Vier von fünf Deutschen lehnen Sanktionen gegen
Wladimir Putins Russland ab. Die Geschichte lehrt tatsächlich, dass
ein Boykott in aller Regel nur jenen schadet, denen er doch helfen
sollte: Saddam Hussein im Irak hat unter den Sanktionen weniger
gelitten als seine unterdrückten Untertanen. Und der Boykott der
Olympischen Spiele 1980 in Moskau strafte die Sportler aus West und
Ost, weniger die sowjetischen Funktionäre, die beschlossen hatten, in
Afghanistan einzumarschie
Erst fehlt das Glück und dann kommt Pech dazu. So
könnte man es spöttisch beschreiben, wenn ein Unternehmen im
Konjunkturtief sich plötzlich auch noch mit politischen Unruhen auf
wichtigen Auslandsmärkten konfrontiert sieht. Aber Spott ist nicht
angebracht. Probleme dieser Art bei einem Weltmarktführer werden
irgendwann auch beschäftigungsrelevant. Das scheint bei
der SMS-Gruppe, die bisher wie ein solider Fels im Meer der
Maschinen- und Anlagenbauer zu r
Es wird eng in NRW: Das bevölkerungsreichste
Bundesland ist mit 523 Bürgern pro Quadratkilometer erheblich dichter
besiedelt als jedes andere deutsche Flächenland. Industrie,
Wohnungsbau, Verkehr und Naturschutz konkurrieren um Freiflächen –
weil Grund und Boden aber nicht vermehrbar sind, muss der
Flächenverbrauch eingedämmt werden. Mit dem Landesentwicklungsplan
liefert NRW aber den Beweis, dass eine gute Idee durch gut gemeinte
Ideologie scheitern kann.Der
Wladimir Putin, so scheint es, hält in der
Ukraine-Krise alle Fäden in der Hand. Das russische Militär
beherrscht nicht nur auf der Krim die Lage. Im Zweifel kann Putins
Armee innerhalb von Stunden den Osten und Süden der Ukraine
überrollen. Mit dieser Drohkulisse und den mutmaßlich gefälschten
Zahlen des Krim-Referendums im Rücken kann der Kreml-Chef in aller
Ruhe entscheiden, ob er die Schwarzmeer-Halbinsel tatsächlich
annektieren oder sich
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI
bemüht sich um ein belastbares Bild, indem es die Rüstungsexporte von
jeweils fünf Jahren mittelt. Aber auch hier findet das Ranking allein
nach dem Warenwert statt. Das macht dann Deutschland mit seinen
teuren Hightech-Militärgeräten, die zum größten Teil an NATO-Partner
geliefert werden, zum drittgößten Waffenhändler der Welt. Und Jan van
Aken, außenpolitischer Sprecher der Linken, sch
Frieden schaffen mit immer mehr Waffen: Diese
Strategie funktioniert in den seltensten Fällen. Umso bestürzender
ist es, dass Indien seine wachsende ökonomische Stärke vor allem dazu
nutzt, sein Waffenarsenal zu vergrößern. Indiens Erbfeind ist seit
der Teilung des Subkontinents 1948 Pakistan. Der letzte Krieg, in dem
sich Delhi und Islamabad direkt gegenüber standen, liegt 42 Jahre
zurück. Seitdem ist es aber weder gelungen, den Territorialstreit in
Wenn der Öffentliche Dienst streikt, dann
bekommen das alle zu spüren. Nicht nur, weil der Steuerzahler für die
Tariferhöhung aufkommt. Wenn Müllabfuhr, Busse und Bahnen im Depot,
Kindergärten und Theater geschlossen bleiben, dann wirkt sich das auf
das ganze öffentliche Leben aus. Und erzeugt Druck – wie bei der
vorigen Tarifrunde im Frühjahr 2012 mit Erfolg für die Arbeitnehmer:
Mit einem satten Plus von 6,3 Prozent erstritt Verdi mehr als nur d
Der Konflikt um die Ukraine ist die große
Bewährungsprobe für Frank-Walter Steinmeier. Obwohl der
Bundesaußenminister bei Wladimir Putin persönlich sehr wahrscheinlich
wenig ausrichten kann, nimmt ihn die Wahlbevölkerung als deutschen
Sachwalter in der Krim-Krise wahr. Seine Bedeutung nimmt zu, das
dürfte sich auch in den nächsten Beliebtheitsumfragen zeigen. Der
58-jährige Lipper ist der Mann, der zumindest das Zeug hat, Ängste
vor einem
Für die CDU ist ihre anhaltende Misere in
urbanen Gefilden bedenklich. Das größte Gemeinwesen, welches derzeit
im Südwesten von einem der ihren regiert wird, ist das doch recht
überschaubare Konstanz. Was nicht wirklich wundert, fehlt es der
Partei in der Gesamtanmutung doch an Köpfen, die liberale
Weltläufigkeit mit einem intellektuell grundierten, aufgeklärten
Konservativismus zu vereinen verstehen. Im Zweifel setzt die CDU auf
Themen, die ihre l
Nun muss ein Teil der russischen Elite also auf
die Strände der Krim ausweichen und kann nicht mehr, sagen wir, die
Finca auf Mallorca besuchen. Und dass einige Spitzenpolitiker nicht
mehr an ihre Konten in Europa kommen, dürften sie wohl ebenfalls
verkraften, ohne Not zu leiden. Die zweite Stufe der EU-Sanktionen
gegen Russland ist kaum dazu geeignet, in Moskau ein Umdenken
auszulösen. Es geht einzig und allein darum, irgendwie auf die neue
Grenzziehung in Europa zu reagi