Rücktritt von Bijan Djir-Sarai: Klassisches Bauernopfer / Kommentar von Thomas Fricker

Rücktritt von Bijan Djir-Sarai: Klassisches Bauernopfer / Kommentar von Thomas Fricker

Die Wortwahl im schließlich bekannt gewordenen Strategiepapier mag infantiler Fabulierlust entsprungen sein. Im Ergebnis ist die Glaubwürdigkeit der FDP beschädigt. Damit werden kurz vor einer politischen Richtungsentscheidung in der Republik zugleich liberale Inhalte diskreditiert. Die von der FDP geplante "offene Feldschlacht" hat nun die ersten Köpfe in den eigenen Reihen gekostet. (…) Die Rücktritte von Generalsekretär und Bundesgeschäftsf&uuml

Die Gesellschaft ist von der Corona-Pandemie noch nicht genesen

Die Gesellschaft ist von der Corona-Pandemie noch nicht genesen

"Wir werden einander viel verzeihen müssen." Unvergessen ist dieser Satz des damaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Pandemie ist längst vorbei, seit rund eineinhalb Jahren. Vom Virus ist aber nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit ausgegangen, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Heute wissen wir das. Die Gesellschaft ist noch nicht genesen. Die Bürger haben das Recht auf politische Aufarbeitu

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Papier der FDP und Rücktritten

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Papier der FDP und Rücktritten

Für die FDP geht es nun um mehr. Der entlassene Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner wird sich – trotz seiner Erklärung, er habe nichts von dem Papier gewusst – der Frage stellen müssen, ob er die Ampelkoalition gezielt so aufgerieben hat, dass sie scheitern musste. Es ist legitim, eine Regierungszusammenarbeit zu beenden, kommt man zum Ergebnis: Sie ist nicht mehr gut für das Land. Zu seriösem Verhalten gehört nicht, die Koalitionspartner zu provozieren un

Ins Aus manövriert

Ins Aus manövriert

Der Rücktritt des FDP-Generalsekretärs Bijan Djir-Sarai und die späte Informationsoffensive der Parteispitze werden wohl kaum die selbstverschuldete Affäre der Liberalen beenden. Dazu haben zu viele aus der Führungsriege zu lange behauptet, der Schlachtplan zum Ausstieg aus der Ampelkoalition existiere nicht. Schwerer wiegt allerdings, dass FDP-Chef Christian Lindner und sein Team mit all dem ihrer Glaubwürdigkeit schwer geschadet und viel Vertrauen verspielt haben.

Zahl der Ordnungsmaßnahmen im NRW-Landtag steigt stark an

Zahl der Ordnungsmaßnahmen im NRW-Landtag steigt stark an

Die politische Diskussion im nordrhein-westfälischen Landtag wird schärfer und hitziger – mit der Folge, dass das Präsidium wesentlich häufiger einschreitet als früher. In der laufenden Legislaturperiode hat das Präsidium bislang 88 Ordnungsmaßnahmen ausgesprochen. In der vergangenen Legislatur waren es zu dieser Zeit 55. Laut Landtagspräsident André Kuper gehört es in einer Demokratie dazu, dass sich Abgeordnete in der Sache streiten. "P

FDP – Das schäbige Schauspiel des Christian Lindner

FDP – Das schäbige Schauspiel des Christian Lindner

Christian Lindner ist kein guter Schauspieler. Seine demonstrative Empörung darüber, dass der Kanzler, der ihn eben hinausgeworfen hatte, eine Rede für den Fall der Fälle vorbereitet hatte, war von Anfang an nicht besonders überzeugend. Jetzt, da immer klarer wird, wie perfide Lindners FDP selbst das Ampel-Aus inszenieren wollte, wirkt das Schauspiel des Vorsitzenden geradezu schäbig.(..) Nun ist klar: Diese FDP und ihr Vorsitzender sind das Gegenteil von staatstrag

Kanzler Scholz kündigt neuen „Anlauf“ für Lösung des Altschulden-Problems an

Kanzler Scholz kündigt neuen „Anlauf“ für Lösung des Altschulden-Problems an

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wirbt für eine gemeinsame Kraftanstrengung der Länder, um Kommunen von ihren Altschulden zu entlasten. Schon als Bundesfinanzminister habe er die Idee entwickelt, wie man jene Städte und Gemeinden entlaste, die oft von ihren Altschulden "schier erdrückt werden", sagt Scholz im Interview mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung "Neue Westfälische" (Freitag). "Das Angebot fand damals leider nicht ausreichend U

Kanzler Scholz zur Stahlkrise: Wir dürfen nicht erpressbar sein

Kanzler Scholz zur Stahlkrise: Wir dürfen nicht erpressbar sein

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Relevanz des deutschen Stahls für Autos und Waffen unterstrichen. Die Stahlproduktion habe eine "geostrategische Bedeutung" für unser Land, sagt Scholz im Interview mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung "Neue Westfälische" (Freitag). "Seit der Zeitenwende haben wir gelernt, dass Unternehmen der Rüstungsindustrie zu oft von Zulieferern aus Ländern abhängig sind, bei denen wir uns nicht immer s

„Berliner Morgenpost“: Trump als Friedensstifter? – Leitartikel von Madeleine Janssen zur Nominierung von Keith Kellogg als US-Beauftragter für die Ukraine und Russland

„Berliner Morgenpost“: Trump als Friedensstifter? – Leitartikel von Madeleine Janssen zur Nominierung von Keith Kellogg als US-Beauftragter für die Ukraine und Russland

Donald Trump ist für seine erratische Art bekannt, etwa bewiesen durch seine vollmundige Ankündigung, er werde innerhalb von 24 Stunden einen Frieden in der Ukraine verhandeln. Nun schält sich heraus, wie Trump sich das vorstellt. Sein sogenannter Friedensplan kursiert schon länger, doch die Personalie Keith Kellogg bringt neuen Wind hinein. Kann man vielleicht doch auf Trump hoffen? Auf einen brachialen, dealfokussierten Macher, der sich mit diplomatischen Gepflogenheiten ni

„Berliner Morgenpost“: Diese Warnung hilft nicht weiter – Kommentar von Jörg Quoos zur Sicherheit auf Weihnachtsmärkten

„Berliner Morgenpost“: Diese Warnung hilft nicht weiter – Kommentar von Jörg Quoos zur Sicherheit auf Weihnachtsmärkten

Deutschland erlebt mehr Gewaltkriminalität, das ist eine traurige Wahrheit. Berlin, Solingen, Mannheim: Die Liste blutiger Verbrechen mit islamistischem Hintergrund ist über die Jahre lang geworden. Das Land lebt mit dieser neuen Form von Gewalt und muss auf den Staat vertrauen, dass er diese Gefahr bekämpft und größtmöglichen Schutz bietet.

Jetzt meldet sich die Bundesinnenministerin kurz vor dem ersten Advent zu Wort und mahnt öffentlich zu "groß