Heute also ist der Tag der Abrechnung. Die
Eigentümer des Konzerns Thyssen-Krupp haben das Wort. Und sie werden
nach den Erschütterungen im Dezember davon reichlich Gebrauch machen.
Drei Vorstände weg, fünf Milliarden Euro Verlust, Dutzende Manager
rausgeworfen wegen unsauberer Geschäfte – es gibt nichtigere Anlässe,
auf den Putz zu hauen. Es gibt auch geringere Anlässe, bei denen die
Frage nach der Gesamtverantwortung gestellt wurde: Muss der
Vorsitzende
Über Jahrzehnte haben die Regierungen Europas und
der USA die Machthaber in Nordafrika gepflegt. Ben Ali in Tunesien,
Gaddafi in Libyen und Mubarak in Ägypten waren Garanten für
Stabilität. Dass ihre Herrschaft auf Gewalt, Terror und
Menschenrechtsverletzungen basierte, wurde in Kauf genommen. Bis zum
Arabischen Frühling. Dann demonstrierten die Menschen dort, dass die
Zeit für Diktaturen abgelaufen ist. Der Jubel über die Freiheitswelle
war groß. S
Vor dem Start der "Grünen Woche" hat Thilo Bode,
Chef der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, die Zunahme von
Qualitätssiegeln in der Lebensmittelbranche kritisiert. Im Interview
mit dem Bremer WESER-KURIER (Freitagsausgabe) sagte Bode: "Es gibt
alleine beim Fleisch Dutzende. Das nützt dem Verbraucher nichts, weil
jeder Hersteller irgendeine Prüfplakette auf seine Produkte kleben
kann, ohne dass man als Verbraucher weiß: Welche ist seriös,
Aber – was wäre denn die Alternative zu Frankreichs
entschlossenem Alleingang in der malischen Wüste gewesen? Die
Terror-Islamisten, die nach der Eroberung von Nordmali in Begriff
waren, den Süden zu überrennen, einfach durchmarschieren zu lassen?
Sicherlich nicht! Schon eher könnte man den Vorwurf erheben, viel zu
lange zugesehen zu haben, wie sich in Nordmali und in der umliegenden
Sahararegion eine neue Terrorhochburg formierte. Aber dies kann man
nicht allein d
Anerkennung verdient, wer das hohe Gut des Lebens
achtet und ungeborene Kinder schützen will. Gut, dass die Kirche
dafür eintritt. Etwa 100 000 Abtreibungen in Deutschland pro Jahr
sind eine Zahl, die beunruhigt. Dass die Kirche einer vergewaltigten
Frau aber sogar die "Pille danach" samt Information hierüber
verweigert wissen will, dies ist mindestens so verstörend wie die
Schocker-Bilder abgetriebener Föten. Die Kirche lehrt: Jedes Kind ist
Frucht der L
Es ist eine schonungslose Offenbarung, die Bischof
Stephan Ackermann gestern der Öffentlichkeit präsentierte. Priester,
die junge Menschen sexuell missbrauchten, folgten meist einer
perfiden Strategie: Sie bauten eine Vertrauensbeziehung zu jenen
Kindern und Jugendlichen auf, an denen sie sich später vergingen. Und
sie trieben ihre Opfer nach der Tat zusätzlich in die Enge, indem sie
Riten und das Buß-Sakrament missbrauchten, um die Opfer zum Schweigen
zu zwingen. S
Es ist nicht das erste Mal, dass katholisches
Recht mit weltlichem Recht kollidiert. Dieser Fall hat jedoch eine
besondere Brisanz. Geht es diesmal doch um ein Vergewaltigungsopfer,
dem nicht geholfen wurde. Der Grund: Die Ärzte hatten Angst, gegen
kirchliche Dienstvorschriften zu verstoßen und deshalb ihre
Arbeitsstelle zu verlieren. Dass der kirchliche Träger der beiden
betroffenen Krankenhäuser jetzt zurückrudert und behauptet, dass es
sich nur um ein Missvers
Noch nie war es so schwer, in Groß- und
Universitätsstädten bezahlbaren Wohnraum zu finden. Forscher sprechen
von einer neuen Wohnungsnot. Und es wird noch schlimmer: Nach
Prognosen des Pestel-Instituts in Hannover fehlen in fünf Jahren
400.000 Wohnungen, wenn der Mietwohnungsbau nicht mindestens
verdoppelt wird. Dr. Thomas Beyer, Sprecher der Nationalen
Armutskonferenz, fordert: "Das Menschenrecht auf Wohnung muss im
Grundgesetz verankert werden."
Wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie vital und
bedrohlich der islamistische Terror in Nordafrika ist, haben ihn die
Fundamentalisten in Algerien auf blutige Weise geliefert. Das Drama
auf dem Erdgasfeld bei In Amenas gibt dem militärischen Eingreifen
Frankreichs im benachbarten Mali eine zusätzliche Legitimation.
Selbstverständlich verfolgen die Franzosen in ihrer ehemaligen
Kolonie wirtschaftliche Ziele; um Rohstoffe wie Uran auszubeuten,
braucht es ein einigerma
(…) Da macht [das griechische] Finanzministerium
jetzt eine alte Rechnung aus der Besatzungszeit von 1941 bis 1944
auf: 160 Milliarden Euro an Reparationen sei Deutschland schuldig.
Berlin wird den Vorstoß – wie stets seit der Wiedervereinigung von
1990 – als Humbug abtun. Würden es die Griechen allerdings darauf
ankommen lassen, hätten sie vor Gericht durchaus Chancen, zumindest
einen Teil der milliardenschweren Rechnung durchzuboxen. Die
Reparationsforderung wurde n&aum