Zum Glück sind wir Deutschen von dem Wahn geheilt,
an unserem Wesen habe die Welt zu genesen. Aber wenn aus der
Geschichte etwas zu lernen ist, dann aus der Art, wie Sieger und
Besiegte des Zweiten Weltkriegs miteinander umgegangen sind
(mindestens, was die Westmächte und die alte Bundesrepublik angeht).
Sicher spielte die Interessenlage im Kalten Krieg eine zentrale
Rolle. Aber es gab auf beiden Seiten die frühe Einsicht, dass der
Traum vom "Nie wieder!" eines so
Freiheit und Demokratie sind Voraussetzung dafür,
dass die Menschen friedlich zusammenleben. Auch über nationale
Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg. Mit diesen Werten leben zu
können ist leider nicht so selbstverständlich, wie es die
westdeutsche Nachkriegsgeneration und die ostdeutsche
Nachwendegeneration glücklicherweise erfahren haben. Dass Demokratie
und Freiheit gegen Okkupanten und Unterdrücker bisweilen auch unter
schwersten Opfern erkämpft wer
Es gab Zeiten, da galten Gedenktage als verstaubt.
Die Sicht hat sich gewandelt – glücklicherweise, denn mangelndes
Geschichtsbewusstsein birgt die Gefahr von Geschichtsklitterung. Die
wiederum bietet Nährboden für Legenden, um neues Unrecht zu begehen.
Diese Gefahr besteht derzeit in Russland. In der Sowjetunion, 1922
gegründet und 1991 aufgelöst, hieß der Zweite Weltkrieg "Großer
Vaterländischer Krieg". Wladimir Putins Vater kämpft
In die Asylpolitik muss dringend mehr Ordnung. Ein
kurzer Satz, hinter dem sich das sprichwörtliche weite Feld auftut.
Ein vor allem Europäisches: Ohne eine verlässliche Quotierung, die
festlegt, welches Land der EU wie viele Menschen aufnimmt, werden die
hässlichen Diskussionen um die vermeintliche oder tatsächliche
"Zuwanderung in die Sozialsysteme" nicht enden. Darüber hinaus muss
allerdings auch mit mehr Konsequenz in den Herkunftsländern der
Bewegende Bilder von befreundeten wie einst
verfeindeten Veteranen, teils in Rollstühlen, eine klare Botschaft
über die Schrecken eines menschenverschlingenden Krieges und ein
großes Zusammenstehen gegen einen Feind, der sich sein Ende eindeutig
auch moralisch "verdient" hatte: das ist der D-Day, der längste Tag,
der Tag der Entscheidung, der Tag vom beginnenden Ende des
Nationalsozialismus, auch wenn noch ein Jahr vergehen sollte. Und:
Ohne die erste Front,
Seit 2006 wurde in mehr als 850000 Fällen die
Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Partikelfiltern gefördert. Das war gut
für die Luft, die Gesundheit, für die Wirtschaft wie für die
Pkw-Besitzer. 260 Euro an Förderung – das war ein ordentlicher
Anreiz. Der Zuschuss fällt jetzt nicht weg, weil der Bund in Geldnot
wäre. Er fällt weg, weil Umweltministerin Hendricks nicht mit letzter
Konsequenz dafür gekämpft hat. Betroffen sind Ballungsr&a
Die einen reden von solidem Wirtschaften, die
anderen von Zockerei. Dass der nunmehr endlich fertiggestellte
Bundeshaushalt für 2014 eine völlig unterschiedliche Bewertung durch
Koalition und Opposition erfährt, ist keine Überraschung. Zahlen
lassen naturgemäß einen breiten Interpretations-Spielraum zu. Umso
mehr, als im Falle des Bundes-Etats politische Botschaften
dahinterstecken.
Oberste Priorität hat die Sanierung der Staatsfinanzen. "Nur&qu
Der französische Star-Ökonom Thomas Piketty hält die
Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) für wirkungslos.
"Ich glaube schon, dass Draghi und die EZB in bester Absicht
handeln", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).
"Aber meiner Meinung nach konzentrieren wir uns über Gebühr auf
die Geldpolitik, und vernachlässigen darüber die Steuerpolitik."
Eine europäische Geldpolitik