Westerwelle lehnt Führungsposition in FDP ab

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat beim Neujahrsempfang der FDP in Nordrhein-Westfalen eine Rückkehr in die Parteiführung abgelehnt. "Ich stehe nicht auf der Brücke, aber im Maschinenraum will ich weiter mitmachen", so Westerwelle. Westerwelle machte seinen Parteikollegen weiterhin Mut, dass die FDP die schwere Krise überwinden könne. Im Anschluss an den Neujahrsempfang traf Westerwelle am Sonntagabend in Athen ein. Im Gespräch mit Griechenlan

Rheinische Post: Präsident ohne Amt Kommentar Von Michael Bröcker

Je lauter die Rufe nach einem Ende der Debatte
werden, desto genauer sollte man noch einmal hinsehen. Denn der Kern
der Affäre bleibt unaufgeklärt. Die Frage, warum Christian Wulff als
Ministerpräsident für den Bau seines Hauses einen anonymisierten
Scheck einer Unternehmergattin erhielt und diesen Kredit später,
einen Tag, nachdem er von Recherchen eines Journalisten erfahren
hatte, in ein aufreizend günstiges Bankdarlehen überführte, ist bis
heute

Weser-Kurier: Der Weser-Kurier kommentiert in seiner Ausgabe vom 16.Januar 2012 die Entscheidung der Ratingagentur S&P zur Abstufung von neun Euroländern.

Letzte Warnung

Nicht die Herabstufung der Bonität von AAA auf AA+ ist so schlimm.
Sie bedeutet unmittelbar nur, dass einige Fondsgesellschaften,
Renten- und Lebensversicherungen nun von französischen oder
österreichischen Staatsanleihen die Finger lassen müssen, weil sie
verpflichtet sind, ihr Geld nur bei allerhöchster Sicherheit
anzulegen. Die Finanzminister werden allerdings steigende Zinssätze
zahlen müssen, wenn sie ihre Milliardenschulden refinan

NRZ: Kreuzfahrt ins Unglück – Kommentar von Denise Ludwig

Es sollte eine Traumreise werden – mit dem vollen
Verwöhnprogramm von A bis Z. Stattdessen wachten die Reisenden mitten
in einem Albtraum auf. Die schrecklichen Bilder der verunglückten
Costa Concordia und die Schilderungen der Geretteten erinnern uns
unwillkürlich an das Titanic-Unglück. Fast genau hundert Jahre liegt
der tragische Untergang des Kreuzfahrtschiffes inzwischen zurück.
Hundert Jahre, in denen solche Unglücke – Gott sei dank – relativ
selten pass

NRZ: Es wird nichts mit dem Aufbruch – Kommentar zur Linkspartei von Daniel Freudenreich

Es ist freilich nur ein frommer Wunsch von Gregor
Gysi, dass bei der Linken nun Ruhe einkehrt. Der Machtkampf um die
Parteispitze wird in nächster Zeit unverdrossen weitergehen. Da es
keine Mitgliederbefragung gibt, sind die Chancen von Dietmar Bartsch
auf den Parteivorsitz deutlich gesunken. Wenn Lafontaine möchte,
läuft alles auf ihn nicht nur als Spitzenkandidaten sondern auch als
Parteichef hinaus. Dies wäre aber nicht nur ein Eingeständnis, dass
es ohne die P

WAZ: Notwendige Transparenz – Kommentar von Tobias Bolsmann

Die Bildschirme von Apples iPhone und iPad mögen mit
Hochglanz strahlen, doch seit geraumer Zeit trübt sich dieser Glanz
ein: Immer neue Berichte aus den Fabriken der Zulieferer hinterließen
Schatten und Kratzer auf Apples Image. Dennoch gab sich der Konzern
stets verschlossen wie eine Auster, wenn es um die Bedingungen für
die Produktion seiner Geräte ging. Das lag vor allem an Steve Jobs.
Der verstorbene Firmenchef war ein Verfechter der
Null-Informationspolitik.

Westdeutsche Zeitung: Der richtige Umgang mit den Ratingagenturen = von Martin Vogler

Schon in der Schule war die Note 1 besonders
dann wertvoll, wenn alle Klassenkameraden schlechtere Zensuren
hatten. Einen ähnlichen Effekt erlebt jetzt Deutschland. Die
Abstufung anderer Staaten ist natürlich kein Grund zum Jubeln. Denn
die Rettung des Euro wird dadurch erschwert und teurer. Aber dennoch
kann Deutschland ein Stück stolz drauf sein, als einziges Land der
Euro-Zone unangefochten das Rating AAA von Standard & Poor–s zu
besitzen. Denn Finnland, Luxemburg u

Neues Deutschland: Ratingagenturen

Ähnlich wie Schülerinnen und Schüler vor dem großen
Tag der Notenvergabe warten mittlerweile Europas Regierungen auf den
Auftritt der Ratingagenturen – da können sie im Anschluss noch so
sehr verharmlosen, deren Macht sei gar nicht so groß. Schließlich
hängt ihre eigene Macht immer mehr von dieser Bewertung ab. In der
Schule haben auch immer diejenigen, die mit guten Noten nach Hause
gehen konnten, lässig argumentiert, Noten seien doch eh unwi

CDU und Grüne kritisieren Reitzle-Vorstoß zu Euro-Austritt

Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat für seine Überlegungen zu einem möglichen Euro-Austritt Deutschlands deutliche Kritik von Union und Grünen geerntet. Die Gedankenspiele seien "theoretischer Natur", denn Reitzle wäre von den von ihm selbst beschriebenen Folgen "sicherlich nicht mit der Wucht betroffen, wie es der weitaus größte Teil unserer Bürger wäre", sagte der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter