Man könnte meinen, die Sonne wäre hinter dem
Horizont verschwunden und tauchte nie wieder auf. Mit Empörung
reagierten Vertreter der Solarindustrie und Umweltverbände auf die
Pläne, die Solarförderung deutlich zu kürzen – ein Frontalangriff auf
die Energiewende, ein energiepolitisches Trauerspiel, das eine
Branche mit Zehntausenden Arbeitsplätzen in Deutschland vernichte,
lauteten die Kommentare. Doch an einem deutlichen Zurückfahren der
Einspei
Das Sonnengesicht, das Demonstranten gestern auf
ihren Plakaten mit sich getragen haben, schaut ziemlich traurig aus.
Die Mundwinkel zeigen fast bis auf den Boden. Es scheint, als wollten
sie zeigen: Dort wird die Solarbranche aufschlagen, wenn die Kürzung
nicht zurückgenommen wird. So weit muss es nicht kommen. Zwar sind
die Fachminister im Kabinett Angela Merkels, Philipp Rösler
(Wirtschaft) und Norbert Röttgen (Umwelt), nicht auf halbem Weg
stehen geblieben. Im Zeitpl
Einmal mehr wird die Macht von Facebook
deutlich. Bereits eine Million Menschen haben sich in dem sozialen
Netzwerk verabredet, am 1. März nicht zu tanken, um den Öl-Multis
einen Denkzettel zu verpassen. Die Idee der Nutzer, auf diese Weise
ihren Unmut kundzutun, mag gut gemeint sein. Und doch wird die Aktion
floppen. Dauerhafte Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der
Mineralölkonzerne dürfte der Boykott, wenn er überhaupt spürbar wird,
kaum haben. Denn w
"Unser fest in der Realwirtschaft verankertes
kundenorientiertes Geschäftsmodell hat sich bewährt und ist auch in
einem herausfordernden Umfeld erfolgreich." Der Satz könnte von einer
grundsoliden Bank stammen. Er stammt diesmal jedoch von
Commerzbank-Chef Martin Blessing. Und er trifft sogar zu, weil er auf
die sogenannte Kernbank (Privatkunden, Mittelstand, Mittel- und
Osteuropa, Corporates & Markets) gemünzt ist. Dummerweise besteht die
Commerzbank aber a
Als eitles Schoßhündchen der Kanzlerin wurde Phillip Rösler im
Kölner Karneval hochgenommen. Norbert Röttgen erhielt den Anti-Orden
zum "Pannenkopp des Jahres". Klar, dass beide vor den anstehenden
Landtagswahlen ihr Image als schnöselige Zögerer und Zauderer
abstreifen wollen. Den ersten Wurf bekam die Kanzlerin bei der
Bundespräsidentenkür ab, gestern folgte die Solarenergie: Drastisch
sollen die umstritten
Solarförderung und EU-Energiesparziele – monatelang
hatten sich Wirtschaftsminister Rösler (FDP) und Umweltminister
Röttgen (CDU) darüber bekriegt, nun sind sie sich einig. Doch es ist
ein absurder Kuhhandel: Deutschland torpediert seine eigene
Energiepolitik. Erstens: Die Kürzungen bei der Photovoltaik sind
angemessen, sie fallen sogar glimpflicher aus als geplant. Rösler
hatte ab einer bestimmten Zubaurate eine komplette Kappung der
Vergütungen geforde
Seit der Atomkonflikt mit dem Iran eskaliert,
kann man den Öl-Notierungen beim Klettern zusehen. Die Drohung, die
Lieferungen einzustellen, reicht, um die Kurse nach oben zu treiben.
Verschärft wird die Lage, weil die Griechenlandkrise den Euro massiv
unter Druck gebracht hat. Bisher wirkte ein starker Euro wie ein
Puffer, der die Energieverbraucher in Europa vor den Auswirkungen der
Ölpreisexplosion teilweise bewahrte. Heute ist der Euro schwach, und
das verteuert das Benz
Jetzt geht alles schneller als gedacht. Schon Anfang
März dreht die Bundesregierung an der Schraube für die
Solarförderung. Rückwärts und mit Tempo. Die Einspeisevergütung wird
drastisch gekappt: um 20 Prozent für kleine und um 30 Prozent für
große Anlagen. Zusätzlich sinken ab Mai die Fördersätze jeden Monat
um 0,15 Cent pro Kilowattstunde. Die Eile hat einen Grund: Die
Minister Röttgen (Umwelt) und Rösler (Wirtschaft)
Es ist wie immer, wenn Subventionen oder
sonstige Fördermittel gestrichen werden. Der Untergang der
Geförderten wird vorausgesagt. Da macht die Solarbranche keine
Ausnahme. Wenn alles eingetroffen wäre, was Photovoltaiker,
Umweltverbände und auch einige Bundesländer geunkt haben, dann wäre
es längst zappenduster für die Sonnenenergie. Das Gegenteil ist der
Fall. Auch die geschrumpfte Förderung von Solaranlagen ist immer noch
ausreichend, um Inve