Rheinische Post: Klinikärzte und Arbeitgeber streiten um Bereitschaftsdienste

Kurz vor den am heutigen Dienstag startenden
Tarifverhandlungen für die rund 45 000 Ärzte an den kommunalen
Kliniken haben beide Seiten noch einmal den Ton verschärft: Der
Verhandlungsführer der Vereinigung der kommunalen
Arbeitgeberverbände, Joachim Finklenburg, sagte der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe) bezogen auf die
Forderung der Ärzte: "Wir liegen Lichtjahre auseinander." Die
Ärztegewerkscha

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Atomkraft

So zeigt der Unfall in Südfrankreich einmal
mehr, wie richtig es ist, sich von der gefährlichsten aller
Energiequellen dauerhaft und schnellstmöglich zu verabschieden. Zumal
unsere französischen Nachbarn aus Fukushima offenbar nicht gelernt
haben und noch immer fahrlässig in Sachen Sicherheit agieren, wie das
Beispiel Marcoule zeigt. (…) Bleibt zu hoffen, dass es nicht noch
weiterer solcher Warnschüsse bedarf, bis die anderen europäischen
Länder end

Börsen-Zeitung: Da wächst nichts, Kommentar von Peter Olsen zu Suzukis Aufkündigung der Allianz mit Volkswagen

Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." Das
sagte Altkanzler Willy Brandt am Tag nach dem Mauerfall 1989. In
einem profanen Fall aus dem Wirtschaftsleben von heute, Volkswagen
und Suzuki, bleibt hingegen nur festzustellen: Da wächst nichts, rein
gar nichts … Dabei hatte es Ende 2009 so einvernehmlich begonnen.
Die gerade aus dem GM-Einfluss entlassene Suzuki findet in Volkswagen
einen global agierenden Partner, der sich zugleich auch für 1,7 Mrd.
Euro zu 19,9%

Rheinische Post: Wir sind Papst

Der Streit im Vorfeld des Besuchs von Papst
Benedikt XVI. in Deutschland nimmt teilweise groteske Züge an. Da
will eine Regenbogen-Koalition gegen den Besuch protestieren, und ein
Bündnis gegen Benedikt macht mobil. In einer Demokratie mit freier
Meinungsäußerung ist so etwas legitim. Ob es in dieser Form auch
gescheit ist, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht sollten sich
die Papst-Gegner die Worte des Oberhaupts von weltweit fast 1,2
Milliarden Katholiken erst e

WAZ: Das Ende der Elektro-Euphorie – Kommentar von Gerd Heidecke

China galt bis vor wenigen Wochen als Antreiber in
Sachen Elektromobilität, um den Rückstand gegenüber den etablierten
Autoindustrienationen mit einem großen Sprung aufholen zu können.
Dann schrieb der chinesischer Ministerpräsident Wen Jiabao im August
in der Parteizeitung: "Ich bin nicht sicher, ob Elektroautos sich
letztlich durchsetzen." Im Augenblick scheint in Sachen Batterieauto
das vor zwei Jahren Richtung Euphorie ausgerückte Pendel un

Rheinische Post: Vom Nutzen der Athener Pleite

Wer den gestrigen Kurssturz als panische
Reaktion von hysterischen Anlegern abtut, unterschätzt die Börse. Wer
ihn für die Antwort auf Philipp Rösler hält, überschätzt die
Bedeutung des Wirtschaftsministers. Mit Rösler hat zwar erstmals ein
deutscher Minister offen von der Pleite Griechenlands gesprochen.
Doch die Äußerung ist, anders als andere Koalitionspolitiker meinen,
kein Problem. Denn die Märkte rechnen seit langem damit, dass

Rheinische Post: Vom Nutzen der Athener Pleite

Wer den gestrigen Kurssturz als panische
Reaktion von hysterischen Anlegern abtut, unterschätzt die Börse. Wer
ihn für die Antwort auf Philipp Rösler hält, überschätzt die
Bedeutung des Wirtschaftsministers. Mit Rösler hat zwar erstmals ein
deutscher Minister offen von der Pleite Griechenlands gesprochen.
Doch die Äußerung ist, anders als andere Koalitionspolitiker meinen,
kein Problem. Denn die Märkte rechnen seit langem damit, dass

Rheinische Post: Erdogan zündelt

Noch vor kurzem galt der türkische
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wohlmeinenden Beobachtern in
Europa als ein wichtiger Vermittler im Atom-Streit mit dem Iran und
auch im Nahostkonflikt. Sein Land wurde als mögliches Vorbild für die
Entwicklung islamischer Demokratien in der arabischen Welt gepriesen.
Doch rechtzeitig vor seiner gestern begonnenen Reise in die Region
hat sich Erdogan neu positioniert: als Held der arabischen Massen.
Die werden ihm zujubeln, weil

Westdeutsche Zeitung: Der Kampf um die Kanzlerkandidatur der SPD ist eröffnet = von Anja Clemens-Smicek

Bis zur nächsten Bundestagswahl sind es –
vorausgesetzt, die schwarz-gelbe Bundesregierung verliert nicht
vorher die Nerven – noch zwei Jahre. Eine halbe Ewigkeit also im
schnelllebigen Politzirkus. Jede Partei wäre dumm, wenn sie schon
jetzt ihren Kanzlerkandidaten küren und damit im Zweifel verheizen
würde. Bei der SPD läuft dennoch schon seit Wochen alles auf den
derzeit etwas unterbeschäftigten Peer Steinbrück hinaus, der sich
quasi als Wunderwaffe d

WAZ: Fragwürdige Strategie – Kommentar von Walter Bau

Also sprach die Kanzlerin: "So viel ist ja klar: Den
Ausstieg aus der Kernkraft beschließen und anschließend Atomstrom aus
dem Ausland importieren – das ist nicht überzeugend." Das war im
letzten Mai. Und wie ist die Lage heute? Die Abschaltung von acht
deutschen Atommeilern scheint genau zu dem zu führen, was Angela
Merkel damals nicht wollte: Die Einfuhr von Atomstrom aus
Kernkraftwerken in Frankreich und Tschechien nach Deutschland ist
offenbar in den letz