Tag für Tag werden in Deutschland
Privatinsolvenzverfahren eröffnet. Zumeist geht es um arme Schlucker.
Um Menschen, die sich mit Krediten für Handy oder Urlaub übernommen
haben. Manchmal geht es um schillernde Persönlichkeiten. Und heute um
Thomas Middelhoff, einst genannt "Big T", früher Lenker von
Bertelsmann und Steuermann im Arcandor-Konzern. Eine ganz normale
Privatinsolvenz ist das also nicht, die das Amtsgericht Bielefeld
eröffnet hat. Un
Da haben am Freitag auf der Mainau mehr als 30
Nobelpreisträger eine Deklaration unterschrieben, die in die
Geschichtsbücher eingehen könnte. Als eine in einer Reihe von
Appellen im Jahr 2015, die mahnend auf den Klimawandel aufmerksam
machen.
Die Chemiker, Mediziner und Physiker, ältere Herren, aber auch
junge Forscher, rufen die Nationen der Welt dazu auf, die
Schadstoffemissionen weltweit und dringend zu begrenzen. Viele
Forscher verstecken sich schon lange nich
Es ist der Beginn einer lautlosen, aber umso
entsetzlicheren neuen Katastrophe: Die Syrien-Flüchtlinge können
nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden, weil dem
UN-Welternährungsprogramm das Geld ausgeht. Zwei Zahlen machen das
Ausmaß des Elends auf den ersten Blick deutlich: 7,6 Millionen
Menschen sind vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, sechs Millionen von
ihnen müssen mit dem Nötigsten versorgt werden. Diese Tragödie mahnt
zur Demut: Wie kl
Auch wenn die Kohleabgabe vom Tisch ist, geht der
politische Zwist weiter. In dem monatelangen Kampf um die Ausrichtung
der Energiepolitik haben sich NRW-Ministerpräsidentin Kraft und
IGBCE-Gewerkschaftsboss Vassiliadis gegen keinen Geringeren als
SPD-Chef Gabriel durchgesetzt.
Vor allem die Sozialdemokratie ringt noch mit sich. Es ist schon
ein einmaliger Vorgang, dass die SPD-Umweltministerin postwendend die
Entscheidung der Spitzen der Großen Koalition mit scharfen Worten
Etwas Bargeld im Haus zu haben, vielleicht
sogar größere Beträge im Sparstrumpf zu horten, gehört zum
Sicherheitsbedürfnis vieler – nicht nur in Griechenland. Die Gelddose
im Schrank ermöglicht den direkten Zugriff und vermittelt das gute
Gefühl von Unabhängigkeit. Schließlich wird noch vieles bar bezahlt.
Damit aber könnte bald Schluss sein. Denn der NRW-Finanzminister will
die Euroscheine zwar nicht abschaffen, wohl aber Bargeschäfte
Vielleicht ist es ja so, dass auch Alexis
Tsipras und Giannis Varoufakis insgeheim ganz froh wären, wenn die
Griechen am Sonntag den Weg für Reformen freimachten. Dann wäre
Schluss, zumindest für die Regierung in Athen, und der
Ministerpräsident und sein Finanzminister könnten ohne größeren
Gesichtsverlust abtreten. Das Volk, das sie einst wählte, hat es sich
eben anders überlegt. Klingt nach der fast perfekten Exit-Strategie
von zweien, d
Ausgabe vom 04.07.2015 Marktversagen hat die EU-Kommission
festgestellt, um die britische Förderhilfe für ein neues
Atomkraftwerk im Herbst 2014 abzunicken. Doch worin besteht das
Versagen? Eine Stromfabrik, die nur betrieben werden kann, wenn sie
einen garantierten Preis erhält, passt nicht in einen Binnenmarkt,
der auf Wettbewerb setzt. Zu den EU-Regeln gehört wohl auch nicht,
dass Investoren eine hohe Rendite garantiert wird. Hier müss
Wohin treibt Griechenland? Darauf weiß vermutlich
nicht einmal Ministerpräsident Alexis Tsipras eine Antwort. Ihm
scheinen die Regierungsgeschäfte mehr und mehr zu entgleiten.
Ideologische Verblendung, politischer Dilettantismus, populistisches
Sendungsbewusstsein: eine gefährliche Mischung.
Ein Konzept, die Krise in den Griff zu bekommen, ist nicht
erkennbar. Vieles spricht inzwischen dafür, dass Tsipras eine
"geheime Agenda" verfolgt: den Abschied
Das unwürdige Schauspiel um die Rettung des
bankrotten griechischen Staates geht an diesem Wochenende in eine
neue Runde. Und es wird sicherlich nicht die letzte sein. Denn
unabhängig vom Ausgang des Referendums wird Griechenland weiterhin
ganz oben auf der Agenda der Euro-Länder stehen – auch wenn alle
Beteiligten die Nase gestrichen voll haben.
Dass es soweit kommen musste, hat verschiedene Gründe, die zum
Teil viele Jahre zurückliegen: der extrem risikoreich
Die Deutsche Presseagentur titelt gestern:
"Finanzwelt blickt gebannt nach Griechenland." Das stimmt. Es geht um
den Euro, um Geld, um viel Geld, um Schulden und um Investitionen,
um Sparpolitik und Wirtschaftswachstum, um Geldgeber und um
Geldnehmer, um Geldvernichter und um Geldvermehrer. Aber: Es geht
nicht nur ums Geld. Wenn die Griechen morgen abstimmen, dann lesen
sie auf ihrem Wahlzettel einen Text, den man in der von ihrer
Regierung vorgegebenen Unverständlichkeit k