Der Tagesspiegel: Siemens-Finanzvorstand erwartet Abschwung – „Transferunion für Europa unausweichlich“ – Umschuldung wahrscheinlich

Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser sieht die
Weltwirtschaft vor einem Abschwung. "Die Party wird nicht so
weitergehen wie in den vergangenen Quartalen", sagte er dem
Tagesspiegel (Montagausgabe) in einem Interview. Die Volatilität der
Wirtschaftszyklen habe sich gesteigert, schuld seien auch
Überreaktionen der globalen Marktteilnehmer. Mit seiner neuen
Organisation stelle sich Siemens "auf die Trends ein, die unabhängig
von den Zyklen eine strukturelle Nachfra

Neue OZ: Kommentar zu Island / Referendum

Eiskalt erwischt

Arme Isländer. 12 000 Euro pro Kopf sollen sie, vor Steuern und
Zinsen, zahlen, um für die Verluste der Pleitebank Icesave
aufzukommen. Dass sie dies erneut abgelehnt haben, ist nur
verständlich. Schließlich geht es um Verbindlichkeiten einer
Privatbank, die nicht einfach Steuerzahlern aufgebürdet werden
können. Man darf gespannt sein, wie europäische Gerichte den Fall
bewerten.

Auf politischer Ebene stehen die Chancen, Zahlungen

WAZ: Schmerzhafte Weigerung
– Kommentar von Tobias Bolsmann

Die Allianz der Energiekonzerne mag seit dem
Atom-Moratorium bröckeln – RWE klagt allein gegen die Stilllegung der
Atommeiler. Doch beim Ökofonds herrscht Einigkeit unter den vier
Kernkraftwerksbetreibern. Sie kündigen die Einzugsermächtigung. Das
Vorgehen ist aus Sicht der Unternehmen konsequent und
erfolgversprechend. Die Zahlungen in den Ökofonds sind per Vertrag
ausdrücklich an die Laufzeitverlängerung gekoppelt worden. Da diese –
mindestens – ausgeset

Der Tagesspiegel: Siemens-Vorstandäußert sich skeptisch zu Atomkraft – „Angst rational nachvollziehbar“

Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser hat sich
skeptisch über Atomkraft geäußert. "Die Angst vor der Kernkraft ist
nach den jüngsten Ereignissen rational nachvollziehbar und emotional
allemal verständlich", sagte er dem Tagesspiegel (Montagausgabe) in
einem Interview. Die Ereignisse in Japan seien eine Zäsur. "Fukushima
muss der Anlass für eine Bestandsaufnahme sein. Die Welt muss in sich
gehen. Wie ist ein Restrisiko zu bewerten, das nach aller

Der Tagesspiegel: Siemens bringt Rhein-Ruhr-Region als Standort für neue Sparte ins Gespräch

Siemens hat einen zweiten inländischen Standort
neben Berlin für den Sitz der neuen Infrastruktursparte ins Gespräch
gebracht. "Berlin ist als deutsche Hauptstadt exponiert, aber die
einzige Megacity, die wir in Deutschland haben, ist eigentlich die
Region Rhein-Ruhr. Man könnte auch argumentieren, dass wir deshalb
dahin gehen sollten", sagte Finanzvorstand Joe Kaeser dem
Tagesspiegel in einem Interview (Montagausgabe). Eine Entscheidung
sei noch nicht gefal

Rheinische Post: Kernenergie-Ausstieg: IG BCE-Chef Michael Vassiliadis fordert neuen „Solidaritätszuschlag“

Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft IG
BCE, Michael Vassiliadis, schlägt ein staatlich finanziertes Programm
speziell für Wärmedämmung und andere Ökoprojekte vor. Es solle
jährlich rund fünf Milliarden Euro betragen, erklärt er im Interview
mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post"
(Samstagsausgabe). Damit sollten genau die CO2-Mengen eingespart
werden, die die deutsche Stromwirtschaft nach einem weitgehendem
Ausstie

Neue OZ: Kommentar zu Verbraucher / Diesel / Preise

Ruhig wundern

Da hat EU-Kommissar Algirdas Semeta aber etwas angerichtet: Wer
sich an den Spritpreisen vergreift, darf sich heftigen Gegenwinds
sicher sein. Allerdings: Die Wahrscheinlichkeit, dass seine
Initiative in dieser Form umgesetzt wird, tendiert gegen null.
Einstimmig müssen die EU-Mitgliedstaaten Steuerfragen entscheiden.
Schon Deutschland wird in diesem Fall kaum mitspielen. Autofahrer
können also ruhig bleiben, aber sie dürfen sich auch wundern. Zum
Beispiel

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema E10

Werben und Beruhigen hat nicht geholfen.
Deutschlands Autofahrer verweigern sich weiterhin dem mit zehn
Prozent Bio-Ethanol angereicherten E10-Benzin. Die Gründe dafür sind
vielfältig. Entweder fehlt das Vertrauen in den neuen Kraftstoff,
der, so die Befürchtungen, den Motor schädigen könnte. Oder aber es
sind schlicht die Vorbehalte, dass Nahrungsmittel in Treibstoff
umgewandelt werden. Nun zieht Aral die Notbremse und kündigt die
Rückkehr zum E5 a

Börsen-Zeitung: Der Default kommt, Marktkommentar von Kai Johannsen

Portugal ist unter den Rettungsschirm
geflüchtet. Und wie sieht die Reaktion der Bond- und Credit-Märkte
aus? Von Erleichterung weit und breit keine Spur. Warum sollten die
Akteure auch mit Erleichterung auf den Hilferuf reagieren? Der
Schritt galt seit Wochen als überfällig, einige Marktteilnehmer
erwarteten ihn schon im vierten Quartal, als Dublin in Brüssel
anrief.

Selbst ein in Staatsrefinanzierungsfragen unbedarfter Betrachter
dürfte zum Schluss erka