Prost, Aktionäre! Auf ein Ausnahmejahr können die anstoßen, die
ihr sauer Erspartes in deutsche Aktiengesellschaften investierten.
Rund 30 Prozent Kursanstieg des Leitindex Dax, der breite MDax stark
wie nie – selbst die kühnsten Optimisten hatten nicht mit einem so
glänzenden Jahresabschluss gerechnet. Den Erfolg komplettiert, dass
mit BMW und Continental zwei der großen Gewinner 2012 stark in
Ostbayern verwurzelt sind. Die Ursache
Nein, dies soll kein Beitrag sein, um die
Autoindustrie und ihr Streben nach mehr Pferdestärken zu verteidigen.
Doch bedarf es einer Richtigstellung: Trotz steigender
Motorleistungen ist der Flottenverbrauch, also der Benzindurst aller
in Deutschland verkauften Fahrzeuge, deutlich gesunken. Lag der
durchschnittliche Bedarf eines neuen Benziners 1980 noch bei über
zehn Litern auf 100 Kilometern, so sind es heute unter 6,5 Liter –
ein Minus von einem Drittel. Moderne Diesel unterbi
Welch langweiliges Jahr! Die Welt ist nicht
untergegangen am 21. Dezember, die USA sind noch nicht von der
fiskalischen Klippe gestürzt, ja nicht einmal Griechenland ist 2012
pleite gegangen. Und die Währungsunion hat die Prophezeiungen der
Euro-Skeptiker einfach ignoriert: Sie besteht fort, hat Deutschland
nicht unter den Target-Salden begraben, und der Euro notiert mit 1,32
Dollar wieder so hoch wie Silvester 2010.
Es besteht wenig Aussicht, dass 2013 aus deutscher Sicht vie
Ein neuer Schlag für die Energiewirtschaft:
Die niederländische Tochter des Stadtwerkeverbundes Trianel hat
Insolvenz angemeldet. "Das Amtsgericht Maastricht hat heute das
Insolvenzverfahren über die Trianel Energie B.V. eröffnet. Wir
bedauern dies sehr", sagte gestern Elmar Thyen, Sprecher der
Trianel-Gruppe, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Freitagausgabe). Bereits in der Nacht zum 22. Dezember habe Trianel
die Strom-Liefe
Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas macht es vor: Nur
weil die Konjunktur in Südeuropa schwächelt, muss das deutsche
Konzerne nicht zwangsläufig in die Krise stürzen. Bei Adidas läuft es
ähnlich wie bei VW: Beide Unternehmen sind international inzwischen
so stark vertreten, dass sie die Krise im Heimatmarkt Europa mit den
Zuwächsen in den USA oder China kompensieren können.
Die Uhr läuft unerbittlich, und die
Wahrscheinlichkeit, dass es in Washington im bitteren Streit um die
Umgehung der "Fiskalklippe" noch in letzter Sekunde einen Kompromiss
gibt, wird immer geringer. Einigen sich die beiden politischen Lager,
Demokraten und Republikaner, nicht, laufen zum Jahresende befristete
Steuersenkungen aus. Außerdem kommt es dann zu einer gesetzlich
verankerten Senkung von Staatsausgaben.
Vielleicht hatte der Börsenguru André Kostolany
(1906 – 1999) doch Recht. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und
nach Jahren Kasse machen. So lautete der Rat des Ungarn, der die
schwärzesten Tage an den Weltbörsen erlebt, aber niemals seine
Gelassenheit und Phantasie verloren hatte. Kostolany kannte weder
Hochgeschwindigkeitshandel noch die Exzesse des Derivatemarkts und
schon gar nicht die Desaster an fast allen Finanzmärkten Europas und
der USA. Trotzdem ha
Schlangen an den Kassen sind ein Barometer für die
Konjunktur. Gemessen daran geht es den Bürgern und der Wirtschaft
recht gut. In diesem Weihnachtsgeschäft strömten die Kunden spät in
die Innenstädte und Center. Das Kaufverhalten der Kunden unterliegt
einem permanenten Wandel. Ist ein Händler in der Lage, diese
Gewohnheiten aufzunehmen, hat er eine gute Chance im Konkurrenzkampf
gegen Online-Anbieter und Versender. Oft wurde dem stationären
Einzelh
Über die Bedrohung der südwestfälischen Wirtschaft
durch den Fachkräftemangel gibt es unterschiedliche Informationen.
Kammern und Verbände zeichnen ein deutlich pessimistischeres Bild als
die Unternehmen selbst. Dort differiert die Einschätzung je nach
Branche und Firmengröße von gravierend bis kaum spürbar. Aber das ist
nur die gegenwärtige Situation. Auch bei denjenigen, die heute noch
jede offene Stelle mühelos besetzen können,
Die Deutschen sind, für ihre mentalen Verhältnisse,
einigermaßen zufrieden. Daran tun sie gut, denn das Glas ist halb
voll. Nicht weniger, allerdings auch nicht mehr. Inflation und
Teuerung sind – noch – im Griff. Das Zutrauen in den Euro sinkt,
natürlich. Aber der Euro ist in letzter Konsequenz nur eine Währung,
ein Etikett. Die Lage ist nicht unkompliziert, aber eine andere
Währung zu haben, wäre nicht vergleichbar mit den ökonomischen
Katastroph