Börsen-Zeitung: Beruhigungspillen, Kommentar zum Engagement der deutschen Versicherer in den Euro-Peripheriestaaten, von Antje Kullrich.

Die guten Nachrichten zuerst: In puncto
Griechenland haben die deutschen Versicherer das Schlimmste
überstanden. Die branchenweiten milliardenschweren Abschreibungen
durch Schuldenschnitt und Verkaufsverluste haben keine Gesellschaft
ins Straucheln gebracht. Laut BaFin stecken nur noch verschwindend
geringe 0,03% der Kapitalanlagen der deutschen Assekuranz in
Hellas-Bonds. Nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch summiert sich
das gesamte Engagement einschließlich Bank- un

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Stromnetze

Wenn der Ausbau der Stromnetze in diesem
Schneckentempo weitergeht, läuft die Energiewende vor die Wand. Schon
jetzt steht fest, dass der neue Windpark in der Nordsee erst später
Strom liefern kann, weil der Anschluss an das Binnenstromnetz nicht
rechtzeitig fertig wird. Große Aufgaben erfordern oft radikale
Maßnahmen. Noch aber ist es mindestens zu früh, um die Netze, wie von
SPD-Chef Sigmar Gabriel gefordert, teils zu verstaatlichen. Aus Sicht
der Privatwirtschaf

Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Zeitarbeit-Urteil

Jetzt ist es amtlich: Lohndumping, mit dem viele
Zeitarbeitsfirmen am Arbeitsmarkt agieren, verstößt gegen das Gesetz.
Dies hat das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil festgestellt. Die
Folgen werden die Arbeitswelt gravierend beeinflussen: Zehntausende
Leiharbeiter haben Anspruch auf eine gleiche Entlohnung wie
Stammbelegschaften. Ihnen müssen Löhne und Gehälter für Jahre
nachgezahlt werden. Und: Etliche Verleihfirmen werden deshalb
finanzielle Probleme bek

WAZ: Machbarkeit hat einen Preis – Kommentar von Thomas Wels

Die Energiewende ist machbar, auch im Zeitplan, den
der Atomausstieg 2022 vorgibt. Sagt die Kanzlerin. Die Energiewende
ist machbar, sagen die Netzbetreiber, obschon der Ausbau der Netze an
Land 20 Milliarden und auf See zwölf Milliarden Euro kostet.
Zuversicht ist gut. Mit Verzagtheit ist der Umbau der
Energieversorgung einer Volkswirtschaft nicht machbar. Schön wäre
allerdings, wenn die Politik auch mal auf jene hinweisen würde, die
die Rechnung zu begleichen haben. D

WAZ: Deutsche Firmen vom Virus „Flame“ nicht betroffen

Anders als beim Super-Computervirus "Stuxnet" vor
einem Jahr sind deutsche Unternehmen und Behörden bisher nicht Opfer
der Schadsoftware "Flame" geworden, die zahlreiche Rechner vor allem
im Nahen Osten infiziert hat. Auch gibt es aus Deutschland keine
Schadensmeldungen. "Dem Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf
eine Betroffenheit von Einrichtungen in Deutschland hindeuten
würden", s

Schockenhoff (CDU): Deutschland und Frankreich bleiben der Motor in Europa

Bonn/Berlin, 29. Mai 2012 – Andreas Schockenhoff
(CDU) ist davon überzeugt, dass der Machtwechsel in Frankreich trotz
unterschiedlicher Positionen etwa beim EU-Sondergipfel die
Beziehungen zu Deutschland nicht trübt. "Die deutsch-französischen
Beziehungen hängen nicht von dem Staatschef oder von der
Regierungschefin ab", sagte der Vorsitzende der Deutsch-Französischen
Parlamentariergruppe im Bundestag im PHOENIX-Interview.

Man dürfe auch nicht ver

Betriebsausgaben, die vor der Existenzgründung entstehen, steuerlich absetzen

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich mit einer Praxis niederzulassen, der hat einen langen Weg vor sich. Von der Idee bis zur Praxiseröffnung gilt es vieles zu regeln und auch Kosten entstehen, die noch keinem Gewinn gegenüberstehen. Zahlreiche Kosten, die im Vorfeld entstehen und in plausiblem Zusammenhang mit der geplanten Existenzgründung stehen, können als sogenannte "vorweggenommene Betriebsausgaben" steuerlich geltend gemacht werden. Um welche Ausgaben e

Börsen-Zeitung: Plan C, Kommentar zu Griechenland von Detlef Fechtner

Entweder die griechischen Wähler sind launisch
und wechseln ihre Positionen von Umfrage zu Umfrage. Oder die
Wahlprognosen in Griechenland sind nicht solider als Griechenlands
Defizitstatistiken in der Vergangenheit. Aber eigentlich ist das
schnuppe. Denn egal ob es der Wankelmut der Wähler ist oder die
Ungenauigkeit der Vorhersagen, das Ergebnis mit Blick auf die Neuwahl
am 17. Juni ist dasselbe: Nichts ist sicher. Nicht einmal, ob der
Wahltag Gewissheit über die Zukunft Gr

taz: Künftiger Deutsche-Bank-Chef bot selbst Schrott-Papier an / Dokumente aus US-Untersuchungsausschuss zeigen Anshu Jains Vergangenheit als Investmentbanker

Interne Unterlagen aus der Deutschen Bank zeigen:
Der neue Bankchef Anshu Jain war im Jahr 2007 persönlich am Verkauf
einer Anlage beteiligt, die der Bank eine Schadensersatz-Klage
einbrachte. Jain soll am kommenden Freitag gemeinsam mit Jürgen
Fitschen den Vorstandsvorsitz der Deutschen Bank übernehmen. Wie die
taz-Wochenendausgabe berichtet, finden sich die Hinweise auf die
Verstrickung Jains in einer Dokumentation des
Untersuchungsausschusses des US-Senats, der die Ursac