Börsen-Zeitung: Kingfisher macht den Weg frei, Kommentar zu Baumärkten von Martin Dunzendorfer

Europas größter Baumarktbetreiber, die britische
Kingfisher, wird nach dem Komplettausstieg bei Hornbach den deutschen
Markt stärker ins Visier nehmen. Viele Jahre galt, dass keiner der
beiden Konzerne den Versuch unternimmt, in Ländern Geschäfte zu
machen, in denen der jeweils andere bereits präsent war. Dieser
Nichtangriffspakt ist nun endgültig passé, nachdem Kingfisher bereits
Mitte vorigen Jahres in Rumänien – wo Hornbach schon seit langem

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Bio-Lebensmitteln: Falsche Hoffnungen, von Hanna Vauchelle

Der Wunsch der Verbraucher ist klar: Wo bio
drauf steht, muss auch bio drin sein. Insofern ist es richtig, dass
sich die EU-Kommission um schärfere Regeln bemüht. Verbraucher sollen
wieder Vertrauen in die Branche haben. Ob das allerdings aufgrund der
Vorschläge gelingen wird, ist fraglich. So weckt die Forderung nach
100 Prozent bio bei null Prozent Schadstoffen nur falsche Hoffnungen.
Denn Tatsache ist, dass es die absolute Giftfreiheit nicht geben
kann. Wind und Regen verte

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Sterbehilfe: Belgien irrt – von Isolde Stöcker-Gietl

Wann ist ein Leben noch lebenswert und wann
nicht? Jeder Mensch muss das für sich selbst entscheiden. Doch was,
wenn es um Kinder geht? Ein Fünfjähriger, ein Achtjähriger, ja selbst
ein Zwölfjähriger kann die Tragweite eines solchen Entschlusses gar
nicht fassen. Will ein Kind sterben oder will es, dass endlich die
Schmerzen aufhören? Das in Belgien verabschiedete Gesetz zur
Sterbehilfe bei unter 18-Jährigen kann deshalb definitiv nicht der
richtige

Lausitzer Rundschau: Für die Zuschauer Verfassungsgericht beschränkt Einfluss von Staat und Parteien aufs ZDF

Das Urteil des Verfassungsgerichts ist eine
schallende Ohrfeige für all die Politiker, die in den vergangenen
Jahrzehnten das öffentlich-rechtliche Fernsehen für parteipolitische
Machtkämpfe instrumentalisiert haben. Dass das ZDF zum
Rentnerfernsehen geworden ist, man Kraft, Mut und Innovation im
Programm der Mainzelmänner an vielen Stellen vergeblich sucht, ist
auch diesem Umstand geschuldet. Zu viele Köche haben politisch
motiviert den Brei des gebühre

Lausitzer Rundschau: Hundert Tage und eine Krise Zur Anfangsbilanz der zweiten Großen Koalition unter Angela Merkel

Niemand in der Großen Koalition hat sich die
Zuspitzung um die Krim gewünscht. Aber trotzdem hätte das
Regierungsbündnis in Berlin ohne diese äußere Krise nach hundert
Tagen wohl ihre eigene innere Krise gehabt. Man sieht förmlich, wie
aus dem Belauern, Pokern und Misstrauen der Anfangswochen plötzlich
eine ernste, verantwortungsvolle Zusammenarbeit geworden ist. Nicht
nur zwischen der Kanzlerin und dem Außenminister. Eine 80-prozentige
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Weser-Kurier: Kommentar von Matthias Sander zu gescheiterten Immobilien-Fonds:

Es mag teils schönfärberisch gewesen sein, wie die
Deutsche Fonds Holding des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech und die
SachsenFonds GmbH für ihre beiden Indien-Fonds warben. Auch die
Prognose, innerhalb von drei Jahren sechs riesige Immobilien-Projekte
hochzuziehen und zu vermarkten, erscheint mindestens sehr
optimistisch. Allerdings kann man auch fragen, ob sich ein paar
Tausend Anleger nicht gerne haben blenden lassen: 50 Prozent Rendite
– wo muss ich unterschreiben? Es ge

Mittelbayerische Zeitung: Führung im Krisenfall – In der Krim-Krise zeigt die Regierung Führung. Doch das ist nicht der Gradmesser für die Koalition. Von Reinhard Zweigler

Der Großteil des Regierens bestehe nicht im
Abarbeiten sorgfältig ausgearbeiteter Regierungspläne, sondern im
Reagieren auf aktuelle Ereignisse. Meinte Angela Merkel einmal. Die
jetzige Krise um die Ukraine und die Halbinsel Krim sowie das
Zerwürfnis mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin konnte die
schwarz-rote Koalition, als sie sich vor 100 Tagen endlich ans
Regieren machte, nicht auf dem Schirm haben. Doch genau jetzt zeigt
die Kanzlerin Führung. Sie i

Westfalenpost: Jetzt trifft es die regionalen Spediteure – und deren Kunden Von Torsten Berninghaus

Auf den zweiten Blick ist es eine gute Nachricht,
die sich hinter der Ausweitung der Mautgebühren verbirgt. Denn die
Bundesregierung hat verstanden, dass die geplanten Investitionen in
Straßen und Brücken auf keinen Fall weiter kürzbar sind, ohne den
Wirtschaftsstandort Deutschland zu gefährden. Deshalb sollen kleinere
Lastwagen ab 7,5 Tonnen und 1000 weitere Bundesstraßenkilometer
mautpflichtig werden.

Eine Überraschung ist das nicht. Beide Ma&szlig

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: ZDF-Urteil des Verfassungsgerichts Ohrfeige CARSTEN HEIL

Gut, dass es das Bundesverfassungsgericht gibt.
Zwar war jüngst Kritik an den politischen Urteilen aus Karlsruhe laut
geworden, aber der Spruch zur Unabhängigkeit des Zweiten Deutschen
Fernsehens (ZDF) ist uneingeschränkt zu begrüßen. Er ist eine
Ohrfeige für Politiker und Staatsvertreter, die sich die Gesellschaft
zur Beute machen wollen. Und er stärkt unabhängigen Journalismus in
Teilen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das Urteil ist eine

Westfalenpost: Koch und Stoiber sei Dank Von Harald Ries

Der damalige hessische Ministerpräsident Koch (CDU)
und der frühere bayerische Ministerpräsident Stoiber (CSU) haben die
Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ungewollt
gefördert, als sie 2009 die Verlängerung des Vertrags von
ZDF-Chefredakteur Brender verhinderten. Der Journalist, der nach der
Bundestagswahl 2005 den Adrenalin-verwirrten Noch-Kanzler Schröder in
die Schranken wies, war ihnen zu unabhängig. Damit trieben sie das
pa