Weser-Kurier: Zur Porto-Erhöhung bei der Post schreibt der „Weser-Kurier“ (Bremen) in seiner Ausgabe vom 29. Dezember 2012:

Zugutegehalten muss der Deutschen Post natürlich,
dass die Anhebung des Portos die erste seit nunmehr 15 Jahre ist. Mit
drei Cent liegt diese auch noch weit unter dem Anstieg des
Preisniveaus, die wir im gleichen Zeitraum in anderen Branchen erlebt
haben. Und doch zeigt diese Kontinuität doch auch, dass die Deutsche
Post ein Konzern ist, dem es nach wie vor sehr gut geht. Daher
dürften mit der Erhöhung des Portos auch die Ansprüche der Kunden
steigen. Einschrän

Südwest Presse: KOMMENTAR · PFLEGE

Bei der Definition des Pflegebegriffs gekniffen; die
Hilfe für Demenzkranke verbessert; die Versicherungswirtschaft
hofiert – so lässt sich Gesundheitsminister Daniel Bahrs
Pflegereförmchen zusammenfassen. Unverständlich ist, dass es mehr als
anderthalb Jahrzehnte nach Einführung der Pflegeversicherung noch
immer nicht gelingt zu beschreiben, was im ambulanten und stationären
Bereich dienlich ist. Da kann es nicht um das Abarbeiten von
Pflegemodulen gehen, sond

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Grünen-Fraktionschef für Verfassungsänderung Pausenfüller Priggen THOMAS SEIM

Stellen wir nur der guten Ordnung halber fest:
Es gibt eine Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Sie ist von einer
Parlamentsmehrheit bis 2017 gewählt. Akuter Bedarf an Kandidaten für
das Amt besteht nicht. Gäbe es ihn, hätten wir folgendes Bild:
SPD-Innenminister Jäger oder -Finanzminister Walter-Borjans stünden
bereit. Beide haben den nötigen Sitz im Landtag. Die Union pendelt
zwischen Fraktionschef Laumann und Parteichef Laschet. Beiden traut
das

Mittelbayerische Zeitung: Der Vertrauensbeweis

Von Roman Hiendlmaier

Prost, Aktionäre! Auf ein Ausnahmejahr können die anstoßen, die
ihr sauer Erspartes in deutsche Aktiengesellschaften investierten.
Rund 30 Prozent Kursanstieg des Leitindex Dax, der breite MDax stark
wie nie – selbst die kühnsten Optimisten hatten nicht mit einem so
glänzenden Jahresabschluss gerechnet. Den Erfolg komplettiert, dass
mit BMW und Continental zwei der großen Gewinner 2012 stark in
Ostbayern verwurzelt sind. Die Ursache

Mittelbayerische Zeitung: Es bleibt an den Frauen hängen

Von Reinhold Willfurth

Gut gemeint ist nicht immer gut: Der Andrang auf die Pflegezeit
für arbeitende Angehörige hält sich, freundlich formuliert, in
Grenzen. Bürokratie bei der Antragstellung, die Furcht vor Nachteilen
im Beruf und die Aussicht auf ein schmaleres Einkommen sind mögliche
Gründe für den peinlichen Flop, den sich wieder einmal das Haus der
forschen Familienministerin Schröder zuschreiben lassen muss. Wenn
man sich dann noch vor Auge

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTARE Das Ende der Krise Geschafft! STEFAN SCHELP

Wer wissen will, was uns in den vergangenen
Jahren beschäftigt hat, der braucht nur in die Liste der Worte des
Jahres zu sehen. 2008: Finanzkrise, 2009: Abwrackprämie, 2010:
Wutbürger, 2011: Stresstest, 2012: Rettungsroutine. Richtig. Bereits
das fünfte Jahr in Folge sind wir im Krisenmodus. Haben die
Commerzbank gerettet, Karstadt durch die Insolvenz geführt, der
Autoindustrie per Abwrackprämie neuen Schwung gebracht. Irland,
Spanien, Portugal gerettet. Und

Westdeutsche Zeitung: Die Pflegezeit braucht eine verlässliche, verbindliche Regelung = Von Lothar Leuschen

Wenn die Anzeichen nicht trügen, steuert
Deutschland auf eine soziale Katastrophe zu. Auslöser ist der
demografische Wandel. Und alle, die bisher nach Auswegen suchten,
sind gescheitert. Zuletzt musste Familienministerin Kristina Schröder
erfahren, dass gut gemeint nicht gut gemacht ist. Ihre
Pflegezeit-Idee ist von der Realität schlicht ignoriert worden. Dabei
ist Schröders Grundgedanke richtig. Die Zahl der Pflegebedürftigen
steigt rapide. Die Kosten für

Mitteldeutsche Zeitung: zu „Anhalt 800“

Sachsen-Anhalt hat viel Potenzial, sich lebenswerter
zu machen. Womit wir bei 800 Jahre Anhalt wären. Nicht der Blick
zurück ist entscheidend, sondern die Frage, was sich daraus für die
Zukunft machen lässt. Das Bauhaus, die Hochschule Anhalt, die
Theaterkultur – Pfunde in Bildung und Wissenschaft, mit denen
gewuchert werden sollte. Da hat die Politik, sowohl auf Landes- als
auch Kommunalebene noch zu tun. Stärken stärken, in den Regionen:
die Chemie im S&u

WAZ: Auto ist auch Emotion – Kommentar von Sven Frohwein

Nein, dies soll kein Beitrag sein, um die
Autoindustrie und ihr Streben nach mehr Pferdestärken zu verteidigen.
Doch bedarf es einer Richtigstellung: Trotz steigender
Motorleistungen ist der Flottenverbrauch, also der Benzindurst aller
in Deutschland verkauften Fahrzeuge, deutlich gesunken. Lag der
durchschnittliche Bedarf eines neuen Benziners 1980 noch bei über
zehn Litern auf 100 Kilometern, so sind es heute unter 6,5 Liter –
ein Minus von einem Drittel. Moderne Diesel unterbi

WAZ: Versuche mit Menschenleben – Kommentar von Dietmar Seher

Neue Medikamente zu testen ist richtig und wichtig.
Wenn die Voraussetzungen stimmen, sollte das auch klinisch passieren
– mit erkrankten Menschen, bei denen die noch ungenehmigte Arznei
durchaus Besserung bewirken kann und sollte. Das kann viele weitere
Leben retten. Die Zustimmung zum Test ist eine
Selbstverständlichkeit.

Westliche Pharma-Firmen haben das in den 80er-Jahren anders
gesehen, wenn die Recherchen vor allem ostdeutscher Journalisten
stimmen. Und weil es an der Echth