Mittelbayerische Zeitung: Kein Plan, viel Profilneurose

Von Roman Hiendlmaier

Als eitles Schoßhündchen der Kanzlerin wurde Phillip Rösler im
Kölner Karneval hochgenommen. Norbert Röttgen erhielt den Anti-Orden
zum "Pannenkopp des Jahres". Klar, dass beide vor den anstehenden
Landtagswahlen ihr Image als schnöselige Zögerer und Zauderer
abstreifen wollen. Den ersten Wurf bekam die Kanzlerin bei der
Bundespräsidentenkür ab, gestern folgte die Solarenergie: Drastisch
sollen die umstritten

WAZ: Kuhhandel in der Energiepolitik. Kommentar von Jürgen Polzin

Solarförderung und EU-Energiesparziele – monatelang
hatten sich Wirtschaftsminister Rösler (FDP) und Umweltminister
Röttgen (CDU) darüber bekriegt, nun sind sie sich einig. Doch es ist
ein absurder Kuhhandel: Deutschland torpediert seine eigene
Energiepolitik. Erstens: Die Kürzungen bei der Photovoltaik sind
angemessen, sie fallen sogar glimpflicher aus als geplant. Rösler
hatte ab einer bestimmten Zubaurate eine komplette Kappung der
Vergütungen geforde

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Spritpreis

Seit der Atomkonflikt mit dem Iran eskaliert,
kann man den Öl-Notierungen beim Klettern zusehen. Die Drohung, die
Lieferungen einzustellen, reicht, um die Kurse nach oben zu treiben.
Verschärft wird die Lage, weil die Griechenlandkrise den Euro massiv
unter Druck gebracht hat. Bisher wirkte ein starker Euro wie ein
Puffer, der die Energieverbraucher in Europa vor den Auswirkungen der
Ölpreisexplosion teilweise bewahrte. Heute ist der Euro schwach, und
das verteuert das Benz

Westfalenpost: Kommentar zu Energie/Solar/Förderung/Umwelt/Erneuerbare/Die Solarförderung wird gekappt/Schattenseiten/Von Martin Korte

Jetzt geht alles schneller als gedacht. Schon Anfang
März dreht die Bundesregierung an der Schraube für die
Solarförderung. Rückwärts und mit Tempo. Die Einspeisevergütung wird
drastisch gekappt: um 20 Prozent für kleine und um 30 Prozent für
große Anlagen. Zusätzlich sinken ab Mai die Fördersätze jeden Monat
um 0,15 Cent pro Kilowattstunde. Die Eile hat einen Grund: Die
Minister Röttgen (Umwelt) und Rösler (Wirtschaft)

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zur Kürzung der Solarförderung

Es ist wie immer, wenn Subventionen oder
sonstige Fördermittel gestrichen werden. Der Untergang der
Geförderten wird vorausgesagt. Da macht die Solarbranche keine
Ausnahme. Wenn alles eingetroffen wäre, was Photovoltaiker,
Umweltverbände und auch einige Bundesländer geunkt haben, dann wäre
es längst zappenduster für die Sonnenenergie. Das Gegenteil ist der
Fall. Auch die geschrumpfte Förderung von Solaranlagen ist immer noch
ausreichend, um Inve

WAZ: Essener Firma Kötter will 400 Arbeitsplätze schaffen

Die Essener Firmengruppe Kötter will in diesem Jahr
weiter expandieren und zahlreiche Mitarbeiter einstellen. "Trotz der
prognostizierten Konjunkturabschwächung möchten wir in diesem Jahr
bundesweit 400 neue Arbeitsplätze schaffen", sagte Firmenchef
Friedrich P. Kötter den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe
(Donnerstagausgabe). Das Unternehmen bietet Sicherheits-, Reinigungs-
und Gebäudedienstleistungen an. Zuwächse verzeichne Kötter vor allem

Neue OZ: Kommentar zu Energie / Preise / Benzin

Neue Lösungen müssen her

Ja, die Regierung hat recht: Immer dann, wenn Kraftstoff besonders
teuer geworden ist, werden Rufe nach steuerlichen Entlastungen für
Berufspendler laut. Und weil das deutsche Steuersystem schon jetzt
das weltweit komplizierteste ist, verträgt es nicht auch noch eine
spritpreisabhängige Komponente. Zumal sich Deutschland der
Energiewende verschrieben hat, durch die der Verbrauch fossiler
Brennstoffe langfristig gedrosselt werden soll. Re

Stuttgarter Nachrichten: Daimler-Vorstandsgehälter

Der Daimler-Chef kassiert an einem Arbeitstag
rechnerisch fast so viel wie ein Baden-Württemberger im Schnitt in
einem Jahr. Maßlos ist sein Salär angesichts von sechs Milliarden
Euro Gewinn nicht. Mit einer neuen Berechnungsformel hat der
Autobauer dafür gesorgt, dass die Bezüge auch in Spitzenjahren wie
2011 nicht ungebremst steigen. Zudem hängt rund die Hälfte des
Verdiensts von der langfristigen Konzernentwicklung und dem Vergleich
mit der Konkurren

WAZ: Die Wende zu Ende denken. Kommentar von Kai Wiedermann

Um durchschnittlich 15 Prozent sind die
Energiepreise in den vergangenen beiden Jahren gestiegen. Die Kosten
für Strom und Gas sind Haupttreiber der Teuerungsrate. Sie belasten
Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen – und damit auch die
Konjunktur. Jetzt also wehren sich nicht mehr nur die
Industrie-Kapitäne, sondern auch Verbraucherschützer. Weil die
Energiewende gerade erst begonnen hat und die Preise weiter anziehen,
drohen die Probleme anzuwachsen – die wirtscha