Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Obama will Guantanamo schließen Wiedergutmachung Dirk Hautkapp, Washington

18 Monate bevor der Umzugswagen am Weißen Haus
vorfährt, füllt sich Barack Obamas politischer Nachlass: die
Gesundung am Arbeitsmarkt, die gesetzliche Krankenversicherung, die
überfällige Kuba-Öffnung, Lockerungen wie die Homo-Ehe, der Atom-Deal
mit dem Iran. Was bislang fehlt, ist die Einlösung seines zentralen
Versprechens, den Schandfleck Guantanamo zu beseitigen. Das Symbol
für US-Exzesse im Anti-Terror-Krieg nach dem 11. September 2001
verh&oum

BERLINER MORGENPOST: Wenn die Brücken verfallen – Ein Leitartikel von Thomas Fülling

Viele Brückenbauwerke in der Stadt, darunter sehr
viele wichtige im Bereich der Stadtautobahn und den wichtigen
Magistralen, sind in einem schlechten Zustand. Das macht nicht
zuletzt die aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK)
unter Berliner Unternehmern und Spediteuren deutlich. Sie beklagen,
dass es immer schwieriger wird, wichtige Produktionsstätten mit
Großraum- und Schwerlasttransporten zu erreichen.

Schwerlaster sind ein guter Indikator für de

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Abschaffung des Achtstundentags Selbst ist die Arbeitszeit Anna Steinmeier

Ein Relikt von 1884. Genau das ist der
Achtstundentag. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die
digitalisierte Arbeitszeit sich in einen Zeitrahmen von acht Stunden
pressen lässt – zumindest nicht an einem Stück. Schon längst sind

Homeoffice und gestückelte Arbeitszeiten keine Unbekannten
mehr. Sie werden die Norm werden. Dass der Arbeitstag dadurch
deutlich länger wird, ist unwahrscheinlich, wenn man jetzt die
richtigen Weichen stellt. Und die sollten

Lausitzer Rundschau: Merkel wird–s verschmerzen Wolfgang Bosbach und sein Teilrückzug

Zum dienlichsten Kronzeugen einer womöglich
verfehlten Griechenland-Rettungspolitik – vor allem für den Boulevard
– will sich Wolfgang Bosbach dann doch nicht machen lassen. Auch das
bisschen Rücktritt mag dem CDU-Politiker schwerfallen, ein
fulminantes Zeichen gegen Angela Merkel setzt er damit freilich
nicht. Da hätte Bosbach nach dem von ihm mit verursachten, medialen
Wirbel schon konsequenter sein müssen. So ist es nur der Rücktritt
als Vorsitzender des In

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Loveparade Zu wenig Unterstützung für die Opfer Tobias Schreiner

Duisburg ist nach der Loveparade 2010 nicht mehr
das, was es einst war. Das Unglück hat eine tiefe Wunde gerissen in
die Seele der Stadt zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet. Ein
Highlight wie die Loveparade hatte Duisburg seit Ewigkeiten nicht
gesehen. Ganz Deutschland blickte am 24. Juli 2010 auf die Stadt am
Rhein – und sah eine Katastrophe. Britta K. (Name von der Redaktion
geändert) war heute vor fünf Jahren im Todestunnel. Sie spricht nicht
gern über die Dinge, die

Allg. Zeitung Mainz: Balkanplan / Kommentar zum Umgang mit Flüchtlingen

Alle Achtung: Die Flüchtlingsbeauftragte der
Bundesregierung traut sich was. Nachdem SPD- und Grünen-Politiker
reflexartig über den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer
hergefallen sind, kann Aydan Özoguz seinem Gedanken folgen,
Balkanflüchtlinge gesondert aufzunehmen und sie deutlich schneller in
ihre Heimat zurückzuschicken. Wir dürfen uns nicht der Erkenntnis
verschließen, dass nur rund ein Prozent der Balkanflüchtlinge als
As

Weser-Kurier:Über den Immobilienmarkt in Bremen schreibt Detlev Scheil:

Die Entwicklung von Baugebieten hinkt in Bremen dem
Bedarf hoffnungslos hinterher – und das schon seit Jahren. Der
Lobgesang des rot-grünen Senats auf die Innenverdichtung nervt
Familien, die gern ein eigenes Haus bauen möchten: Wo sind sie denn,
die verfügbaren und noch bezahlbaren Bauplätze? Gebetsmühlenhaft
verweist Rot-Grün auf große Baufelder beim Klinikum-Mitte in Hulsberg
sowie in Huckelriede. Doch diese liegen noch in der Zukunft. Wer
bereits heut

Weser-Kurier:Über das Guantánamo-Lager schreibt Thomas Spang:

Das Gezerre um die Zukunft des Gefangenenlagers
Guantánamo ist ein Musterbeispiel für die Unfähigkeit Washingtons,
erkannte Probleme einfach zu lösen. Jenseits von ein paar Hardlinern
findet sich kaum mehr jemand, der in dem kontraproduktiven Symbol des
"Kriegs gegen den Terror" etwas Erhaltenswertes sieht. Auf der
anderen Seite versteht jeder Kongressabgeordnete, wie ängstlich die
Bürger im "Land der Mutigen" tatsächlich sind. Mit de

Weser-Kurier:Über das Aus für das City-Center in Bremen schreibt André Fesser:

Geplant war der große Wurf, nun ist das Vorhaben,
die Bremer Innenstadt mit einem Einkaufszentrum zu beglücken, zum
großen Flop geworden. Der Investor der Wahl ist abgesprungen, der
Wirtschaftssenator erklärt das Projekt für gescheitert. Was er nicht
sagt: Bremen hat sich verzockt und steht in Sachen
Innenstadtentwicklung vor einem Scherbenhaufen. Es klang so gut: Die
City braucht eine Aufwertung, da waren sich alle einig. Und warum den
Kampf mit den großen

Schwäbische Zeitung: „Flucht vor dem Klimawandel“ – Leitartikel

Die Nachrichten über Hitzerekorde häufen sich
in diesen Tagen. Der Juni war weltweit der heißeste seit Beginn der
Messungen vor mehr als 130 Jahren – das belegen Daten der
US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA. Seit dem Jahr 2000 gab es 25
monatliche Hitzerekorde, der letzte Kälterekord stammt nach den
Aufzeichnungen der NOAA aus dem Jahr 1916.

Im Süden Deutschlands erwarten Meteorologen einen Rekordjuli. Sehr
große Hitze früh im Jahr, danach ins