Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Erdogan/Twitter

Für die Kritiker Recep Tayyip Erdogans und
seines autoritären Regierungsstil sind die sozialen Netzwerke eine
wichtige Kommunikationsplattform. Nun versucht der Regierungschef
nach Art eines Autokraten den freien Informationsfluss rigoros zu
unterdrücken. Doch was ein Befreiungsschlag sein soll, könnte sich
für Erdogan zum politischen Bumerang entwickeln. Zum einen wird die
Zahl seiner Gegner noch größer werden, die sich offen gegen den
Premier stellen.

Stuttgarter Zeitung: Leitartikel zu Putin/Merkel/EU

Es ist erstaunlich, wie wortgetreu sich die EU
Angela Merkels eher abwartende Haltung gegenüber dem russischen
Präsidenten Wladimir Putin und weiteren Sanktionsschritten zu eigen
gemacht hat. Das Duell, von dem die nähere Zukunft dieses Kontinents
abhängt, heißt nun Merkel gegen Putin.

Die Kanzlerin hat sich auf eine lange Auseinandersetzung
eingestellt und will nicht zu Beginn das wenige Pulver verschießen,
das den Europäern zur Verfügung steh

Rheinische Post: Twitter besiegt Erdogan Kommentar Von Thomas Seibert

Mit dem Verbot des Kurznachrichtendienstes
Twitter hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
einen politischen Offenbarungseid geleistet. Es zeigt, dass der
60-jährige nicht mehr weiß, wie er sich vor den anhaltenden
Korruptionsvorwürfen retten kann. Statt Stärke zu zeigen, wie er es
eigentlich vorhatte, steht Erdogan als dünnhäutiger Autokrat da, der
von der Macht des Internets und dem Selbstbewusstsein der eigenen
Bevölkerung

Rheinische Post: Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren? Kommentar Von Detlev Hüwel

Die jüngste WDR-Umfrage gibt zu denken: Zwei
Drittel der befragten NRW-Bürger sind für die Abkehr vom
Turbo-Abitur. Gerade die Eltern von Gymnasiasten werden ihre Gründe
haben: Ihre Kinder stehen unter einem enormen Leistungsdruck. Das
schlägt aufs Gemüt und nervt gewaltig. Kein Wunder, dass sich in den
Ländern mit G 8-Abitur längst eine Gegenbewegung gebildet hat.
Niedersachsen macht bereits einen Rückzieher. Ist das auch in NRW
denkbar? Die g

Rheinische Post: Krim-Krise einigt EU Kommentar Von Anja Ingenrieth

Europa weitet Einreiseverbote und Kontosperren
auf Wladimir Putins Vertraute aus und bereitet Wirtschaftssanktionen
vor. Putin bekommt eine letzte Frist. Und obwohl er gestern die
Aufnahme der Krim in die russische Föderation besiegelte und
Antworten auf die Sanktionen ankündigte, scheint Europas Strategie
aus Druck und Dialog nicht ohne Wirkung zu bleiben. Putin ließ
nämlich auch erklären, Russland wolle die Zusammenarbeit mit der
Europäischen Union und den

Thüringische Landeszeitung: VORABMELDUNG: TLZ-Umfrage: Vier von zehn Deutschen wollen Wehrpflicht zurück

Drei Jahre nach der Aussetzung der Wehrpflicht
wünscht sich mehr als jeder dritte Deutsche (38 Prozent) eine
Rückkehr zu der Pflicht, in der Bundeswehr zu dienen. Das ergab eine
bundesweite Umfrage der Thüringischen Landeszeitung (TLZ,
Samstagsausgabe) zur Außen- und Sicherheitspolitik. 46 Prozent der
Befragten lehnen demnach eine Wiedereinführung ab. Gespalten sind die
Bürger auch in der Frage, ob es ein Fehler war, die Wehrpflicht
auszusetzen. 39 Prozent de

Mitteldeutsche Zeitung: zu Türkei und Twitter

Wenn es um seine Privilegien, die seiner Familie und
Freunde geht, nimmt der Chef der türkischen Regierungspartei AKP
keine Rücksicht mehr. Da werden missliebige Polizisten und
Staatsanwälte in entfernte Provinzen versetzt. Und weil seine
Kritiker sich des Kurznachrichtendienstes Twitter bedienen, wird
dieser in der Türkei kurzerhand abgeschaltet. Dass dies technisch
kaum geht, ist dem Präsidenten egal. Ihm kommt es auf die große Geste
für seine Anhä

WAZ: Dividende auf den Strukturwandel – Kommentar von Thomas Wels

Der Besuch des chinesischen Staatspräsidenten in
Duisburg und Düsseldorf ist ein nicht zu unterschätzender Erfolg für
die NRW-Regierungschefin Hannelore Kraft. Nicht Bayern, nicht
Baden-Württemberg, sondern NRW spielt für die Wirtschaftssupermacht
China eine maßgebliche Rolle. Und wenn Xi Jinping mit einer 200
Menschen starken Delegation inklusive einiger Minister anreist, kann
man sich unschwer vorstellen, dass dieser Termin für
Wirtschaftsfö

Mitteldeutsche Zeitung: zu Pilotenstreik

Im Fokus steht, dass sie Besitzstände verteidigen
müssen: Die Regelungen für die Übergangsversorgung – das Geld, das
für die Zeit zwischen dem Ende des aktiven Dienstes und dem Eintritt
in die Rente gezahlt wird, in der Regel gut 100 000 Euro jährlich.
Dafür wollen die Piloten streiken. Wie lange sie das durchhalten
hängt auch ganz massiv von der öffentlichen Meinung ab. Und da haben
sie schlechte Karten, angesichts der Debatte um einen Mindestl

Mitteldeutsche Zeitung: zu Mifa-Werke Sangerhausen

Nicht nur die Aktionäre, sondern die gesamte Branche
schaut nun erschrocken nach Sangerhausen. Aufgrund von fehlerhaften
Buchungen in der Bilanz und Umsatzrückgängen fällt 2013 ein
Millionenverlust an. Die Vorgänge zeichnen das Bild einer
unprofessionellen Führung. Bei allen Verdiensten: Dass Wicht meinte,
ein börsennotiertes Unternehmen, das auch Firmenanleihen ausgibt, als
Alleinherrscher führen zu können, war Selbstüberschätzung. Der