Wer glaubt, die EU sei unreformierbar und werde sich nie zu einem
engeren Verbund als jetzt zusammenfinden, der sollte einmal kurz auf
die Bankenaufsicht blicken. Denn als sich die Staats- und
Regierungschefs im Frühjahr darauf im Grundsatz einigten, hätte kaum
jemand gewettet, dass sie überhaupt kommt, geschweige denn schnell.
Kaum zu glauben: Ein knappes halbes Jahr später steht das Konstrukt
mit allen Details und wurde jetzt beschlossen.
Das Unterbewusstsein kauft – wir bezahlen. Etwa 70 Prozent unserer
Kaufentscheidungen sind nach Schätzungen von Psychologen irrational
und laufen unterbewusst ab.
Wenn auf dem Einkaufszettel zum Beispiel nur Milch, Butter, Brot
und Waschmittel stehen, packen wir zu Hause dann doch noch viele
andere Dinge aus. Und zahlreiche Forscher arbeiten fieberhaft daran,
dass dieser Anteil noch viel größer wird.
Jürgen Fitschen ist nicht zu beneiden. Die Münchener Justiz und
die Frankfurter Strafverfolger nehmen ihn in die Zange. In beiden
Fällen muss er für Verfehlungen geradestehen, an denen er
wahrscheinlich selbst nicht beteiligt war. Der damalige Vorstandschef
Rolf Breuer hat der Bank das Kirch-Debakel eingebrockt. Und der
Vorwurf des Steuerbetrugs gegen den heutigen Ko-Chef Fitschen beruht
aller Wahrscheinlichkeit nach auf einer formalen Untersc
Was für eine vorgezogene Bescherung: Berlin, Stuttgart, Wien,
Mailand oder Paris – und nach der großen OLT-Werbekampagne zum
Einstieg am FMO sollten die erwähnten Ziele ja erst der Anfang einer
neuen Erfolgsstory sein. Nur wenige Wochen später müssen wir
feststellen, dass viele Wünsche wie Seifenblasen zerplatzt sind. OLT
hat eine klassische Bruchlandung hingelegt. Nicht nur am Flughafen
Münster/Osnabrück, sonde
Bald werden 400 Soldaten aus Sanitz und aus Bad
Sülze in Mecklenburg-Vorpommern nach Kahramanmaras in der Türkei
verlegt. Sie sollen, so hat es am Freitag der Deutsche Bundestag
beschlossen, jene Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot bedienen, mit
denen der Nato-Verbündete Türkei vor dem despotischen Regime in
Syrien geschützt werden soll. Deutschland zeigt so auch seine
Loyalität mit einem Militärbündnis, das in Zeiten des Kalten Krieges
unser Land ver
Früher als andere Zulieferer hat ZF erkannt,
dass es in der Autoindustrie zu einer Machtverschiebung kommen wird:
Die großen Fahrzeughersteller erledigen immer weniger selbst. Sie
wälzen die Entwicklung wesentlicher Bauteile auf Lieferanten ab.
Damit wächst die Verantwortung der Zulieferer. Längst geht es nicht
mehr nur um Schlösser und Scheibenwischer. Es geht um
Spitzentechnologie. Kleine Schrauberbuden können da nicht mithalten.
Wer mit den Riesen in
Das jüngste Ministertreffen der Organisation
Erdöl exportierender Staaten (Opec) hat eines deutlich gemacht: Die
führenden Kräfte des Kartells sind nicht daran interessiert, den
Ölpreis weiter in die Höhe zu treiben. Die Organisation hat auf ihrem
Treffen die eigentlich verbindlichen Förderquoten bei 30 Mill. Barrel
pro Tag (bpd) belassen, obwohl die Marktanalysten des Kartells selbst
festgestellt haben, dass die Mitglieder deutlich mehr produzieren;
die &U
Natürlich muss man dem Nato-Partner Türkei
Patriot-Abwehrraketen samt Bedienmannschaften schicken, wenn der sich
aus Syrien bedroht fühlt. Die Erfüllung eines solchen Hilferufes ist
in einem gemeinsamen Militärbündnis das Mindeste. Und angesichts des
bevorstehenden Zusammenbruchs des Assad-Regimes sind
Verzweiflungs-Akte seiner Armee ja tatsächlich nicht auszuschließen.
Jedenfalls trägt diese Stationierung zur Beruhigung der türkischen
Bev
Mit dem Beschluss des Bundesrates steht fest, es
wird ein neues NPD-Verbotsverfahren geben. Nach langer Diskussion
sind alle Argumente dafür und dagegen bekannt und die Fakten, die für
einen neuen Anlauf sprechen, überwiegen. Denn wie es scheint, liegt
aussagefähiges Material vor, das den verfassungsfeindlichen Charakter
der NPD und ihre "aggressiv, kämpferische" Haltung gegen die
Demokratie belegt. Und diesmal sind offenbar keine V-Leute am
Zustandekommen