Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu einer möglichen Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit bei Erreichen eines Datenvolumens bei Festnetzanschlüssen

Verschiedene Internet-Seiten berichten, dass die
Telekom laut über neue Datentarife fürs Festnetz nachdenkt. In den
Handynetzen ist es bereits teure Wirklichkeit, in Zukunft sollen auch
im Festnetz Flatrate-Nutzer nach Erreichen einer festgelegten
Datenmenge ausgebremst oder erneut zur Kasse gebeten werden. Die
Telekom dementiert nicht, sondern verweist im eigenen Blog lediglich
darauf, dass es bisher noch keine neuen Tarife gebe. Im Übrigen
zitiert der Blogbeitrag des rosa R

Mittelbayerische Zeitung: Verdis Osterei

Von Wolfgang Ziegler

Verdi mutiert zur Gewerkschaft der Gutmenschen. Und die haben –
ganz plötzlich – ihr Herz für Flugpassagiere entdeckt. Über die
Osterfeiertage soll nicht gestreikt werden. Man wolle Ferienreisende
nicht in Mitleidenschaft ziehen, hieß es. Dies ist zum einen umso
bemerkenswerter als die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa am
Freitagabend ergebnislos abgebrochen wurden und erst am 17. April
fortgesetzt werden sollen. Dies sind zum anderen in der

WAZ: Sinneswandel um die Warenhäuser – Kommentar von Frank Meßing

Seit Jahren läutet dem traditionellen deutschen
Warenhaus das Totenglöckchen. Metro wollte den Kaufhof verkaufen,
Karstadt ging pleite. Doch von der Krise ist plötzlich keine Rede
mehr. "Der Kaufhof ist super", freut sich der sonst so nüchterne
Metro-Chef Olaf Koch. Und Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen wird
nicht müde zu betonen, dass er die Essener Kette als
Langfrist-Investment betrachtet und macht Managementfehler für die
Insolvenz 2009

Neue OZ: Kommentar zu Energie/Bosch/Solar/

Enttäuschte Erwartungen

Das Aus für die Bosch-Solarsparte ist eine weitere Episode in der
Geschichte des Niedergangs der deutschen Solarindustrie. Für die etwa
3000 Mitarbeiter des schwäbischen Unternehmens ist die Entscheidung
natürlich bitter. Betriebswirtschaftlich aber hat Bosch keine
Alternative. 2,4 Milliarden Euro hat das Unternehmen im
Photovoltaik-Geschäft bisher versenkt – ohne Aussicht auf Besserung,
im Gegenteil. So kann es nicht weitergehen. Da

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Bosch

Die Bosch-Führung muss sich die Frage stellen,
ob der Einstieg in die Fertigung von Solarmodulen nicht der falsche
Ansatz war, sich als grünes Unternehmen zu präsentieren. Bosch ist
ein Hightechkonzern, ein Unternehmen, das immer dann seine Stärke
entfaltet, wenn es darum geht, technisch höchst anspruchsvolle
Produkte mit größter Präzision in Massenfertigung herzustellen. Im
Kraftfahrzeuggeschäft gelingt das dem Konzern jeden Tag. Auch in der

Schwäbische Zeitung: Produkt für die Zukunft – Kommentar

Drohnen sind Hightech. Sie weisen in die
Zukunft. Dies bedeutet, dass Deutschland als Industrieland bei der
Entwicklung vorne mit dabei sein muss. Eigentlich selbstverständlich.
Leider gibt es Zeitgenossen, die in einem solchen Produkt vor allem
Schlechtes vermuten. Bei Drohnen ist es die mögliche Bewaffnung.
Militärisch gesehen übrigens eine sinnvolle Variante. Und die
Bundeswehr sollte schließlich in Einsätzen die beste Ausrüstung
haben. Das Problem in

Börsen-Zeitung: Negative Langzeitwirkung, Marktkommentar von Dieter Kuckelkorn

Sieht man sich die Entwicklung der Aktienmärkte
in der gerade beendeten Börsenwoche an, so könnte man den Eindruck
gewinnen, es sei nichts Wesentliches geschehen. Denn obgleich ein
EU-Mitgliedsland verzweifelt gegen den Staatsbankrott und für den
Verbleib in der Eurozone kämpft, hat der Dax in den fünf Handelstagen
gerade 1,6% eingebüßt. Zumindest am Freitag, während sich die Lage
erheblich zuspitzte, sahen sich die Marktteilnehmer nicht dazu
g

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Bosch

Das Aus für das Solargeschäft bei Bosch ist auch
eine Ohrfeige für die Politik, die noch jahrzehntelang zweistellige
Milliardensummen ausgeben wird, um eine Technologie zu fördern, deren
Produktion in Deutschland offensichtlich keine Zukunft hat. Mehr noch
– diese Überförderung hat maßgeblich zum Erstarken der chinesischen
Konkurrenz beigetragen. Die Solarförderung ist somit ein
Paradebeispiel für eine Politik, die zu maximalen Kosten einen
maxim

WAZ: Ein Kartell braut sich zusammen – Kommentar von Christopher Shepherd

Preisabsprachen bei Süßwaren und Kaffee, Kartelle
bei Bahnschienen und Drogerieartikeln, um nur ein paar Skandale der
jüngsten Zeit zu nennen. Verwundert es da, dass es ebenfalls
unlautere Absprachen zwischen Brauereien gegeben haben könnte? Kaum.
Insbesondere in dem Licht betrachtet, dass das Kartellamt die
Ermittlungen bald abschließen will – es also offenbar handfeste
Beweise für ein Braukartell gibt. Allerdings sind auch hier die
Konzerne bis zum Beweis

Allgemeine Zeitung Mainz: Glück gehabt / Kommentar zur Angst ums Gesparte

Angela Merkel passieren handwerkliche Schnitzer eher
selten, und schon gar nicht, weil sie ihre Emotionen nicht im Zaum
halten kann. Beim Beschluss der EU, Zypern völlig anders als alle
anderen Wackelkandidaten zu behandeln, indem man auch von Otto
Normalbürger einen Beitrag zur Sanierung verlangt, hat ihr Zorn
offenbar über ihren sonst so kühlen Verstand gesiegt. Wer mitten in
einer globalen Finanzkrise innerhalb von Minuten den Menschen die
Angst um ihr Erspartes nimm