Die Zitrone ist ausgequetscht, lautet die
Standardklage der Ärzte, wenn sie sich über neue Sparmaßnahmen im
Gesundheitssystem, vor allem solche zu ihren Lasten, beklagen. Und
damit haben sie durchaus Recht. Denn Budgetierungen zum Beispiel
machen es einem niedergelassenen Mediziner nicht leicht, eine Praxis
wirtschaftlich zu betreiben. Dass die Ärzte draufzahlen oder nach
langem Studium für einen Hungerlohn arbeiten, darf aber niemand
erwarten. Das allerdings dar
In Köln, in der Stadt von Konrad Adenauer, waren die
Maßstäbe hoch. Sollten es etwa 100 Prozent sein? Nicht ganz. Aber an
96,7 Zustimmung für Angela Merkel gibt es auch nichts zu meckern.
Ihre Wiederwahl passt zum glatten Auftakt. Nicht zuletzt die NRW-CDU
wird aus diesem Parteitag Hoffnung schöpfen. Merkel hielt eine Rede
zur Lage der Nation. Ein reiches Land ist ein Land, das viel zu
verlieren hat. In der Politik verkörpert keiner besser als Merkel die
laten
Malaria ist eine dieser Krankheiten, die zum
Glück immer nur die anderen haben: die Armen in Afrika und Asien,
vielleicht noch der unvorsichtige Urlauber auf den Malediven. Malaria
ist keine Seuche, sondern die bei zu später Behandlung tödliche
Krankheit wird durch den Stich einer weiblichen Mücke übertragen.
Und wer sie bekommt, so die öffentliche Meinung in Europa, hat
eben nicht richtig aufgepasst. Malaria ist gefühlt viel weiter weg
als etwa Aids o
Das ist das Doppelgesicht der CDU. Im Bund
regiert Angela Merkel, die gestern auf dem Parteitag in Köln mit
einem Spitzenergebnis im Amt bestätigt wurde, ungefährdet und
unumstritten, längst wird sie in einem Atemzug mit Konrad Adenauer
und Helmut Kohl genannt. Und doch reicht die überragende Strahlkraft
Merkels nicht, die zum Teil gravierenden Probleme ihrer Partei in den
Ländern zu überdecken.
Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaß
Von Chancen hat sie viel gesprochen in Köln, die
CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel. Die hat sie persönlich wieder
mit Bravour genutzt – und doch für das Land vertan. Der drohende
Konflikt der Parteiführung mit den Delegierten um die Kalte
Progression wurde mit einem Kompromiss entschärft, der bestenfalls
eine Entlastung der Steuerzahler im Schneckentempo verspricht (…).
Dafür gab es reichlich Schulterklopfen für das bisher Erreichte –
durchaus nich
Die lückenlose Aufarbeitung dessen, was die CIA im
"Krieg gegen den Terror" an Irrwegen beschritt, liegt im
amerikanischen Interesse. Wer Gefangene foltert, verstößt gegen die
Regeln des Rechtsstaats, auf die gerade die Vereinigten Staaten, oft
zu Recht, stolz sind. So lautstark sich konservative Hardliner in
Washington darauf berufen, dass das Ziel – die Verhinderung von
Terroranschlägen – die Mittel rechtfertigt, so gründlich sind sie auf
dem Holzweg. O
Die CDU ist auf ihrem Parteitag sicher nicht
weiblicher geworden. Aber noch nie hat sie sich ihrer Führung in
ihrer Geschichte so hingegeben wie gestern ihrer Vorsitzenden,
Bundeskanzlerin Merkel. 1.001 Delegierte saßen dort in der Kölner
Messe vor ihrer Chefin und lauschten der gut 70-minütigen Rede. Viele
von ihnen grummelten in Einzelgesprächen über die Defizite der
Regierungspolitik, über das fehlende konservative Element, über die
Armut an prog
Das war dann doch eine Überraschung: Mit klaren
Worten hat das Berliner Landgericht die Entscheidung von
Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) bewertet, die
Konzession für das Gasnetz an das Landesunternehmen "Berlin Energie"
zu vergeben. Das Unternehmen, das an die Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung angegliedert ist und mehr auf dem Papier als real
existiert, hätte sich demnach gar nicht um das Gasnetz bewerben
dürfen. (…) F&
Amerika macht zuweilen fürchterliche Fehler.
Folter und Misshandlung von Gefangenen in George W. Bushs »Krieg
gegen den Terror« gehören zu diesen dunklen Kapiteln der Geschichte.
Daran gibt es nichts zu beschönigen. Den Auftraggebern der brutalen
Verhörmethoden ist das peinlich. Was erklärt, warum Bush, Cheney und
Co lange versuchten, die Veröffentlichung des Folterberichts zu
verhindern. Niemand dürfte es überraschen, dass die USA in geh