Rheinische Post: Kommentar: Das Referendum wird zum Bumerang

Die Bilder von verzweifelten Rentnern, die
Banken stürmen, erinnern eher an ein Entwicklungsland als an einen
Staat in einer großen Wertegemeinschaft. Unfassbar, was inmitten von
Europa geschieht. Und das gestrige Verhalten von Premier Tsipras
macht wenig Hoffnung auf Besserung. Widersprüchlich wie eh und je
waren seine Signale: Einerseits kündigte er an, die Reformauflagen
nun doch (mit Abstrichen) zu akzeptieren, anderseits geißelte er die
Geldgeber als "

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bahn-Schlichtung

Na bitte. Endlich ist der quälende Endlosstreit
mit Dauerstreiks bei der Deutschen Bahn Geschichte. Letztlich hat
die Schlichtung am Verhandlungstisch doch den Durchbruch in dem
lange Zeit so festgefahrenen Tarifkonflikt gebracht, in dem es
Bewegung nur noch auf der Eskalationsstufe nach oben gab. Unterm
Strich steht ein Ergebnis, das aber nur verwundert fragen lässt,
warum der Weg dorthin dermaßen schwierig war. 5,1 Prozent mehr Geld
in zwei Jahren, eine Arbeitss

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bundeshaushalt

Das Gefälle in Europa könnte kaum größer sein.
Während Griechenland am Abgrund steht und sich viele Hellenen sorgen,
wie sie in den nächsten Tagen und Wochen über die Runden kommen
sollen, gleicht Deutschland einem Wirtschaftswunderland. Das jüngste
Zahlenwerk von Wolfgang Schäuble, das gestern vom Bundeskabinett
verabschiedet wurde, ist ein Spiegelbild dieses Booms. In der Rubrik
»Neuverschuldung« steht gleich fünf Mal in Folg

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Inklusion

Mit wie vielen behinderten Menschen haben Sie in
Ihrem Leben zu tun gehabt? Waren es eher wenige? Dann wird es Ihnen
ähnlich gehen wie zahlreichen Eltern, die Inklusion nur in der
Theorie kennen. Grundsätzlich gilt: Die Hemmschwelle sinkt beim
Erleben. Wer Menschen mit Behinderung kennenlernt, bekommt ein Gefühl
für sie. Viele Ängste lösen sich dann in Luft auf. Das täuscht jedoch
nicht darüber hinweg, dass in der neuen Studie nicht nach der
Qualit&aum

Schwäbische Zeitung: Abwarten und helfen – Kommentar zu Griechenland

Die Lage ist ernst. Sie ist zu ernst, um solch
billigen Wahlkampf zu machen wie Gregor Gysi. Der Chef der
Linken-Fraktion wirft den Europäern und speziell Angela Merkel im
Ernst vor, sie wollten am Ende nur eine linke Regierung in Athen
stürzen. Man kann vielleicht darüber streiten, ob Europa zu jedem
Zeitpunkt richtig gehandelt hat. Ob Merkel beherzter und früher hätte
eingreifen müssen. Aber dass die Schuld am griechischen Drama nicht
in Brüssel und nic

Schwäbische Zeitung: Endlich Frieden bei der Bahn – Leitartikel

Es wurde auch Zeit, diese Auseinandersetzung
endlich zu beenden. Der einjährige Tarifkonflikt bei der Deutschen
Bahn hatte mit neun Streiks Fahrgäste wie Wirtschaft in erhebliche
Schwierigkeiten gebracht und das Image der Bundesrepublik als wohl
organisiertes und effizientes Land beschädigt. Die Bahn wie die
Lokführergewerkschaft GDL sehen sich nun als Sieger. Sei–s drum. Zu
allererst können die Bahnkunden aufatmen. Sollten sie trotz der
tristen Erfahrungen der j

Börsen-Zeitung: Flaute wegen Griechenland, Kommentar zum deutschen IPO-Markt von Dieter Kuckelkorn

Da sage noch einer, die sich immer weiter
verschärfende Griechenland-Krise habe kaum Auswirkungen auf die
Kapitalmärkte. Zumindest was den deutschen Markt für Initial Public
Offerings (IPO) betrifft, sieht es schlecht aus: Es droht zumindest
kurzfristig ein echter Kahlschlag. Reihenweise sagen derzeit
Börsenkandidaten ihren Sprung aufs Parkett ab. Zu diesen zählen der
Modehändler CBR, der Berliner Wohnimmobilien-Investor Ado Properties
und die Deutsche Pfandb

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Füchtlingswelle überfordert NRW-Städte Organisationsversagen THOMAS SEIM

Manchmal benötigt die Politik das Eintreten des
Chaos–, um die Dringlichkeit eines Problems zu erkennen. Jetzt ist es
soweit: Die zentralen Flüchtlingsaufnahmestellen in Bielefeld und
Dortmund sind voll. NRW kann der mit Wucht hereinbrechenden
Flüchtlingswelle nicht mehr standhalten. Man hätte das sehen und
entsprechende Maßnahmen früher einleiten könnten. Das gilt für NRW.
Aber das gilt vor allem für eine Bundesregierung, die sich dem
heraufz

Stuttgarter Nachrichten: zur Tarifeinigung bei der Bahn:

"Die Bahn darf froh sein, dass es auch in
Zukunft keine miteinander kollidierenden Tarifverträge unter dem Dach
des Staatskonzerns gibt. Der Grundkonflikt zwischen den beiden
konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG ist damit allerdings
nicht gelöst. Bei der nächsten Runde könnte das Spiel wieder von vorn
losgehen."

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

Rheinische Post: Kommentar: Kampf gegen Clans

Längst gibt es nicht nur in Berlin, sondern
auch in unseren NRW-Städten Parallelgesellschaften. Bei der Polizei
spricht man intern schon von "importierter Kriminalität". In den
Problemvierteln gehen Bandenkriege um Drogenhandel,
Schutzgelderpressungen und Prostitution in den wenigsten Fällen auf
deutsche Straftäter zurück. Die organisierte Kriminalität befindet
sich längst in den Händen ausländischer Banden, die das deutsche
Rech