An nichts würde Europa lieber glauben als an
positive Zahlen aus Griechenland. Um des Landes und der Menschen
willen. Aber die bittere Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt,
dass Zurückhaltung und Nüchternheit Tugenden sind, wenn es um
Haushaltsdaten oder gar Reformversprechen der Hellenen geht.
Dass noch bei der letzten Überprüfung der Athener Politik gerade
mal 53 Prozent der zugesagten Maßnahmen übernommen worden waren, ist
ein Schlag ins Gesich
Wenn im Kanzleramt die Türen knallen, soll es
niemand hören. Deshalb ist es verständlich, dass das geplante Treffen
des Koalitionsausschusses zunächst einmal verschoben wird. Nach nicht
einmal acht Wochen steckt die große Koalition so tief in der Krise,
dass die drei Parteichefs Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Horst
Seehofer einen Ausweg suchen müssen.
Das wird schwer genug. Wie soll dieses Regierungsbündnis aus drei
Parteien vier Jahre lang durchhal
Ist es zu hoch gegriffen, im Zusammenhang mit dem Fall Edathy von
einer "Staatskrise" zu sprechen? Das Stolpern eines SPD-Abgeordneten
über seine heimliche Neigung, Geld für die Betrachtung nackter Knaben
auszugeben, rechtfertigt das nicht. Und auch nicht der Sturz eines
Ministers über das Offenbaren von Dienstgeheimnissen zur selbstlosen
Stabilisierung eines potenziellen Regierungspartners. Dennoch wächst
das Gefühl, dass e
In Limburg geht es um den Repräsentationsbau eines
geistlichen Würdenträgers. Und der hat offenbar auch noch in die
Kassen einer karitativen Stiftung gegriffen, damit seine hohen
Ansprüche an die Wohnkultur befriedigt werden können. Wenn sich das
als Tatsache herausstellt – und Bischof Tebartz-van Elst hat schon
einmal dafür zahlen müssen, dass er berechtigte Vorwürfe leugnete -,
wäre das ein größerer Skandal als Elbphilharmonie und F
Das hatte praktisch kein Analyst auf dem
Radarschirm: Bei den Edelmetallen ist seit dem Jahresbeginn eine
bemerkenswerte Erholung am Werk, die sich seit Anfang Februar noch
einmal deutlich beschleunigt hat. Im laufenden Jahr hat sich Gold nun
schon um 10% verteuert und Silber sogar um 12%, während die meisten
Experten bestenfalls eine Seitwärtsbewegung oder eine Fortsetzung der
kräftigen Verluste des vergangenen Jahres vorausgesagt hatten.
Von einem "Protzbau" war die Rede, von
dekadenten Extrawünschen und Erste-Klasse-Flügen. Das Verhalten des
vorübergehend beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van
Elst schockierte deutschlandweit Christen und Kirchenkritiker. Doch
der neueste Vorwurf übertrifft alles: Der Bischof soll
Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben, um die
Baukosten für seinen Amtssitz zu verschleiern. Sollte sich der
Vorwurf bewahrheiten, mü
Der Fall Sebastian Edathy hat viele Facetten. Es
geht um die Frage, wer wann wen informierte oder nicht. Es geht um
die strafrechtliche Relevanz, um die politischen Folgerungen, um das
Misstrauen in der Großen Koalition. Bisher ging es aber kaum um die
Opfer dieser Affäre, die Kinder. Für die Produktionen der kanadischen
Firma stammten sie wohl vor allem aus Rumänien und der Ukraine.
Etliche von ihnen sind bis heute schwer traumatisiert. Die Fotos und
Filme, die Sebasti
Es ist fast zwei Jahre her, dass elf EU-Staaten
Ja zur Finanztransaktionssteuer gesagt haben. Die Argumente dafür
habe nichts von ihrer Schlagkraft verloren: Bis auf den
Schuldenschnitt in Griechenland und die Kosten für die Schließung der
zweitgrößten Bank auf Zypern hat die Kapitalbranche bisher nichts zu
den Krisenkosten beigetragen – abgesehen davon, dass es keinen Grund
gibt, die Finanzmärkte von jeder Umsatzsteuer auszunehmen. Trotzdem
kommt die von de
Franz-Peter Tebartz-van Elst hat zu viel Schaden
in der katholischen Kirche angerichtet, als dass er weiterhin für das
Bischofsamt tragbar wäre. Bestätigt der Bericht der
Untersuchungskommission zu den Umtrieben des Bischofs die Vorwürfe,
ist ein Amtsenthebungsverfahren zwingend – auch wenn der Vatikan
ungern zu diesem letzten Mittel greift. Dass Tebartz-van Elst, der
bisher so wenig Verantwortungsbewusstsein gezeigt hat, jetzt seine
Verantwortung erkennt und auf sein Am
Die Zahl der Unfälle und der Unfalltoten in NRW
sinkt – langfristig gesehen seit Jahren. Insofern sind neue
Rekordzahlen, wie sie NRW-Innenminister Ralf Jäger gestern
vorstellte, kein Wunder. Logisch: Die Sicherheitstechnik in den
Fahrzeugen wird besser, Unfallgefahren werden entschärft. Trotzdem
gab es in der Vergangenheit immer wieder statistische Ausreißer, die
dann zielgruppenorientiert bearbeitet wurden. Meist mit dem Erfolg,
dass bei der nächsten Bilanz ein