Erst die Stewardessen, dann die Fluglotsen, nun
das Sicherheitspersonal – keine Branche ist in den vergangenen Jahren
so stark von Streiks getroffen worden wie die Luftfahrt. Immer mehr
Berufsgruppen machen nach, was die Piloten vorgemacht haben: ihre
Schlüsselstellung ausnutzen, um mal angemessene, meist aber maßlose
Lohnforderungen durchzusetzen. Immer wieder werden dafür Passagiere
in Geiselhaft genommen, müssen stundenlang warten oder kommen gar
nicht weg. Flugh&aum
Immer häufiger klopfen die Krankenkassen den
Ärzten auf die Finger, stellen deren Therapien und vor allem deren
Mengen in Frage. Sowohl die Kassen wie auch die Ärzte haben neben dem
Wohl der Patienten immer auch ihre Finanzlage im Auge. Dies wiederum
muss man stets bedenken, wenn sich Kassen und Ärzte gegenseitig
kritisieren. Doch jenseits des üblichen Hickhacks zwischen Kassen und
Ärzten lässt die Studie über gefährliche Arzneimittelverordnungen
Lateinamerika ist ein Stück europäischer geworden:
Politisch stabiler, wirtschaftlich erfolgreich, nur sozial ist die
Rückständigkeit geblieben. Parallel hat sich Europa ein Stück weit
lateinamerikanisiert. Die Schere zwischen Arm und Reich ist
gewachsen, soziale Spannungen haben zugenommen. Zudem sind Teile
Europas heute so verschuldet wie einst die südamerikanischen Staaten.
Dafür stehen heute in São Paulo, Mexiko-Stadt, Bogotá und Lima die
Auf den EU-Kritiker Václav Klaus folgt Milos
Zeman, der als europafreundlich gilt. Aus der Ferne betrachtet
scheinen die Tschechen eine akzeptable Wahl getroffen zu haben. Doch
über Zeman lässt sich sonst nicht viel Gutes sagen. Er wird sich,
wenn er sich nicht erheblich geändert hat, als populistischer
Heißsporn und Polarisierer aufführen. Auch aus deutscher Sicht ist
Zeman keiner, der Vertrauen weckt. Im Wahlkampf hat er mit einer
aggressiv-nationalisti
Drei Menschen kennen die Wahrheit: die
»Stern«-Reporterin, Rainer Brüderle und seine Mitarbeiterin. Bisher
ist der Vorwurf sexueller Belästigung nur von einer Seite geschildert
worden. Gestern hätte der FDP-Fraktionschef, der sonst keine Kamera
und kein Mikrofon unbeachtet lässt, seine Chance zur Aufklärung
nutzen können. Hat er aber nicht. Da kann man nur sagen: selbst
schuld. Auch wenn der Politiker kaum Erinnerungen an den besagten
Abend an der
Wer den Zustand der Wirtschaft nur am Dax
abliest, könnte Zweifel bekommen: Gibt es die Krise überhaupt noch?
Zuletzt schraubte sich der wichtigste deutsche Aktienindex immer
wieder bis an die 8000-Punkte-Grenze. Gleichzeitig senkten die
führenden Wirtschaftsinstitute und zuletzt auch die Bundesregierung
ihre Prognosen für 2013. Ist ein halbes Prozent überhaupt noch als
Wachstum zu bezeichnen? Jedenfalls wird es nicht reichen, um den
deutschen Arbeitsmarkt weiter
Ägypten vor zwei Jahren: Nur 18 Tage dauerte es,
durch Demonstration und Revolution Hosni Mubarak zu stürzen. Fast 30
Jahre hatte er das Land autokratisch regiert. Dann gelang es, den
Alleinherrscher aus seinem Amt zu vertreiben – verbunden mit immens
großen Hoffnungen. Alles sollte besser werden, demokratischer,
gerechter. Doch die Bilder aus dem Ägypten von heute lassen
schaudern. Gewalt statt Toleranz, Kämpfe statt Dialog. Das Land
steckt zum zweiten Jahrestag
„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Ja, das weiß jeder. Und doch ist es für fast alle eine zu große Herausforderung im Alltag.
Was macht es so schwer? Ganz einfach, es muss ebenso gelernt werden wie sprechen. So sah es der griechische Schriftsteller Plutarch im ersten Jahrhundert nach Christus. Und daran hat sich nichts geändert. Doch wenn man nach entsprechenden Bildungs- und Weiterbildungsangeboten sucht, greift man ins Leere. Es dominieren die Seminare zum freien R
(mpt-12/312) Stehen die Halbjahreszeugnisse an, werden häufig Kinder wie Eltern gleichermaßen nervös. Für Kinder bedeuten schlechte Noten ohnehin eine Belastung, denn das Gefühl vor Eltern, Lehrern und sich selbst versagt zu haben, nagt an ihnen. Allerdings halten schlechte Zensuren auch für Eltern ein enormes Stresspotenzial bereit – schließlich bangt man gemeinsam mit dem Kind um dessen Zukunft, die zu einem großen Teil von guten Noten abhängt. N
Staatsoberhaupt wird der Linkspopulist Milos Zeman.
Eine Katastrophe ist das Wahlergebnis aber nicht. Zeman ist bei allem
Hang zum Populismus kein außenpolitischer Irrläufer wie sein
Vorgänger Vaclav Klaus. Er will und wird die Tschechen mit Europa
versöhnen. Wichtiger noch wären Ruhe und Berechenbarkeit im Innern.
Sie würden Tschechiens Position nach außen stärken. Allerdings will
Zeman Neuwahlen erzwingen, um sich und dem Land eine linke Mehrheit