Mitteldeutsche Zeitung: zu Gaspreisen

Schon längst nicht mehr erhöhen alle Stadtwerke und
Regionalversorger die Preise im Gleichschritt. Denn es sind nicht
mehr Russen, Norweger und Niederländer alleine, die Deutschland über
langfristige Verträge mit Gas versorgen. Vor allem durch neue
Fördertechniken in den USA gibt es auf dem Weltmarkt eine regelrechte
Gasschwemme. An den Börsen ist Gas daher vergleichsweise billig. Es
kommt auf die Einkaufsstrategie und die Verträge jedes einzelnen
En

WAZ: Unfrommer Protest – Leitartikel von Angelika Wölk

Weltjugendtage sind Papst-Jubeltage. Unvergessen
sind die Benedetto-Rufe, die durch die Straßen Kölns erschallten, als
Benedikt XVI. kurz nach seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt an den Rhein
kam – in seine deutsche Heimat. Die Jugend der Welt stand Kopf – sie
konnte nicht genug kriegen von dem alten Mann in Weiß. Doch jetzt in
Spanien ist das anders. Neben der Begeisterung unheiliger Protest,
Rangeleien mit Kritikern. Die Bilder zeigen, dass sich viel verändert
hat f&uuml

Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Beben an der Börse

Die Börse ist im Zeitalter des billigen Geldes zu
einem Schlachtfeld für Spekulanten und Zocker verkommen. In immer
kürzeren Abständen bricht Panik aus, beben die Finanzmärkte und
zittern die Anleger. Die Börse – ein Spiegelbild der wirtschaftlichen
Entwicklung? Vergessen Sie–s! Daher greift es zu kurz, die
Achterbahnfahrt der Aktienkurse auf Dollarschwäche oder
Staatsschulden-Krise zu reduzieren. Weltweit werden heute Anleihen,
Derivate, Aktien oder Roh

Südwest Presse: Kommentar zum Libyen-Krieg

Alles ganz normal. Die Leichtigkeit, in der
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) versucht, die Debatte
über den Einsatz deutscher Soldaten in Nato-Stäben vom Tisch zu
wischen, muss erbosen – nicht nur den Grünen-Abgeordneten
Hans-Christian Ströbele. Denn de Maizière versucht, in bewährter
Manier darüber hinwegzugehen, wie tief Deutschland mittlerweile in
die Niederungen des Krieges hinabgestiegen ist – nicht nur in Libyen.
Jahrelang hat

Berliner Zeitung: Inlandspresse – keine Vorabmeldung Die „Berliner Zeitung“ begrüßt Lammerts Bemühen um die Rechte des Parlaments in der Euro-Krise

Das Beharren Lammerts auf eine angemessene
Beteiligung des Bundestags ist eine Kardinalpflicht des
Parlamentspräsidenten. Dass nicht die Bundesregierung, sondern der
Vorsitzende der Unionsfraktion darauf – vollkommen unangemessen –
reagiert, ist zweifach peinlich. Erstens liegt im Schweigen der
Regierung eine erneute Missachtung des Parlaments. Zweitens belegen
Kauders Worte, was sie dementieren sollen – die Unionsabgeordneten
sind Erfüllungsgehilfen der Regierung.

Pressek

HWWI-Chef Straubhaar befürchtet neue Welle von Kurzarbeit

Einen Übergriff der Finanzkrise auf die Realwirtschaft wie 2008 befürchtet Thomas Straubhaar, Chef des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI). "Wie damals haben die Turbulenzen an den Märkten an sich nichts mit realen Werten zu tun, sondern sind nur mit Panik und Herdentrieb zu erklären. Doch das nützt nichts, wenn es trotzdem zur Ansteckung auf die Realwirtschaft kommt", sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgaben). Am F