Noch immer liegen die Anschläge von Paris schwer
im Magen. Es ist diese Mischung aus Trauer und Wut und Trotz. Aber
was für eine Antwort! Der Millionenmarsch in Paris und das
"Zusammenstehen" am Brandenburger Tor in Berlin – das erleichtert.
Könnte es sein, dass die Menschen in Europa nicht nur zusammenrücken,
sondern womöglich ihre Identität neu entdecken? Wenn das zu den
Lehren aus Paris gehört, dann wäre das enorm viel. Denn das Wehklagen
Hartnäckig hält sich das Gerücht, Christian Wulff
sei nicht zuletzt auch wegen dieses Satzes zu Fall gebracht worden,
dass der Islam zu Deutschland gehöre. Diese Gefahr droht der
Kanzlerin kaum, wenn sie ihn nun wiederholt hat. Fast gleichmütig ist
er aus ihrem Munde zur Kenntnis genommen worden. Dass die Zeit nicht
stehengeblieben ist, zeigt sich auch daran, dass CDU-Politiker vor
Islamfeindlichkeit warnen, vor einer Gleichsetzung von Islam und
Islamismus. Ist die
Die Organisatoren der Pegida-Demonstrationen
kritisiert Thomas de Maizière scharf. "Wenn eine Gesellschaft sich so
atomisiert, dass jeder auf seinen Bauchnabel guckt, dann gehen wir
alle kaputt", sagte der Bundesinnenminister in der phoenix-Sendung
Unter den Linden. Das sei der Kern dessen, was neben dem Thema Islam
die Pegida-Bewegung ausmache. "Die sagen, Ihr denkt nur an Euch, wir
verstehen vieles nicht. Jetzt denken wir einmal an uns." Das
atomisiere die Gese
Berlin, 11. Januar 2015 – Der Vorsitzende der Axel
Springer SE, Mathias Döpfner, appelliert an alle Journalisten und
Verleger, sich nach den Anschlägen von Paris nicht einschüchtern zu
lassen: "Meine Sorge ist, dass mittel- und längerfristig vielleicht
doch bei vielen Journalisten so etwas wie vorauseilender Gehorsam und
eine falsche Vorsicht entsteht, es eine Veränderung in der
Berichterstattung geben könnte", sagte Döpfner am Sonntagabend bei
Berlin, 11. Oktober 2015 – Der Vorsitzende der Axel
Springer SE, Mathias Döpfner, appelliert an alle Journalisten und
Verleger, sich nach den Anschlägen von Paris nicht einschüchtern zu
lassen: "Meine Sorge ist, dass mittel- und längerfristig vielleicht
doch bei vielen Journalisten so etwas wie vorauseilender Gehorsam und
eine falsche Vorsicht entsteht, es eine Veränderung in der
Berichterstattung geben könnte", sagte Döpfner am Sonntagabend bei
Was sich in diesen Tagen in und bei Paris
abgespielt hat, ist in seiner Entsetzlichkeit einfach unvorstellbar.
Ein Albtraum. Präsident François Hollande hat jedenfalls das getan,
was sein Land von ihm erwarten durfte: dem Terror ruhig und
entschlossen die Stirn geboten. Und seine Regierung schaltete
schnell: In kurzer Zeit wurde eine gewaltige Zahl an Polizisten
mobilisiert, um der Tätern habhaft zu werden. Die Chefin der
rechtspopulistischen Nationalen Front, Marine Le P
Im Schatten der Terrorakte von Paris braut sich in
der Großen Koalition etwas zusammen. Der Riss bei der inneren
Sicherheit, der Union und SPD und damit auch Innen- und
Justizminister trennt, wird offenkundig. Ein neuer Koalitionskrach
ist im Anmarsch. Die Positionen sind konträr, und es geht nicht nur
darum, wie Deutschland besser vor Terroranschlägen geschützt werden
kann. Sondern es geht auch um die immer wiederkehrende Gretchenfrage:
Wie viel Sicherheit verträg
Es ist nicht vorbei. In Frankreich nicht. Und
anderswo auch nicht. Der Terror, der sich auf den Propheten beruft,
macht eine Atempause. Bei uns. Im fernen und vergessenen Afrika
nicht. In Paris fielen fast 20 Menschen islamistischer Ideologie zum
Opfer, in Nigeria mehr als 2000. Tendenz steigend. Die Grande Nation
hat kurzen Prozess gemacht mit den Attentätern, die Mitte der Woche
ein Dutzend Menschen in den Redaktionsstuben einer Satire-Zeitschrift
und davor ermordeten. Mitleidslos.
Der Horror von Paris scheint beendet. Vielleicht ist
nun Zeit für Trauer um die Menschen, die an die Freiheit des Geistes,
des Wortes, des Bildes glaubten und dafür von Wahnsinnigen getötet
wurden. Und um die, die als Geiseln starben, weil sie zur falschen
Zeit am falschen Ort waren.
Was dieser furchtbare Terrorangriff auf die Freiheit mit
Frankreich, mit Europa macht, ist noch nicht absehbar. Die Franzosen
stehen unter Schock, aber Seite an Seite: Freiheit, Gleichheit,
B
Cottbus. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU)
hat die Organisatoren von Pegida davor gewarnt, die Demonstrationen
aus dem Ruder laufen zu lassen. "Es gibt einen Veranstalter, der ist
verantwortlich für die Veranstaltung, inklusive An- und Abreise, so
sind die Spielregeln", sagte Ulbig im Interview mit der in Cottbus
erscheinenden Lausitzer Rundschau. Für die Polizei sei es eine
"besondere Herausforderung", zeitgleich Demonstrationen in Leipzig
und Dresden