Thüringische Landeszeitung: In die braunen Ecken leuchten / Kommentar von Gerlinde Sommer zur Zunahme rechter Gewalt in Deutschland und speziell auch in Thüringen

Sagt einer der "besorgten Bürger" am Rande einer
Pegida-Demo: Leere Häuser anzünden ist eine Meinungsäußerung. Andere
verlachen die Polizei und hindern die Feuerwehr an ihrer Arbeit, um
mal ein nicht thüringisches Beispiel zu wählen. Die Zeiten sind von
hoher Aggression geprägt, auch hierzulande. Das zeigen die Thüringer
Zahlen von "ezra".

Wobei der Anstieg auch ein Beleg dafür ist, dass sich inzwischen
mehr Opfer t

Thüringische Landeszeitung: Logischer Schritt – Beim Asylpaket II wird es nicht bleiben / Leitartikel von Matthias Benkenstein zum Bundestagsbeschluss über eine weitere Verschärfung des Asylrechts

Erneut hat Deutschland das Asylrecht verschärft.
Der Bundestag stimmte für leichtere Abschiebungen und Einschränkungen
beim Familiennachzug. Damit geht die Große Koalition einen logischen
Schritt, weil klar ist, dass sowohl die Leistungsfähigkeit wie auch
die gesellschaftliche Akzeptanz in der Flüchtlingskrise begrenzt
sind. Es muss aber auch klar sein, dass es mit diesem Asylpaket II
nicht getan ist. Denn die Zahl der Flüchtlinge, die von den
Versch&aum

Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Glyphosat in aller Munde?

Die Welt scheint aus den Fugen, zumindest für
Biertrinker. Denn Mitarbeiter eines Münchner Umweltinstituts wollen
Glyphosatreste im Bier gefunden haben. Unkrautvernichter im deutschen
Nationalgetränk, wie furchtbar. Nach Lektüre der Liste über 14
betroffene Brauereien wollte ich schon eine ungefährliche Marke
suchen, aber es besteht noch Hoffnung, dass ausgerechnet im
Jubiläumsjahr des Reinheitsgebotes Hopfen und Malz nicht verloren
sind. Bierbrauer, Pol

Thüringische Landeszeitung: Verführerischer Populismus / Kommentar von Florian Girwert zur Forderung nach einer Einkommensobergrenze

Die Einkommensobergrenze – aus Sicht von Liberalen
eine Horrorvorstellung und für manche Linke durchaus verführerisch.
Einen Tag, nachdem der Paritätische in seinem Armutsbericht
festgestellt hat, dass es vielen Menschen in Deutschland sehr
schlecht geht.

Doch eine Obergrenze würde das nur auf den ersten Blick zum
Positiven ändern. Dem einen zu verwehren, immer mehr Geld zu
verdienen, macht den anderen nicht unbedingt reicher. Im Wettbewerb
um schlaue Köp

Thüringische Landeszeitung: Der normale Wahnsinn / Kommentar von Gerlinde Sommer zum Koalitionskrach um Leiharbeit und Erbschaftssteuer

Ein Koalitionskrach, bei dem Horst Seehofer
mitmischt – und bei dem ganzen Streit kommt kein einziges Mal das
Wort "Obergrenze" vor. Wann hat es das zuletzt gegeben?! Neuerdings
musste man ja den Eindruck haben, dass alles mit allem zusammenhängt
und sich letztlich als Ergebnis der Flüchtlingskrise darstellt.

Aber es ist durchaus so, dass hin und wieder auf politischer Ebene
auch der ganz normale Wahnsinn stattfindet: Da wird lange um ein,
zwei Themen in der schwarz-

Thüringische Landeszeitung: Keine Schnellschüsse – Erste Urteile nach der Kölner Silvesternacht / Leitartikel von Axel Zacharias zu den Kölner Urteilen in Sachen Silvesternacht-Straftaten

Es gibt eine Reaktion der Justiz auf die Kölner
Silvesternacht. Nur waren es vorerst lediglich drei Diebe. Die
Männer, die mit ihren sexuellen Übergriffen für eine nicht nur
gedankliche Zäsur in der öffentlichen Meinung zur Flüchtlingskrise in
Deutschland gesorgt haben, sind noch nicht an der Reihe. Dies auch,
weil solcherart Straftaten auf der Kölner Domplatte oder auf St.
Pauli schwerer gerichtsfest zu beweisen sind. Man muss die Taten
nämlich

Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Untern Teppich gekehrt

Ungeheuerliches geschieht: Am Denkmal des sächsischen
Königs der Neuzeit wird gerüttelt. Was erlauben Spreng? Der
Politikberater gibt doch tatsächlich "König Kurt" eine Mitschuld an
den vergleichsweise häufigen rechtsextremistischen Auswüchsen, jüngst
erst die Verbal-Terroristen von Clausnitz. Übersetzt auf Thüringer
Verhältnisse wäre das etwa so, als käme ein Politikberater und sagte,
der Erfurt-Zentrismus von Bernha

Thüringische Landeszeitung: Widerstand – R2G muss Volkes Stimme ernst nehmen / Kommentar von Elmar Otto zur geplanten Gebietsreform in Thüringen und dem in diesem Zusammenhand drohenden Volksbegehren

Mag sein, dass SPD-Minister Poppenhäger dem
Linken-Fraktionär Kuschel den Erfolg nicht gönnte.Weshalb das
Innenressort mit seinen 155 Millionen Euro für die Gebietsreform nun
doch glatt fünf Millionen unter der von Kuschel berechneten Forderung
blieb. Aber unabhängig davon, ob dieses Geld überhaupt reicht – was
zweifelhaft erscheint – Fakt ist, dass der Regierung ein von
Kommunalpolitikern geplantes Volksbegehren droht.

Diesen Widerstand kann und darf