Mitteldeutsche Zeitung: zu Gründergeist

Gründergeist ist in Berlin und Hamburg zu Hause. Zu
diesem Ergebnis kommen Psychologen der Universität Jena, die
erstmals untersucht haben, in welchen Teilen Deutschlands besonders
viele Menschen mit unternehmerischer Persönlichkeitsstruktur leben.
Die Forscher liefern einen wichtigen Beitrag, um die bisherige und
künftige Wirtschaftsentwicklung zu verstehen. Nicht alles in der
Studie überzeugt sofort: So soll der Unternehmergeist in Sachsen
geringer als in S

Mitteldeutsche Zeitung: zu Russland und Fluggastdaten

Ab 1. Juli will die russische Regierung
Passagierdaten erheben, selbst wenn das Flugzeug den russischen
Luftraum nur durchquert. Das bricht zwar geltendes EU-Recht. Das
kümmert Russlands Regierung aber nicht. Der mangelnde Respekt mag
viel über den Zustand der Beziehungen zwischen EU und Russland
sagen. Auch, dass ein Brief der EU seit 15. März einfach
unbeantwortet bleibt. Dennoch erstaunt die große Überraschung bei der
EU-Kommission. Die russische Verordnung w

Mitteldeutsche Zeitung: zu de Maizière

Einen Ministerrücktritt wenige Monate vor einer
Bundestagswahl kann sich die Kanzlerin nicht leisten – besonders
nicht, wenn es der soundsovielte ist im Kabinett. Und der dritte
eines Verteidigungsministers aus den eigenen Reihen nach Karl-Theodor
zu Guttenberg und Franz Josef Jung – der zwar als Arbeitsminister
ging, aber wegen Fehlern in seinem Amt als Chef des Wehrressorts. De
Maizières Rücktritt wäre auch sonst ein Verlust für die CDU. Er hat
der Partei ein

Mitteldeutsche Zeitung: zu Hochwasser

Die dramatischen Erlebnisse des
Jahrhunderthochwassers 2002 sind nicht ohne Folgen geblieben. Mit
Millionenaufwand sind in Sachsen-Anhalt die Deiche auf Vordermann
gebracht worden. Vieles wurden geräuschlos realisiert, von der
breiten Öffentlichkeit kaum beachtet. Das dürfte sich ab heute
ändern. Einige Menschen spüren vielleicht erstmals, dass sie
inzwischen etwas sicherer leben als 2002. Doch es wird auch andere
Erfahrungen geben. Neue Schwachstellen in den S

Mitteldeutsche Zeitung: zur Türkei

Was als Protest gegen die Zerstörung des Gezi-Parks
begann, wird zu einem Aufbegehren gegen den zunehmend autoritären
Führungsstil Erdogans und die ideologische Dominanz seiner
islamischen Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei, der AKP. Istanbul
ist nicht Kairo, Erdogan kein Mubarak. Aber sein selbstherrlicher
Führungsstil irritiert. Früh hat sich der türkische Premier im
arabischen Frühling auf die Seite jener geschlagen, die gegen
diktatorische Regime

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bayern München

Das eigentlich Bemerkenswerte an dieser
Bayern-Saison aber ist, dass so viele Fans, die dem Verein eigentlich
immer eine gewisse Skepsis entgegengebracht haben, nun doch zumindest
innerlich den Hut ziehen. In dem Wissen, dass noch nie ein deutsches
Fußball-Team ein solches Niveau erreicht hat. Fans hierzulande
blicken gern mit einem gewissen Neid auf den so robusten, offensiven
englischen Fußball oder den spielerisch so dominanten spanischen
Stil. Dank des FC Bayern ist nun am E

Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft/Bergbau Romonta erweitert Braunkohle-Bergbau in Amsdorf

Der weltgrößte Hersteller von Rohmontanwachs,
Romonta, erweitert seinen Braunkohlebergbau in Amsdorf
(Sachsen-Anhalt). Dafür werde das Feld Kupferhammer neu erschlossen,
welches an den bestehenden Tagebau angrenzt, sagte Uwe Stieberitz,
Vorstand der Romonta Bergwerks Holding AG, der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Samstagausgabe). Bereits im Juli beginnen
die Abraumarbeiten von Erde, ab dem Jahr 2015 sollen wie bislang
rund 500 000 Tonnen Rohbraunkohle pro

Mitteldeutsche Zeitung: zu Wahlversprechen der CDU

Die bislang bekannten Versprechungen von der
Mütterrente bis zu den höheren Kinderfreibeträgen werden über 20
Milliarden Euro kosten. Gleichzeitig versichert die Union, dass
natürlich weiter fleißig gespart werde. Woher dann das Geld kommen
soll, bleibt offen. Die SPD geht mit ähnlich teuren Wahlversprechen
in den Wahlkampf. Sie will mit Steuererhöhungen gegenfinanzieren. Die
Union hat sich bereits ausführlich darüber aufgeregt. Man muss

Mitteldeutsche Zeitung: zu Zensus und Länderfinanzen

Weniger war dieses Mal mehr. Obwohl auch in
Sachsen-Anhalt die Einwohnerzahl gegenüber der bisherigen Annahme
gesunken ist, hat sich die Relation zu anderen Bundesländern
verbessert. Das macht sich über den Finanzausgleich nun in Euro und
Cent bemerkbar. Unverhofft kommt oft. Das unter gewaltigem Spardruck
stehende Haseloff-Kabinett hat Gelegenheit zum Durchpusten. Zumindest
was den Haushalt 2014 anbelangt. Die Wirtschaftsförderung muss wohl
nicht so stark gekürzt