Rhein das Rennen machen, könnte er zwar an diese
Erfolgsgeschichte anknüpfen, doch entscheidend bliebe, ob und wie es
ihm gelingt, neue Akzente in Hessens größter Stadt zu setzen. In
Frankfurt wird es wie in Mainz, wo ebe

Rheinische Post: Rentensteigerung auf solider Basis Kommentar Von Eva Quadbeck

Mitten in der größten europäischen Finanz- und
Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit können die Renten in Deutschland
steigen. Auch wenn die Erhöhung aus Sicht der Rentner eher bescheiden
ausfällt, ist dies mit Blick auf Europa insgesamt sensationell. Die
Rentenerhöhung ist das Ergebnis des deutschen Job-Wunders und einer
soliden Rentenpolitik. Es macht sich bezahlt, dass die Politik den
Mut hatte, Schrumpfen und Alterung der Bevölkerung in das System

Weser-Kurier: Kommentar zur Personalie Ursula Piëch

Sie ist keine Quotenfrau, auch keine typische
Karrierefrau. Ursula Piëch ist als Ehefrau des mächtigen
WV-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch in die Strukturen des
Autobauers hineingewachsen und soll nun an der Seite ihre Ehemannes
im Aufsichtsrat Platz nehmen. Ehefrau zu sein, ist an sich sicherlich
keine berufliche Auszeichnung und so riecht ihre bevorstehende Wahl
nach Vitamin B. Ferdinand Piëch geht es um die langfristige Sicherung
seines Erbes, nicht nur in Stiftunge

Mitteldeutsche Zeitung: zu Grünen

Wohl selten hat eine Parteichefin (wie Claudia Roth)
ihre Partei zu einem derart unglücklichen Zeitpunkt mit einer
derart planlosen Debatte beschäftigt wie Claudia Roth nun die
Ökopartei. Ihren Protest gegen eine Solo-Spitzenkandidatur von Jürgen
Trittin mag man aus parteiinterner Binnensicht noch nachvollziehen
können. Die Selbstausrufung und der anschließende offene Machtkampf
aber wirken für die Wähler draußen höchst befremdlich. W

Mitteldeutsche Zeitung: zur Stasi

Der britische Historiker Timothy Garton Ash hat über
die Deutschen kräftig gespottet. Er nannte uns "Weltmeister in
Geschichtsaufarbeitung". Der Satz fällt einem unwillkürlich ein, wenn
man hört, dass nahe Angehörige immer öfter auch Einsicht in die
Stasi-Akten Verstorbener nehmen wollen. Man könnte darüber spotten
und sagen, die Deutschen seien eben gerne gründlich – ob nun beim
Autowaschen oder beim Aktensichten. Es ist ja was d

Mitteldeutsche Zeitung: zu Wiesenhof

Abwiegeln, dementieren, herunterspielen – Wiesenhof,
Deutschlands Geflügelproduzent Nummer Eins, reagiert mit Abwehr auf
die Vorwürfe, in ihrem Schlachthof in Möckern mangele es bei der
Hygiene. Dass erst mehrere Tage nach dem Produktionsstopp bekannt
wurde, welche Mängel Wiesenhof in Möckern konkret vorgeworfen werden,
ist allerdings auch kein Ruhmesblatt für den Landkreis. Der weigerte
sich, die Beobachtungen seiner Veterinäre zu beschreiben, die so
dra

Westdeutsche Zeitung: Das festgelegte Renteneintrittsalter ist nicht mehr zeitgemäß – Gute Aussichten für die Generation Grau Ein Kommentar von Lothar Leuschen

Der Jugendwahn am Arbeitsmarkt geht zu Ende.
Konnte bis vor wenigen Jahren die Arbeitnehmerschaft "Ü 50" aus Sicht
der Arbeitgeber gar nicht früh genug in den Ruhestand treten, um
jungen, dynamischen, ehrgeizigen – und billigeren – Kräften Platz zu
machen, setzt nun der Gegentrend ein. Inzwischen suchen die
Personalchefs von Mittelstand und Konzernen händeringend nach
Möglichkeiten, ihre Senioren möglichst über das Renteneintrittsalter
hinaus an

WAZ: Finanzbranche braucht Regeln – Kommentar von Kai Wiedermann

Die Wucht, mit der die Debatte über eine Steuer auf
Börsengeschäfte auch international geführt wird, kommt wenig
überraschend. Hier kämpfen nicht zuletzt die Anhänger verschiedener
Marktkonzepte gegeneinander. Regulierer gegen Deregulierer. Sie
"bewaffnen" sich mit Expertenmeinungen und Studien, um für oder gegen
die Abgabe zu argumentieren. Die Politik ist nicht frei von diesen
Einflüssen. Die Finanzkrise hat gezeigt, was eine entfesse