Mitteldeutsche Zeitung: zur direkten Demokratie

Die Beteiligung an allgemeinen Wahlen sinkt zwar,
aber die an Bürgerentscheiden ist noch erheblich geringer. Die
Freunde der direkten Demokratie behaupten, das liege vor allem an den
hohen Hürden, die ihnen gesetzt werden. Da ist sicher etwa dran. Aber
es erklärt nicht alles. Initiativen für Volksentscheide wollen in der
Regel bestimmte Entscheidungen der Parlamente oder der Regierungen
korrigieren. Das interessiert mal mehr, mal weniger Menschen. Und
manchmal artikulier

Mitteldeutsche Zeitung: zu Ferguson

Wenn weiße Polizisten Hunde auf Afro-Amerikaner
hetzen, dann läuft etwas falsch. Wenn weiße Beamte schwarze
Autofahrer, die nicht einmal zu schnell gefahren sind, gezielt
anhalten, um Geld in die städtischen Kassen zu bringen, dann ist es
höchste Zeit, grundsätzlich nachzudenken. Mehr als ein halbes
Jahrhundert nach dem offiziell erklärten Ende der Rassentrennung lebt
der Rassismus in Amerikas Polizeitruppen erschreckend munter fort.
Das ist eine Tatsa

Mitteldeutsche Zeitung: Neue Länder Ostbeauftragte Gleicke mahnt Ostförderung auch über 2019 an

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke
(SPD), hat sich der Forderung der ostdeutschen Ministerpräsidenten
nach einer spezifischen Ostförderung über 2019 hinaus angeschlossen.
"Das Papier der ostdeutschen Ministerpräsidenten kommt zur rechten
Zeit", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung"
(Freitag-Ausgabe). "Mit dem Hinweis auf die Strukturschwäche der
neuen Länder haben sie den Finger in die Wunde gel

Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft Busfahrer dringend gesucht

Sachsen-Anhalt gehen die Busfahrer aus. Zu wenig
Nachwuchs und der Fernbus-Boom führen zunehmend zu einem Engpass auf
dem Arbeitsmarkt. Das berichtet die in Halle erscheinende
"Mitteldeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Nach Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit ist zudem jeder vierte Beschäftigte in der
Branche älter als 55 Jahre. Obwohl nach der Statistik der
Arbeitsagentur im Land derzeit noch genug Bewerber für die offenen
Stellen vorhanden si

Mitteldeutsche Zeitung: zu Merkel und 9. Mai

Merkel tut das Richtige, indem sie Putin für die
Show am 9. Mai auf dem Roten Platz absagt. Und sie tut vor allem das
Richtige, indem sie dennoch nach Moskau fährt. Am 10. Mai, will sie
einen Kranz am Mahnmal des unbekannten Soldaten niederlegen. Am
Mahnmal für jene Soldaten, die auch für die Befreiung Deutschlands
starben, und die nun nicht in Gedenkgeiselhaft für Putin genommen
werden dürfen. Die Gedenkverschiebung der Kanzlerin ist mit Putin
abgestimmt. Si

Mitteldeutsche Zeitung: zu CDU und Pegida

Zwar laufen immer noch ein paar tausend
Demonstranten mit der geklauten Parole "Wir sind das Volk" durch
Dresden, doch entfernen sie sich immer weiter von diesem Anspruch.
Inzwischen haben viele verunsicherte Bürger erkannt, welchen
rechtspopulistischen Rattenfängern sie da eine Weile lang gefolgt
sind. Man muss nur die Angela Merkel in der Uniform eines Euro-Nazis
verhöhnenden Plakate sehen, um die Geisteshaltung zu erkennen. Aber
dieser Umgang mit ihrer Parteivo

Mitteldeutsche Zeitung: zu Olympia

55 Prozent der Berliner wollen, dass ihre Stadt den
Zuschlag erhält. Das ist eine bemerkenswert viel, wenn man bedenkt,
dass Berlin seit jeher auch die Hauptstadt der Olympiagegner war und
ist. Der Widerstand gegen die gescheiterte Olympiabewerbung von 1993
gehört zur Stadtlegende. Obwohl Berlin über herausragende
Sportstätten verfügt und die Stadien- und Hallenbesucher Beweis
gestellt haben, dass sie eine faszinierende Atmosphäre für
Sportwettkäm